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Samstag, 23. Juli 2016  

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Radiotipp

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Wer nicht zahlt, der trinkt nicht
Warum in Brasilien das Wasser knapp wird

Brasilien galt bislang als eines der wasserreichsten Länder der Welt. Ca. siebzig Prozent seiner Stromversorgung bezieht es aus Wasserkraft. Doch 2014 und 2015 erlebte das Land dramatische Dürreperioden im bis dato so fruchtbaren Südosten des Landes. Dem bevölkerungsreichen ökonomischen Zentrum Brasiliens drohte das Wasser auszugehen. Wo liegen die Ursachen und wie kommt es, dass die Verantwortlichen so träge reagieren?

Sa 23.07., 18:05 Uhr, Deutschlandradio Kultur


Die Metropole als Partyhochburg
Vom wachsenden Widerstand gegen den Städtetourismus

Schöne Städte ziehen Touristen an, nicht immer nur zu ihrem Vorteil. Seit den 90er-Jahren tendiert der Kurzzeit-Städtetourismus so deutlich zur Masse, dass Protest laut wird. Inzwischen erklären in Berlin Aufkleber und Graffiti Party-Touristen den Krieg, Hongkonger protestieren gegen Festlandchinesen auf Wochenendurlaub, in Barcelona demonstrierten Tausende. Initiativen nennen sich „Rettet Florenz“ oder – in Lissabon – „Hier wohnen Menschen“, in San Francisco gingen Bewohner gegen die Übernachtungs-Plattform Air B'n B auf die Straße. Auch Bürgermeister denken über Einschränkungen des gewinnbringenden Ansturms nach. Tourismus bringt Geld und Urbanität, aber: Wie viel Tourismus verträgt eine Stadt, ohne ihre Attraktivität zu verlieren?

So 24.07., 19:05 Uhr, NDR Kultur


Rückwärts in die Zukunft
Katholizismus in Polen

Papst Franziskus kommt nach Polen, offiziell, um am 26. Juli den Weltjugendtag in Krakau zu eröffnen. Doch es ist kein Besuch unter Freunden, zu gespalten ist das Verhältnis zur polnischen Amtskirche. Konfliktthemen gibt es reichlich - jüngstes Beispiel: das europäische Flüchtlingsdrama. Polens Bischöfe fielen entweder durch Schweigen auf oder machten Stimmung gegen die Aufnahme von Flüchtlingen.

Mo 25.07., 18:30 Uhr, Deutschlandradio Kultur


Die Folgen des Türkeideals
Griechenland im Griff der Flüchtlingskrise

Durch den Deal der EU mit der Türkei kommen in Nordeuropa kaum noch Flüchtlinge an. Aber Griechenland hat mit den Folgen zu kämpfen: Weit über 50 000 Flüchtlinge sitzen auf dem Festland und den Inseln fest. Auf den griechischen Inseln in der Ostägäis warten Tausende auf die Entscheidung über ihren Asylantrag. Oft reichen die Kapazitäten dort nicht aus, um so viele Menschen dauerhaft zu versorgen. In den Lagern ist die Anspannung groß, Gewalt ist keine Seltenheit.

Di 26.07., 18:30 Uhr, Deutschlandradio Kultur


Investitionsverträge, die Maßanzüge der Multis
Lateinamerikanische Erfahrungen

„Ein Multi droht uns mit Verfahren“, empörte sich der Präsident Uruguays Tabaré Vazquez. Sein Antitabak-Gesetz war allzu starker Tobak für den Tabakgiganten Philip Morris. Der Großinvestor sieht seine Eigentumsrechte verletzt und klagt vor dem Internationalen Schiedsgericht (ICSID) in Washington. Gesundheit gehe vor blauem Dunst, argumentiert dagegen die Regierung in Montevideo. Uruguay und Philip Morris sind kein Einzelfall. Und das Schiedsgericht für Investitionsstreitigkeiten ist für interessierte Europäer durchaus ein Begriff – seit den Verhandlungen um das Freihandelsabkommen zwischen den USA und der Europäischen Union TTIP. Ein privates Gericht hebele nationale Gesetze aus, kritisieren die Gegner des Freihandelsabkommens. Es tage zudem geheim und sei keineswegs neutral, favorisiere es doch Großkonzerne. Investitionsschutz wurde ursprünglich vereinbart, um Auslandsinvestitionen vor allem in Entwicklungsländern zu fördern und abzusichern. Manche Regierungen sehen sich allerdings in einer Falle: Investitionsschutzabkommen behinderten Reformen in Sozialpolitik, zum Umwelt- und Verbraucherschutz. Sie schränkten Demokratie und Souveränität ein. Profit würde zum höchsten Rechtsgut. Lateinamerika liefert reichlich Anschauungsmaterial zum Thema Investitionsschutz.

Di 26.07., 08:30 Uhr, SWR2


Der Druck auf die indische Jugend
Selbstmord Todesursache Nummer eins

Die Stadt Kota im indischen Wüstenstaat Rajasthan ist für das Geschäft mit der Bildung berühmt. Schulabgänger aus dem ganzen Land ziehen zu Hunderttausenden hierher, um sich in teuren, privatwirtschaftlichen Paukstudios auf die Eingangsexamen der Elitehochschulen des Landes vorzubereiten. Der Drill, den die Jugendlichen auf sich nehmen, ist so hart und der Druck so gewaltig, dass Depressionen und Selbstmorde häufig sind. Seit 2015 waren es allein in Kota dreißig.

Mi 27.07., 18:30 Uhr, Deutschlandradio Kultur