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Mittwoch, 23. April 2014  

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Hoher Preis für Billig-Klamotten

Im April 2013 kamen mehr als 1.100 Menschen ums Leben, als eine Textilfabrik in einem Vorort von Dhaka einstürzte – es war das größte Fabrikunglück in der Geschichte von Bangladesch. Die Rettungsarbeiten verliefen langsam und unter schwierigen Bedingungen. Von denen, die gerettet werden konnten, müssen viele seither mit schweren Einschränkungen leben – sie verloren Gliedmaßen oder sind psychisch nicht in der Lage, einer Arbeit nachzugehen. Die Entschädigungszahlungen der internationalen Textilfirmen, die in Bangladesch fertigen lassen, fließen nur langsam.

Mi 23.04., 20:30 Uhr, NDR Info


 

Die Gestrandeten von Tijuana

Wie leben Flüchtlinge in einer Migrantenunterkunft gleich an der Grenze zwischen Mexiko und den USA? In einem 50-Betten-Haus teilen alle dasselbe Schicksal: Sie wollen auf die andere Seite der Grenze, wollen sich ihren amerikanischen Traum erfüllen. Es sind ganz unterschiedliche Menschen: Deportierte, die einst in Kalifornien ein gutes Auskommen hatten, Mittelamerikaner vom Land, die auf dem langen Weg an die Grenze erpresst und bedroht wurden. Volltätowierte Drogenabhängige sind ebenso dabei wie Bandenmitglieder, die in der Grenzregion ihren Geschäften nachgehen. Tijuana ist für viele erstmal Endstation – aber sie geben die Hoffnung nicht auf.

Do 24.04., 20:30 Uhr,  NDR Info


 

Mitleid als Geschäftsmodell

Ein Mann kniet apathisch mit einem Pappschild neben dem Eingang zur Kirche. Eine Frau läuft mit Kind im Arm und flehendem Blick über den Marktplatz. Die meisten Passanten geben nichts, das Misstrauen gegenüber Bettlern ist groß: „Die versaufen doch eh alles“ oder „Dahinter stecken organisierte Banden“, lauten die Gründe gegen die milde Gabe. In früheren Jahrhunderten wurden Bettler als Teil der Gesellschaft respektiert. Heute ist das Betteln teilweise zu einem professionellen Geschäftsmodell krimineller Organisationen geworden, die ihre Mitleids-Strategien immer weiter verfeinern. Und doch gibt es daneben ebenso die Einzelkämpfer, die durch einen persönlichen Schicksalsschlag auf der Straße gelandet sind. Gibt es auch im deutschen Sozialstaat Menschen, die ohne Almosen nicht überleben könnten? Welchen Bettlern kann wirklich geholfen werden, und wie?

Do 24.04., 17:05 Uhr, SWR2


 

Der Staat und seine Trojaner

Deutsche Politiker und Behörden sind keineswegs nur Opfer digitaler Ausspähung, sondern lassen selbst massenweise private Computer durchsuchen: vom Screenshot bis zum Telefonat. In vertraulichen und geheimen Dokumenten bezeichnet der Generalbundesanwalt das Einschleusen von „Trojanern“ als „rechtlich unzulässig“. Trotzdem kaufen die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung immer neue Lizenzen für Überwachungssoftware dubioser deutscher Unternehmen, die auch an Diktaturen liefern. Versagt die parlamentarische Kontrolle oder sind die Verantwortlichen einfach nur skrupellos?

Sa 26.04., 13:05 Uhr, Bayern 2


 

München und der Feminismus

Wo wurde der erste Frauenbuchladen Westdeutschlands gegründet? Wo fand das erste „Treffen Schreibender Frauen“ statt, an dem unter anderen Ursula Krechel, Christa Reinig und Antje Kunstmann teilnahmen? Wo erschienen die „Häutungen“ von Verena Stefan, der über 500.000 Mal verkaufte Roman um eine Frau, die versucht ihr eigenes Leben zu gestalten, ohne dass ihr irgendein Mann dabei hineinredet? Wo wurden gleich zwei Frauenverlage gegründet? All das geschah nicht etwa in Berlin. Es geschah in München. Denn München war Mitte der 70er Jahre ein Zentrum des Feminismus, einer der großen Aufbruchs- und Freiheitsbewegungen in der Bundesrepublik. Die Sendung begibt sich auf die Suche nach den wenig bekannten Anfängen der Frauenbewegung – und fördert Überraschendes zutage.

So 27.04., 20:05 Uhr, Bayern 2


 

Mit dem Rücken an der Wand

Der Schauspieler Günther Kaufmann gestand nach fünfstündigem Verhör einen Mord, den er nicht begangen hatte. Er saß jahrelang unschuldig im Gefängnis. In Bayern wurden vier Angeklagte verurteilt, weil sie nach wochenlangen Vernehmungen zugegeben hatten, den Familienvater erschlagen und den Hunden zum Fraß vorgeworfen zu haben. Jahre später fand man die unversehrte Leiche des angeblich brutal Ermordeten. Die Aussagen waren frei erfunden. Immer wieder legen Menschen ein falsches Geständnis ab, weil sie dem Druck der Vernehmer nicht gewachsen sind.

Mo 28.04., 10:05 Uhr, SWR2