hintergrund_old_english
Freitag, 06. Mai 2016  

POLITIK

Inland
EU
Welt

WIRTSCHAFT

Inland
Welt
Finanzwelt

HINTERGRUND

Umwelt
Kriege
Terrorismus
Twitter oder Facebook?
Aus Gründen des Datenschutzes und der Sicherheit verzichtet Hintergrund ganz bewusst auf das Angebot sozialer Netzwerke.Von Facebook wissen wir, dass es seine Nutzer aktiv ausspäht.

Radiotipp

Drucken E-Mail

Damaskus mon amour
Fünf Freunde in Syrien

Julia hatte gerade ihr Studium abgeschlossen und arbeitete in einem Ministerium. Amer führte mit Kollegen erfolgreich ein Dolmetscherbüro und Selim arbeitete bei einer Versicherung. Während Jihad von einer Ausbildung zum Journalisten träumte, wollte Safwan lieber an der Uni Karriere machen. Sie sind Christen, Muslime, Ismaeliten, Palästinenser und Drusen. Als im März 2011 die Unruhen in Syrien ausbrechen, ist keiner der fünf Freunde Anhänger der Regierung. Vier Jahre später steht fest: Sie müssen ihre einstigen Zukunftspläne über Bord werfen und noch einmal ganz vorn beginnen. Eine Langzeitbeobachtung von Karin Leukefeld

Di 03.05., 20:05 Uhr, NDR Kultur


Inside Pegida
Gründe und Abgründe einer Bewegung

Pegida, die islamfeindliche Bewegung, die wöchentlich in Dresden demonstriert, polarisiert seit eineinhalb Jahren das Land. Die Bilder der Fahnen schwenkenden Menge sind bekannt. Doch wer sind die Menschen, die regelmäßig zu Pegida gehen? Warum jubeln sie den zum Teil offen ausländerfeindlichen Reden zu? Reporter Moritz Börner hat Pegida-Anhänger in Dresden getroffen, ganz privat beim Kaffeeklatsch oder in der Kneipe, und nach den Gründen gefragt. Pegida ist in Dresden überall ein Thema, entweder man ist dafür oder dagegen. Daran gehen Freundschaften zu Bruch und Familien zerstreiten sich. Und: Die Bewegung ist längst in NRW angekommen. Demos von Menschen, die die deutsche Kultur und Gesellschaft durch den Islam gefährdet sehen, gibt es inzwischen auch dort. Aber was sind die Hintergründe, Beweggründe und Argumente der Pegida-Anhänger in NRW? Wodurch unterscheiden sich die Bewegungen in Ost und West?

Di 03.05., 23:00 Uhr, 1LIVE


Tadschikistan
Wo Muslime Wodka trinken und Jugendliche nicht in die Moschee dürfen

Die ehemalige Sowjetrepublik Tadschikistan zählt zu den ärmsten Ländern Zentralasiens. Schlechte Bildung, Perspektivlosigkeit unter Jugendlichen und der autoritäre Führungsstil von Präsident Rahmon sind ein idealer Nährboden für radikale Kräfte. Die Regierung setzt auf eine harte Gangart. Aus Angst vor islamischem Extremismus wurden Gesetze erlassen, die die Religionsfreiheit einschränken. So ist etwa Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren der Besuch von religiösen Veranstaltungen untersagt. Sorge bereitet zudem die instabile Situation im Nachbarland Afghanistan. Der Drogenhandel floriert. Tadschikistan ist eines der wichtigsten Transitländer für Schmuggel von Heroin und Opium nach Russland. Für Bergsteiger, Wanderer und Trekker sind die atemberaubenden, weitgehend unberührten Bergmassive Tadschikistans hingegen ein Paradies. Besucher kehren oftmals begeistert zurück – nicht zuletzt auch wegen der legendären Gastfreundschaft der Tadschiken.

