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Samstag, 31. Juli 2010  

Lex Berlusconi: Italiens Ministerpräsident ermogelt Immunität

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(12.03.2010/hg/dpa)

Unter lautstarken Protesten der Opposition hat der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi am Mittwochabend mit einer Vertrauensabstimmung im Senat ein Gesetz durchgedrückt, dass ihn und seine Minister für eineinhalb Jahre vor gerichtlicher Verfolgung schützt. Damit werden die gegen Berlusconi laufenden Korruptionsverfahren bis Herbst 2011 ausgesetzt. „Dank Verjährungsfrist ist eine rechtskräftige Verurteilung des Premiers damit faktisch unmöglich“, schreibt der österreichische Standard. (1)

Die neue Norm zur „gerechtfertigten Abwesenheit“ in Prozessen erlaubt es Berlusconi und seinen Ministern ab sofort, auch ohne die Zustimmung des jeweiligen Richters nicht im Gerichtssaal erscheinen zu müssen. Angesichts des massiven Widerstands der Opposition, die zuvor über 1700 Einsprüche gegen das Vorhaben eingereicht hatte, stellte der 73-jährige Medienmogul die Vertrauensfrage - zum 31. Mal seit seiner Wahl im April 2008.

Berlusconi muss sich in mehreren Verfahren verantworten, nachdem eine für ihn maßgeschneiderte Immunitätsregelung vom Verfassungsgerichtshof 2009 gekippt worden war. Unter den Verfahren ist auch der Prozess wegen Bestechung des britischen Anwalts David Mills, dem Berlusconi für Falschaussagen in den 1990er Jahren 600 000 Dollar (430 000 Euro) gezahlt haben soll. Die nächste Anhörung für den Regierungschef wäre der 26. März gewesen - kurz vor den wichtigen Regionalwahlen.

Mit dem neuen Gesetz kann Berlusconi das Mills-Verfahren und andere Prozesse jeweils für sechs Monate auf Eis legen. Die Opposition verurteilte die Norm als „alte Immunität unter neuem Deckmantel“.


(1) http://derstandard.at/1267743813986/Senat-genehmigt-neue-Lex-Berlusconi
 
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Noch am gleichen Donnerstagabend schloss Berlusconi den Präsidenten des Abgeordnetenhauses Gianfranco Fini aus der Regierungspartei „Volk der Freiheit“ (PdL) aus. Für den entsprechenden Beschluss habe ein G [ ... ]


UN: Bolivien setzt sauberes Wasser als Menschenrecht durch

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„Durch schmutziges Wasser sterben mehr Menschen als an Aids, Malaria und Masern zusammen“,sagte Boliviens UN-Botschafter Pablo Solón vor der UN-Vollversammlung

Nach UN-Angaben enthielten sich 41 Staaten. Das waren vor allem reiche Industrieländer, während die Staaten der sogenannten Dritten Welt [ ... ]


Ärger um Trinkgelage von Polizisten in Nobelhotel

(29.07.2010/hg/dpa)

Im Internet wirbt das Vier-Sterne-Hotel mit einem „unvergesslichen Aufenthalt“. Den haben Polizisten aus Sachsen-Anhalt den Hotelgästen in Hamburg auch bereitet: Betrunkene Beamte liefen grölend durch die Flure. Hamburg Polizeipräsident ist stinksauer.

Sie waren für einen Polizeieinsatz gegen Krawalle im Hamburger Schanzenviertel gekommen - und machten dann selbst Krawall: In einem noblen Hamburger Hotel haben Polizeibeamte aus Sachsen-Anhalt ein Trinkgelage veranstaltet und betrunken andere Gäste belästigt. Ein Polizeisprecher bestätigte am Donnerstag in der Hans [ ... ]


Schwarzenegger verkündet erneut finanziellen Notstand

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Dem Parlament des bevölkerungsreichsten US-Bundesstaates war es zuvor nicht gelungen, sich bis zum Beginn des neuen Finanzjahres am 1. Juli auf einen Haushaltsetat zu einigen [ ... ]


Die Hoffnung auf Wahrheit im Mordfall Buback

(28.07.2010/hg/dpa)

33 Jahre nach dem RAF-Mord an Generalbundesanwalt Buback steht fest: Die Ex-Terroristin Becker muss vor Gericht. Bubacks Sohn hofft auf Gewissheit, wer die tödlichen Schüsse abgab. Doch diese Frage ist gar nicht Gegenstand der Anklage.

Die Bilder sind bekannt: Die Mercedes- Limousine des Generalbundesanwalts mit der offenen Tür an einer Straßenkreuzung, die mit weißen Tüchern zugedeckten Leichen. Doch auch 33 Jahre nach dem Mordanschlag auf Siegfried Buback ist unklar, wer die tödlichen Schüsse abgab. Besonders Bubacks Sohn Michael hofft darauf, dass der neue Prozess [ ... ]


Trotz Afghanistan-Akten im Netz: US-Kongress bewilligt weitere Milliarden für Kriege

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