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Montag, 21. Mai 2012  

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Zwei tote und sieben verletze Bundeswehrsoldaten in Afghanistan

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(18.02.2011/hg/dpa)

In Afghanistan ist nach dpa-Informationen erneut zwei Bundeswehrsoldaten getötet worden. Es habe außerdem sieben verletzte deutsche Soldaten gegeben, vier davon schwer. (1)   Eine offizielle Bestätigung gab es am Freitag zunächst nicht. Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) sagte in Berlin lediglich: „Ich trage die Verantwortung für die Soldaten im Einsatz, wie ein Ereignis am heutigen Tag einmal mehr auf bittere Weise zeigt.“

Dem Vernehmen nach soll ein Uniform tragender Afghane im Bundeswehr-Außenposten „OP North“ in der Provinz Baghlan um sich geschossen haben. Bei den Toten und den Verletzten handele es sich um Deutsche. Nach ersten Berichten eröffnete ein Afghane, der ebenfalls Uniform trug, das Feuer. Das Motiv des Mannes war zunächst unklar. Erst einen Tag zuvor hatte Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg das Lager besucht.

Der genaue Hergang des Zwischenfalls gegen 11.00 Uhr Ortszeit (08.30 Uhr deutscher Zeit) war zunächst unklar. Nach ersten Berichten war der Schütze mit Handwaffen bewaffnet und trug die Uniform der afghanischen Armee. Unklar war, ob er ins Lager eindringen konnte oder von außerhalb auf die deutschen Soldaten schoss. Da das Lager im Moment ausgebaut wird, befinden sich dort zahlreiche afghanische Lagerarbeiter und Soldaten.

Die internationale Afghanistan-Truppe ISAF bestätigte in Kabul zunächst nur, dass es im Distrikt Baghlan einen Toten gegeben habe. Die Soldaten hätten das Feuer erwidert und den Schützen schwer verletzt. Das Verteidigungsministerium wollte sich zu den näheren Umständen erst nach der Information der Angehörigen der Soldaten äußern. Dies ist bei solchen Vorfällen üblich.

Der Stützpunkt mit derzeit 500 Soldaten soll zu den gefährlichsten der Bundeswehr gehören. Vergangenes Jahr starben im dortigen Einsatzgebiet fünf deutsche Soldaten. Im Dezember wurde ein Soldat durch einen Schuss aus der Waffe eines Kameraden getötet. Die Staatsanwaltschaft ermittelt deshalb noch.

Unterdessen hat ein Selbstmordattentäter bei einem Anschlag auf einem Marktplatz im Südosten Afghanistans acht Menschen mit in den Tod gerissen. Wie ein Sprecher von Präsident Hamid Karsai am Freitag mitteilte, wurden mehr als 40 weitere Menschen verletzt, als sich der Täter in einem Auto in der Provinzhauptstadt Chost in die Luft sprengte. Nach Polizeiangaben sind unter den Opfern auch afghanische Sicherheitskräfte. Die Explosion habe zahlreiche Geschäfte zerstört. Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat.

Außerdem wurden in der weiter nördlich gelegenen Grenzprovinz Kunar nach Angaben der Internationalen Schutztruppe Isaf mehr als 30 Aufständische bei einem Luftangriff getötet. Die Soldaten hätten in der Nacht in einem Gebäudekomplex Bewaffnete entdeckt und angriffen. Zivilisten seien nicht zu Schaden gekommen, so die Isaf weiter. Auch die Provinz Kunar liegt an der pakistanischen Grenze.

Seit Beginn des Afghanistan-Einsatzes im Jahr 2001 kamen insgesamt 46 deutsche Soldaten ums Leben. 28 davon starben im Gefecht oder bei Anschlägen. Um ein Vielfaches höher ist die Zahl der getöteten afghanischen Kämpfer und vor allem Zivilisten, darunter zahlreiche Kinder.

(1) http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,746363,00.html
 

Kurzmeldungen im Überblick

Militärbeobachter: Deutschland schickt Soldaten nach Syrien

(16.05.2012/hg/dpa)

Deutschland beteiligt sich dem Beobachtereinsatz der Vereinten Nationen in Syrien. Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch die Entsendung von bis zu zehn Soldaten, die allerdings unbewaffnet sind. Zunächst soll nur ein einziger Stabsoffizier in die Krisenregion entsendet werden.