Do 05.05., 13:30 Uhr, Bayern 2


Gift in Ghana
Überlebensstrategie Elektroschrott

Agbobloshie ist ein Quartier in Ghanas Hauptstadt Accra. Berüchtigt als „toxic city“ – giftige Stadt. Das liegt an der gigantischen Müllhalde für Elektroschrott, die hier direkt am Ufer der Korle-Lagune liegt. Hier landet Elektroschrott aus aller Welt. Auf mehreren Quadratkilometern verteilt lagert der Elektronikabfall dort. Er wird von Arbeitern und nicht zuletzt von vielen Kindern ausgeschlachtet. Sie suchen nach Kupfer, Aluminium, Blei. Nach Computer-Platinen und allem, was irgendwie verwertbar erscheint. Das verkaufen sie. Dabei riskieren die Müll-Sucher ihre Gesundheit. Ein Mix aus giftigen Dämpfen, Schwefel, Blei oder Glassplittern führt zu Atemwegserkrankungen und Verletzungen. Agbobloshie ist die Endstation für Elektroschrott aus aller Welt. Und ein Hoch-Risiko-Arbeitsplatz, auf dem erschreckend viele Kinder versuchen, etwas Geld zu verdienen.

Fr 06.05., 09:05 Uhr, Bayern 2


Im Dickicht der Hilfe
Von der ehrenamtlichen Arbeit mit Flüchtlingen

Es beginnt mit Engagement: Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer möchten Flüchtlinge bei der Eingliederung in Deutschland unterstützen. Aber die Hürden! Gesetze und Bescheide definieren den juristischen Status und damit die Möglichkeiten eines Flüchtlings: Von der Zulassung zum Integrationskurs bis zur eigenen Wohnung oder einem Arbeits- oder Ausbildungsplatz liegen Monate oder Jahre. Je mehr Flüchtlinge kommen, desto gequälter mahlen die Mühlen. Das zerrt an den Nerven der Flüchtlinge genauso wie an denen der professionellen und ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen. Alle müssen fremde Verhaltensweisen verstehen lernen, alle brauchen Geduld und Fantasie, finanzielle und organisatorische Unterstützung. Manchmal müssen die Helfer zu hohe oder zu viele Ansprüche auch abwehren, um sich nicht im Dickicht der Hilfsbereitschaft selbst zu verlieren. Die Autorin, die im größten Hamburger Flüchtlingscamp ein Frauencafé organisiert, berichtet von ihren Erfahrungen.

Fr 06.05., 19:15 Uhr, Deutschlandfunk


Armes Reiches Land
Luxemburg jenseits glänzender Fassaden

Luxemburg, das Kuwait des Nordens, das europäische Land mit dem zweithöchsten Pro-Kopf-Einkommen der Welt, kennt keine Armut – sollte man meinen. Aber dem ist nicht so. Tatsächlich ist die Armut in aller Regel den Blicken entzogen, sie kommt unauffällig daher. Das Augenmerk richtet sich meist auf die Gebäude der pittoresken Hauptstadt und auf die gläsernen Fassaden von Banken und Investmentfonds hoch oben auf dem Kirchberg. Die Armut zeigt sich anderswo, in den kleineren Städten im Süden oder rund um den Bahnhof in Luxemburg Stadt.

Sa 07.05., 11:05 Uhr, Deutschlandfunk


Vergessene Flüchtlinge
Hungrig, cholerakrank und staatenlos

Die Lebensbedingungen von Flüchtlingen und Migranten sind ein globales Thema. Doch nicht überall wird darüber so viel gesprochen wie zurzeit in Deutschland. Jeden Tag werden irgendwo auf der Welt Menschen in ihre Herkunftsländer abgeschoben. Was passiert dann mit ihnen? An der Grenze zwischen der Dominikanischen Republik und Haiti spielt sich ein Flüchtlingsdrama ab, das von der internationalen Gemeinschaft und den lokalen Behörden weitgehend ignoriert wird. Das kostet täglich Menschenleben. Eine beeindruckende Reportage über das Schicksal der vergessenen Flüchtlinge.

So 08.05., 08:30 Uhr, Bayern 2