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Donnerstag, 05. März 2015  

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Radiotipp

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Endspiel um Griechenland
Bleiben die Hellenen im Euro?

Bleibt Griechenland im Euro oder kommt es zum „Grexit“? Was spricht für einen Verbleib der Hellenen in der gemeinsamen Währung? Wie weit liegen Athen und Brüssel auseinander, wie könnte eine Kompromisslösung aussehen? Und umgekehrt: Welche Folgen hätte ein Ausstieg Griechenlands aus der Eurozone – für die Griechen, für Deutschland, für Europa und die Eurozone?

Fr 20.02., 18:07 Uhr, Deutschlandradio Kultur


 

Massenproduktion statt Manufaktur
Stirbt das Bäcker-Handwerk aus?

Sonntagmorgen, noch ein wenig verschlafen, zum Bäcker um die Ecke; in den Brötchenduft mischt sich der süßliche Kuchengeruch, die Brötchen für den Frühstückstisch, sie sind noch warm. Für viele gehört das zu einem schönen Sonntag dazu: frische Brötchen vom Lieblingsbäcker, bei dem es obendrein auch noch einen kurzen Plausch gibt, mit dem Bäcker oder dem Nachbarn, den man zufällig im Verkaufsraum trifft. Doch werden solche Begegnungen bald immer seltener möglich sein? Gestiegene Stromkosten, hohe Mietpreise und auch die Konkurrenz aus dem Lebensmitteleinzelhandel machen den kleinen Bäckereien zu schaffen. So hören wir es immer wieder. Die Rede ist gar vom Bäckereisterben. Tatsächlich? Was ist dran, und was können die Bäcker und Konditoren dagegen tun, was geht verloren, wenn die Traditionsbetriebe tatsächlich immer seltener werden?

Fr 20.02., 10:10 Uhr, Deutschlandfunk


 

Momente der Verzweiflung
Hassan F. und das Ende arabischer Revolutionsträume

Er sitzt auf den Treppenstufen im Hausflur eines Altbaus in Berlin-Mitte und starrt vor sich hin. „Ich bin im Zustand völliger körperlicher und psychischer Erschöpfung“, sagt er. Hassan F. war einer der führenden Aktivisten der arabischen Revolution 2011 in Ägypten. Ein junger Mann Ende Zwanzig, Teil einer Generation, die mit dem Sturz Hosni Mubaraks die Hoffnung auf eine demokratische Zukunft verbanden. Der Autor war zwischen 2011 und 2014 mehrfach in Ägypten und hat Hassan F. und andere jugendliche Protagonisten getroffen. In seiner Reportage werden die Folgen des politischen Scheiterns der ägyptischen Revolution deutlich. Die vergangenen Jahre haben die ägyptische Gesellschaft dramatisch verändert und die junge Generation traumatisiert zurückgelassen.

Fr 20.02., 19:15 Uhr, Deutschlandfunk


 

Wenn die Wirtschaft den Professor bezahlt
Gefährden Stiftungsprofessuren und private Drittmittel die Forschungsfreiheit?

Der Staat spart, die Wirtschaft zahlt: Private Unternehmen stecken immer mehr Geld in die Hochschulen – ob Sponsoring-Verträge, Stiftungsprofessuren oder Forschungsaufträge. Die Initiative „Hochschulwatch“ deckt seit zwei Jahren solche Verflechtungen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft auf. Ihre Bilanz: mit 1,3 Milliarden Euro sponsert die Wirtschaft Unis und FHs derzeit, mehr als doppelt so viel wie noch vor zehn Jahren. Über eintausend Lehrstühle werden derzeit von der Wirtschaft oder privaten Stiftungen finanziert – doppelt so viel wie noch vor fünf Jahren. Natürlich agieren die sponsernden Unternehmen dabei nicht völlig uneigennützig. Bei den Stiftungsprofessuren geben die Geldgeber die Forschungsthemen vor. Doch wenn die Finanzierung durch die Wirtschaft ausläuft, muss der Staat in der Regel weiter finanzieren, was die Unternehmen im eigenen Interesse gestiftet haben. Kritiker monieren, dass Firmen auf diesem Weg billig erforschen lassen, was als grundsätzlich legitime Auftragsforschung zu teuer wäre.

