hintergrund_old_english
Freitag, 24. Oktober 2014  

POLITIK

Inland
EU
Welt

WIRTSCHAFT

Inland
Welt
Finanzwelt

HINTERGRUND

Umwelt
Kriege
Terrorismus
Twitter oder Facebook?
Aus Gründen des Datenschutzes und der Sicherheit verzichtet Hintergrund ganz bewusst auf das Angebot sozialer Netzwerke.Von Facebook wissen wir, dass es seine Nutzer aktiv ausspäht.

Radiotipp

Drucken E-Mail

Industrie 4.0
Die vernetzte Fabrik der Zukunft

Die Fabrik der Zukunft ist vernetzt. Alle Maschinen tauschen untereinander Daten aus, jedes Produkt weiß, wo es hin muss, jeder Arbeitsschritt ist überwacht. So soll die Produktion schneller und effizienter werden. Unter dem Schlagwort Industrie 4.0 arbeiten derzeit vor allem deutsche Unternehmen am größten Technologiewandel, den die Industrie seit Jahrzehnten erlebt hat. Eine besondere Rolle spielen dabei bayerische Firmen wie Siemens. Der Konzern ist inzwischen einer der wichtigsten Software-Anbieter in diesem Bereich. Außerdem hat Siemens in Amberg in der Oberpfalz ein eigenes Werk, in dem dank totaler Vernetzung die Produktion drastisch gesteigert wurde. Dafür interessieren sich nicht zuletzt Autohersteller, die ständig darum kämpfen, Absatz und Qualität zu erhöhen. Die Sendung besucht einige der modernsten Fabriken Bayerns und zeigt, wie Industrie 4.0 die Arbeitswelt verändert. An den Fließbändern werden die Mitarbeiter künftig weniger montieren, sondern mehr überwachen. Die Sendung beleuchtet auch die Risiken dieser Entwicklung. So halten sich zahlreiche Unternehmen derzeit noch mit Investitionen in vernetzte Fabriken zurück. Sie befürchten vor allem Industriespionage und Sabotage durch Hacker.

Di 21.10., 18:05 Uhr, Bayern 2


 

Stimme der Stimmlosen
Community Radios in Indonesien

Sie warnen vor Vulkanausbrüchen, gründen Schulen, organisieren Krankenbesuche, geben Tipps für die Ernte. Lokalradios sind in Indonesien ein unverzichtbares Kommunikationsmittel. Schließlich verteilt sich das Land auf über 17000 Inseln. Gesendet wird aus Hinterzimmern oder von unterwegs, die Sender sind mobil. Gehört wird zu Hause oder bei der Arbeit auf dem Feld. Warum? Weil es das einzige Medium für Bildung und Information in den oft abgelegenen Siedlungen ist. Die Lokalradios könnten die Demokratisierung des Landes vorantreiben. Der Regierung sind sie allerdings häufig ein Dorn im Auge, weil sie zu selbstständig, zu selbstbewusst agieren.

Mi 22.10., 00:05 Uhr, Deutschlandradio Kultur


 

Kleine Kaiser ohne Perspektive
Chinas akademisches Proletariat

In China müssen jedes Jahr rund sieben Millionen Hochschulabgänger in den Arbeitsmarkt integriert werden. Keine leichte Aufgabe – trotzdem strömen weiter Millionen junger Chinesen an die Unis. Denn ein Uni-Abschluss gilt immer noch als Eintrittskarte in ein besseres Leben – selbst wenn der Alltag junger Hochschulabgänger anders aussieht und sie oft weniger verdienen als Wanderarbeiter auf dem Bau.


Do 23.10., 18:30 Uhr, Deutschlandradio Kultur


 

Festung Europa  
Brauchen wir eine andere Flüchtlingspolitik?   

Immer mehr Flüchtlinge suchen nach Sicherheit in Europa. Für 2014 rechnet das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge mit 200.000 Menschen. Viele Kommunen sind damit jetzt schon überfordert. Das zeigte nicht zuletzt der Skandal von Burbach. Dort waren Menschen in Notunterkünften misshandelt worden. NRW nimmt die meisten Flüchtlinge in Deutschland auf, doch die Kommunen wissen kaum noch, wo sie untergebracht werden können. Dabei scheint die Hilfsbereitschaft bei den Deutschen vorhanden zu sein – die Mehrheit der Bürger will Flüchtlingen helfen. Retten oder wegsehen – abschotten oder aufnehmen? Wie muss Europas Flüchtlings- und Einwanderungspolitik in Zukunft aussehen? Wie können dabei lokale, nationale und europäische Interessen in Einklang gebracht werden?

Do 23.10., 20:05 Uhr, WDR 5


 

Nazi-Netzwerk NSU
Terror mit internationaler Dimension?

„Der NSU war nach dem Ergebnis der Ermittlungen […] stets eine singuläre Vereinigung aus drei Personen“, sagt der Generalbundesanwalt. Doch Strategie und Taten des Nationalsozialistischen Untergrunds waren alles andere als isoliert und einzigartig. Rechte Terrorakte gab es in der Vergangenheit in ganz Europa und den USA. Folgt man den Spuren des Terrors, stößt man immer wieder auf das nationalsozialistische Netzwerk „Blood & Honour“. Zum harten Kern zählten – laut Ermittlern – auch die späteren NSU-Terroristen Uwe Mundlos, Uwe Bönhardt und Beate Zschäpe. Doch Vernetzungen spielen bei der Aufarbeitung der NSU-Morde kaum eine Rolle. Stattdessen verfolgen die Behörden lediglich die „erweiterte Einzeltätertheorie“. Werden die terroristischen Gefahren von rechts schon wieder unterschätzt?

Sa 25.10., 17:04 Uhr, SR 2 KulturRadio