Ende Mai soll die UN-Truppe für Syrien (UNSMIS) 300 Militärbeobachter umfassen. Derzeit sind dort etwa 190 Blauhelm-Beobachter, die aus Sicherheitsgründen stets in gepanzerten Fahrzeugen unterwegs sind. Die Truppe soll auf Beschluss des UN-Sicherheitsrats helfen, den Friedensplan des internation [ ... ]


Frankfurter Occupy-Camp geräumt, demokratische Versammlungen verboten

(16.05.2012/hg/dpa)

Die Polizei hat am Mittwoch dass Frankfurter Protest-Camp geräumt. Mit Lautsprechern waren die Bewohner des Occupy-Zeltlagers zuvor aufgefordert worden, den Platz vor der Europäischen Zentralbank (EZB) zu verlassen. Danach fingen die Beamten an, die Bewohner aus dem Camp zu tragen.

Die Polizisten waren mit einem großen Aufgebot im Einsatz. Sie wurden von einigen Aktivisten, die mit Farbeimern in Kinderplanschbecken saßen, mit Farbe bespritzt. Begleitet wurde die rund einstündige Wegtrageaktion von Trommeln und Rufen der Demonstranten wie „Wir bleiben hier“.
Nach Po [ ... ]


Rom will Anti-Terror-Maßnahmen verschärfen

(14.05.2012/hg/dpa)

Nach Anschlägen auf einen Atommanager in Genua und die Steuereinzugsbehörde in Livorno will die italienische Regierung einen Anti-Terror-Plan auflegen. Die Sicherheitsvorkehrungen sollen verschärft werden. Innenministerin Anna Maria Cancellieri nannte aber am Montag keine Details. Zunächst seien die örtlichen Sicherheitsbehörden zuständig, die bereits ihre entsprechenden Gremien einberufen hätten. Am Donnerstag will der nationale Sicherheitsausschuss zusammenkommen, um über Maßnahmen zu beraten. Zu den Anschlägen hatte sich eine anarchistische Gruppe bekannt.

Die  [ ... ]


Janukowitsch nennt EM-Boykottdrohungen bedeutungslos

(14.05.2012/hg/dpa)

Der ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch bezeichnete die Debatte über die inhaftierte frühere Regierungschefin Julia Timoschenko als Belastung für das das Land. Zugleich bezeichnete er Boykottdrohungen gegen die Fußball-EM am Montag aber als bedeutungslos.

„Wenn jemand nicht in die Ukraine reisen will, ist das seine Sache“, sagte Janukowitsch nach der Eröffnung eines rund 30 Millionen Euro teuren Flughafenterminals für die Europameisterschaft in Donezk. Er sei überzeugt, dass das Turnier, das die Ukraine mit Polen ausrichtet, reibungslos ablaufe. Man werde s [ ... ]


Frankfurt: Lautstarke Proteste gegen Flughafenlärm

(11.05.2012/hg/dpa)

Demonstranten haben bei der Hauptversammlung des Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport gegen den Fluglärm an Deutschlands größtem Flughafen protestiert. Sie beschallten am Freitag die anreisenden Aktionäre mit lauter Musik und Geräuschen.

Die rund 100 Demonstranten verlangten von dem vom Land Hessen (31,49 Prozent) und der Stadt Frankfurt (20,11 Prozent) beherrschten M-Dax-Konzern unter anderem eine Begrenzung des Flugverkehrs, eine Ausdehnung des Nachtflugverbots sowie die Schließung der erst im Oktober eröffneten neuen Landebahn. Fraport-Chef Stefan Schulte verwi [ ... ]


„Qualitätsjournalismus“: Bild-Vize wird Focus-Chef

(11.05.2012/hg/dpa)

Jörg Quoos (48), Stellvertreter des Bild-Chefredakteurs Kai Dieckmann, wird Anfang 2013 Chefredakteur des Nachrichtenmagazins Focus, dem konservativen Flaggschiff des Burda-Konzerns.

Er übernimmt den Posten von Uli Baur (56), der neben Helmut Markwort Focus-Herausgeber wird, wie der Verlag Hubert Burda Media am Freitag in München mitteilte. Markwort und Baur hatten das Nachrichtenmagazin als Konkurrenz zum Spiegel ab dem Jahr 1992 gemeinsam aufgebaut, die erste Ausgabe erschien im Januar 1993.

Quoos arbeitet seit 1992 bei der Bild-Zeitung, im Jahr 2004 wurde er Stellvertr [ ... ]