Sa 21.02., 14:05 Uhr, Deutschlandfunk


 

Wider die Terrormiliz „Islamischer Staat“
Muslimische Gelehrte melden sich zu Wort

Bis heute fordert man in westlichen Ländern, islamische Gremien müssten sich weltweit gegen den Extremismus aussprechen, und nimmt selten zur Kenntnis, dass dies längst geschehen ist. In einem „Offenen Brief“ haben sich im September 2014 mehr als 120 hochrangige Vertreter des Islam an die Führer und Anhänger des „selbsternannten Islamischen Staates“ gewandt. Dessen brutale, menschenverachtende Praktiken werden in dem Schreiben, das die Autorität eines Rechtsgutachtens beansprucht, als Verstöße gegen den Koran verurteilt. In der Liste der Unterzeichner liest man die Namen international anerkannter islamischer Institutionen und Gelehrter aus aller Welt. Das Dokument ist von muslimischer Seite eine der wichtigsten aktuellen Stellungnahmen gegen die Terrormiliz, aber keineswegs die einzige. So rief etwa im Dezember 2014 eine der führenden sunnitischen Lehr-Instanzen, die ägyptische Universität Al-Azar, über 600 muslimische und christliche Repräsentanten aus dem Nahen Osten zusammen, um sich gemeinsam vom Terror zu distanzieren. Plakative und pauschale Anklagen gegen den Islam sind deshalb nicht nur unfair, sondern auch gefährlich. Denn sie fördern allenfalls einen Religionskrieg, aber sicher nicht den Weltfrieden. Internationale christliche Einrichtungen wie der Lutherische Weltbund oder der Vatikan sind daher bemüht, gemeinsam mit Muslimen nach Auswegen zu suchen.

So 22.02., 08:30 Uhr, Bayern 2


 

Die globale Ungerechtigkeit wächst
Die Welt zerfällt in Arm und Reich

Das Ausmaß der globalen Ungleichheit ist erschütternd – und die Kluft zwischen Arm und Reich wächst immer weiter. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie der Entwicklungsorganisation Oxfam. Demnach soll schon 2016 das reichste Prozent der Weltbevölkerung mehr als die Hälfte des Weltvermögens besitzen. Den 85 reichsten Menschen der Erde gehört bereits jetzt genauso viel wie den 3,5 Milliarden Ärmsten. Und auch hierzulande öffnet sich die Schere immer weiter: Die reichsten zehn Prozent der Deutschen vereinigen nach neuesten Erkenntnissen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) bis zu 74 Prozent des Gesamtvermögens auf sich. Selbst in reichen Wirtschaftsnationen wie Deutschland reicht ein Vollzeitjob nicht jedem zum Überleben, der Staat muss einspringen und aufstocken – arm trotz Arbeit. Ein Luxusproblem, im Vergleich zur Situation vieler Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern. Kirchliche Hilfswerke wie Missio oder Misereor engagieren sich gegen das Elend – wie erfolgreich waren die „Agenten der Gerechtigkeit“ nach jahrzehntelangem Einsatz vor Ort? Für eine gerechtere Welt – was ist eigentlich aus der Occupy-Bewegung geworden, die seit 2011 mit ihren Protesten gegen soziale Ungleichheiten für viel Aufsehen gesorgt hat? Die Sendung fragt nach.

Mo 23.02., 21:05 Uhr, Bayern 2


 

Generation Sandinistas – die Kinder der Solidarität
Geboren in Nicaragua zwischen Krieg und Aufbruch

In den 1980er-Jahren, nach dem Sturz des nicaraguanischen Diktators Somoza, gab es vor allem in Deutschland eine gewaltige Solidaritätsbewegung für die aufständischen Sandinisten. Viele Unterstützer gingen nach Mittelamerika, auch die Autorin. Sie wollten vor Ort helfen und die Revolutionäre gegen die Angriffe der Contras und der kalten Krieger aus dem Pentagon durch ihre Anwesenheit schützen. Es waren Hunderttausende und sie kamen aus aller Welt. Beziehungen entwickelten sich, aus einigen entstanden Kinder. Später gingen die meisten von ihnen zurück in ihre Heimat. Heute sind diese Kinder in dem Alter, in dem ihre Eltern nach Nicaragua gingen. Und die Eltern fragen sich, was sie aus der für sie so bedeutungsvollen Zeit, von dieser politischen Aufbruchstimmung, mitgenommen haben in ihr heutiges Leben in einer völlig anderen Zeit und anderen Welt?

Mi 25.02., 22:03 Uhr, SWR 2