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Samstag, 02. Juli 2016  

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Fahrradloft und Möckernkiez
Alternative Bauprojekte in Berlin

Zwei Berliner Bauplätze: Der eine im Lichtenberger Weitlingkiez, der andere kaum zehn Kilometer Luftlinie entfernt in Kreuzberg, nahe dem Potsdamer Platz. Im Ostteil der Stadt, jenseits des S-Bahnringes, fand die Baugruppe Fahrradloft ein bezahlbares Grundstück; im Westteil sicherten sich Kreuzberger Bürger ein exklusives Areal, um anonymen Investoren zuvorzukommen. Ihre Ziele scheinen entgegengesetzt: Wohneigentum schaffen die einen; eine Genossenschaft gründen die anderen. Dennoch haben beide Projekte vieles gemeinsam: Sie wollen nicht nur Häuser errichten, sondern ein verantwortungsvolles und soziales Miteinander bauen. Und sie versuchen - mit ganz unterschiedlichen Erfolgen – einem immer spekulativeren Wohnungsmarkt etwas entgegenzusetzen.

Fr 01.07., 19:15 Uhr, Deutschlandfunk


Bedrohlicher Nachbar?
Belgien und die Atomkraft

Alles ganz ungefährlich, glaubt man dem Betreiber. Doch Doel und Tihange, die beiden belgischen Atomkraftwerke, beherrschen die Schlagzeilen. Immer wieder kommt es zu automatischen Abschaltungen – mal gab es einen Kurzschluss, dann leckte eine Heißwasserleitung oder klemmte ein Schalter. Was wohl auch dem hohen Alter der Meiler geschuldet ist. Die ersten Anlagen wurden Mitte der 1970er-Jahre gebaut. Noch beunruhigender aus Sicht der Nachbarländer sind die gut sechzehntausend Risse in den Reaktordruckbehältern von Tihange 2 und Doel 3. Doch die belgische Atomaufsicht FANC hat sich festgelegt und die Verlängerung der Laufzeiten der Pannenmeiler bis 2025 genehmigt. Schließlich liefern die beiden Atomkraftwerke rund ein Drittel des belgischen Strombedarfs. Die eindringlichen Appelle aus Deutschland, Luxemburg und den Niederlanden, die betroffenen Blöcke aus Sicherheitsgründen endgültig abzuschalten, wurden brüsk zurückgewiesen. Mit Jodtabletten will sich Belgien für die Folgen eines möglichen Reaktorunfalls wappnen…

Sa 02.07., 11:05 Uhr, Deutschlandfunk


Die Boxerin
Frauensport und Islam

Die 18-jährige Zeina Nassar straft die gängige Vorstellung von Musliminnen und Sport Lügen. Seit fünf Jahren boxt die junge Frau sehr erfolgreich mit Kopftuch. Auch sonst hält sie die islamischen Mindestbekleidungsregeln ein. Entgegen den Klischees ist es religiösen Eltern sehr wichtig, dass ihre Töchter Sport treiben, denn nach der prophetischen Tradition war Mohammed ein Athlet und hat Sport für Mädchen und Jungen empfohlen. Allerdings müssen einige Regeln, vor allem Bekleidungsvorschriften, eingehalten werden. Da gibt es die Konflikte, nicht bei der Frage, ob Sport oder nicht. Doch die Zahl der muslimischen Sportlerinnen auch im Leistungssport nimmt zu. Sie erkämpfen sich ihr Recht, auch mit Kopftuch ihren Sport auszuüben. Für Zeina Nassar wurden die Bestimmungen geändert, jedenfalls im Amateurbereich.

So 03.07., 13:30 Uhr, WDR 5


Dieselabgase und Co
Was uns die Luft zum Atmen raubt

Verkehr, Landwirtschaft, Industrie und Kraftwerke – sie alle verpesten unsere Luft. Denn sie sind die Quellen zahlreicher Schadstoffe: Dieselmotoren stoßen Stickoxide aus, die Gülle ist für Ammoniakgas verantwortlich, Feinstaub entsteht bei der Metall- sowie Stahlverarbeitung und aus den Schloten der Kohlekraftwerke kommt Quecksilber. Oft nehmen wir diese Emissionen nicht einmal wahr. Dennoch beeinträchtigen sie unsere Gesundheit: Sie schädigen unsere Lungen; sie reizen unsere Augen und Schleimhäute; manche dieser Stoffe gelten sogar als krebserregend. Sie gehören zu unserem Alltag, und wir können uns ihnen kaum entziehen. Die Sendung listet auf, was genau drin steckt in diesen Abgasen, wie sie auf uns wirken. Es bleibt die Frage: Welche Möglichkeiten gibt es, unsere Atemluft sauberer zu machen?

Mo 04.07, 10:05 Uhr, Bayern 2


Dürres Land
Südafrika leidet unter historischer Trockenheit

Die Konsequenzen sind verheerend: Bauern mussten Tiere notschlachten und konnten kaum eine Ernte einfahren. Darunter sind auch jene, die zunächst von der Landreform profitiert haben. Nun ist ihre Existenz bedroht. Die Hilfe von Regierung und zivilgesellschaftliche Gruppen scheint zu verpuffen. In ihrer Not verkaufen oder verpachten manche Kleinbauern ihr Land nun wieder an weiße Farmer, was politisch natürlich auf viel Kritik stößt. Durch die Dürre stehen nicht nur landwirtschaftliche Jobs auf dem Spiel, sondern auch die Ernährungssicherheit vieler armer Haushalte.

Mo 04.07., 18:30 Uhr, Deutschlandradio Kultur


Müllparadies Brandenburg
Über 100 illegale Abfalldeponien im Land

Seit der Wende haben Müllhändler enormen Schaden in Brandenburg angerichtet: Im Land gibt es über 100 illegale Abfalldepots, in denen mindestens drei Millionen Tonnen Dreck vor sich hin rotten. Wie konnte es zu diesen Müllbergen kommen? Die ganz legale Abfallentsorgung kostet in Deutschland viel Geld. Müll, so sagt man in der Abfallbranche, sucht sich immer das billigste Loch. Und für die Müll-Mafia war das Brandenburg. Dort haben Politiker weggeschaut, Kontrolleure waren überfordert oder korrupt und Müllentsorger skrupellos.

Di 05.07., 13:30 Uhr, Deutschlandradio Kultur


Keine Käfigeier, Spritzmittel verboten!
Wie Discounter und Supermärkte Agrarpolitik betreiben

Gesetzentwurf, Bundestagsdebatte, Mehrheitsentscheidung – schön und gut diese Demokratie. Aber Agrarpolitik geht heute viel einfacher! Bestimmte Spritzmittel verbieten, Eier aus Käfighaltung abschaffen und nur noch Milch ohne Gentechnik zulassen. Das geschieht in Berlin oder bei der EU in Brüssel viel zu schleppend. Also wählen Supermarkt- und Discounterketten immer öfter den kurzen Dienstweg. Aldi, Lidl und Co. verbannen Waren aus ungeliebter Produktion einfach aus den Regalen und machen den Bauern konkrete Vorschriften, wie sie die Lebensmittel zu produzieren haben. Sie können das, denn vier mächtige Konzerne teilen in Deutschland 85 Prozent des Lebensmitteleinzelhandels unter sich auf. Die Sendung klärt: Gehen die Discounter endlich auf die Wünsche der Verbraucher ein? Oder nutzen sie ihre marktbeherrschende Stellung gegenüber den Bauern schamlos aus?

Do 07.07., 10:05 Uhr, Bayern 2