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Donnerstag, 17. April 2014  

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Die Kosten des Wissens
Wem die Forschung dient

Universitäten und Unternehmen kooperieren zunehmend. Wie unabhängig ist die Wissenschaft noch, wenn sie von der Industrie unterstützt wird? Fallen da Forschungs-Ergebnisse nicht eher Industriefreundlich aus? Andererseits ist Forschung teuer, bis hin zur Publikation ihrer Ergebnisse. Wenn Wissenschaftler etwas veröffentlichen wollen, müssen sie zahlen: 2000 Euro für einen Artikel in einer renommierten Fachzeitung sind nicht selten, mehrere Tausend Euro als sogenannter Druckkostenzuschuss fallen leicht für ein Buch an. Gleichzeitig steigen die Preise für wissenschaftliche Bücher und Zeitschriften, auf die die Forscher angewiesen sind, rasant. Forscher rufen inzwischen zum Boykott gegen dieses System auf. Ist Open Access die Lösung, der kostenfreie Zugang zu Forschungsergebnissen?

Mi 16.04., 22:03 Uhr, SWR2


 

Madame Blavatsky
Begründerin der modernen Theosophie

Sie gilt als die „Sphinx des 19. Jahrhunderts“: Helena Petrowna Blavatsky (1831 - 1891) wollte mit ihrer spirituellen Lehre die „Welträtsel“ entschleiern und inszenierte sich als Vermittlerin okkulten Wissens. Sie war Mittelpunkt der 1875 in New York gegründeten Theosophischen Gesellschaft und schon zu Lebzeiten ebenso berühmt wie umstritten. Ihre Werke haben dazu beigetragen, dass Begriffe wie „Karma“, „Reinkarnation“ und „Nirwana“ heute zum Allgemeinwissen gehören. Künstler wie Wassili Kandinsky, Piet Mondrian, James Joyce und Hermann Hesse setzten sich mit ihren Ideen auseinander; für Rudolf Steiner waren sie ein Ausgangspunkt seiner anthroposophischen Lehre. Von ihren Anhängern wurde Madame Blavatsky als „Hohepriesterin der Theosophie“ gefeiert – ihre Kritiker jedoch bezeichneten sie als Hochstaplerin und Betrügerin.

Do 17.04., 08:30 Uhr, SWR2


 

Es brennt!
Warum Mecklenburger Feuerwehrleute auf dem Schlauch stehen

Montags bis freitags sollte man in Mecklenburgs Dörfern besser nichts anbrennen lassen. Mancherorts ist die freiwillige Feuerwehr gar nicht mehr einsatzfähig. Ab Freitagabend geht es wieder, dann sind sie alle wieder da, die freiwilligen Feuerwehrleute, die in der Woche in Hamburg arbeiten oder in Ratzeburg, in Mölln oder Lübeck. Sie wollen ihre alten Kameraden nicht auf dem Schlauch stehen lassen und kommen für Übungen und Einsätze nachhause. So ist es auch in Pokrent, einem Dorf im Westen Mecklenburgs. Bei Familie Rothe machen gleich alle drei mit bei der Feuerwehr, Vater und Sohn pendeln zwischen Arbeit und Dorf, die Mutter kümmert sich um den Feuerwehr-Nachwuchs. Lehrt die Jungen, wie man rettet und löscht. Doch mit 18 sind dann die meisten weg, und es geht alles von vorn los.

Fr 18.04., 06:30 Uhr, NDR Info


 

Wächterinnen der Revolution
Tunesiens Frauen und das Erbe der „Arabellion“

In Tunesien, dem „Mutterland der Arabellion“, haben vor allem Frauen bewusst auf gewaltfreie Proteste gegen die islamistischen Kräfte gesetzt – mit Erfolg. Die neue Verfassung gilt als eine der fortschrittlichsten der arabischen Welt. Sie garantiert Religionsfreiheit sowie die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Die Scharia spielt politisch keine Rolle. Dies ist auch auf weibliches Engagement zurückzuführen. Politikerinnen und Künstlerinnen, Hausfrauen, Studentinnen und Bloggerinnen versuchen mit aller Macht, die rückwärtsgewandten Kräfte auszubremsen. Doch es gibt auch Islamistinnen und Salafistinnen. Welche Rolle spielen Frauen im Tauziehen um die Zukunft der tunesischen Gesellschaft? Welchen Einfluss haben Frauen – gut drei Jahre nach dem Aufbruch – auf die weitere Entwicklung?

Sa 19.04., 18:05 Uhr, Bayern 2


 

Hungern müssen die anderen
Europa reformiert seine Fischereipolitik

Der Blauflossenthun ist der teuerste Fisch der Welt, denn er stirbt bald aus. Vor gut 100 Jahren schwamm er noch in der Nordsee, jetzt werden die Letzen im Mittelmeer gejagt. Europa hat seine Meere durch rücksichtslose Fischerei ruiniert und geht jetzt daran, seine verbliebenen Fischbestände zu retten. Im Sommer vergangenen Jahres hat die EU ihre bisher radikalste Fischereireform verabschiedet und hofft, dass die Fische in Europas Meeren nachwachsen. Aber EU-Flotten operieren auf allen Weltmeeren. Sie plündern die Küstengewässer Afrikas und tragen dort zum Hunger bei. Auch das will die Reform mit neuen Vorschriften stoppen. Das Feature geht der Frage nach, ob das gelingen kann.

Mo NDR Info 11:05 bis 12:00