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Mittwoch, 22. Februar 2012  

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Von Bhopal nach Olympia: Indien fordert Ausschluss des Sponsors Dow Chemical

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(27.01.2012/hg/dpa)

Indiens Nationales Olympisches Komitee (IOA) hat zum wiederholten Male den Ausschluss des Chemiekonzerns Dow Chemical als Sponsor der Olympischen Spiele in London gefordert. In einem am Freitag in Neu Delhi veröffentlichen offenen Brief wird IOC-Präsident Jacques Rogge dazu aufgerufen, „die Angelegenheit umgehend zu klären“. Das Internationale Olympische Komitee dürfe sich nicht mit dem „giftigen Erbe“ von Dow Chemical belasten, sagte IOA-Chef Vijay Kumar Malhotra.

Das Unternehmen ist Rechtsnachfolger des US-Konzerns Union Carbide, der für eine der größten Chemiekatastrophen der Geschichte verantwortlich ist. Das Unglück von 1984 in der zentralindischen Stadt Bhopal forderte mehr als 20.000 Menschenleben. Zehntausende wurden chronisch krank und leiden bis heute unter den Folgen.

Das Olympia-Sponsoring von Dow Chemical sorgt seit Monaten für Schlagzeilen. Im November hatte ein indischer Politiker zum Boykott der Spiele aufgerufen. Wenig später wandte sich das IOA in der Sache erstmals offiziell an IOC-Chef Rogge. In London räumte am Donnerstag zudem die Vorsitzende der Nachhaltigkeitskommission der Spiele, Meredith Alexander, aus Protest gegen Dow Chemical ihren Posten.
 

Kurzmeldungen im Überblick

Bundespräsidentenwahl: Georg Schramm will nicht kandidieren

(22.02.2012/hg/dpa)

Der Kabarettist Georg Schramm will nicht für das Bundespräsidentenamt kandidieren. Das sagte seine Frau Isa Fritz der taz am Mittwoch. Der 62-jährige Schramm war vom Linken-Jugendverband Solid und der Piratenpartei als Gegenkandidat zu Joachim Gauck ins Gespräch gebracht worden. Der frühere Linke-Vorsitzende Oskar Lafontaine hatte von einem „interessanten Vorschlag“ gesprochen.

Einem Bericht der taz zufolge hat sich Schramm überrascht und beeindruckt über die Diskussion um ihn gezeigt. In einer Stellungnahme habe er aber bekundet, er wolle weiterhin mit „Mitteln [ ... ]


Afghanistan: Viele Tote bei Protesten gegen Koranverbrennung

(22.02.2012/hg/dpa)

Die Proteste gegen Koranverbrennungen durch US-Soldaten in Afghanistan sind eskaliert: Bei Zusammenstößen wurde am Mittwoch der Tod von mindestens sieben Demonstranten gemeldet.

Die Regierung der nördlich von Kabul gelegenen Provinz Parwan teilte mit, im Distrikt Schinwari seien sechs Menschen getötet und 13 verletzt worden. Aus Sicherheitskreisen im ostafghanischen Dschalalabad hieß es, bei Zusammenstößen in der Hauptstadt der Provinz Nangarhar sei ein Demonstrant ums Leben gekommen.

In Parwan hätten die Demonstranten versucht, die Distriktverwaltung zu stürmen, u [ ... ]


Veteranentag stößt auf geteiltes Echo

(16.02.2012/hg/dpa)

Der Vorstoß für einen Veteranentag zum Heldengedenken bei der Bundeswehr stößt in der Opposition auf Vorbehalte. „Das wäre bei uns eher künstlich aufgesetzt“, sagte der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rainer Arnold, am Donnerstag.

Zustimmend äußerten sich hingegen die Soldatenverbände. Auch der Wehrbeauftragte Hellmut Königshaus (FDP) befürwortet einen Ehrentag für Bundeswehr-Soldaten, die vorgeschlagene Kopplung an den Volkstrauertag lehnt er jedoch ab.

Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) hatte auf seiner USA-Reise e [ ... ]


Vor der Präsidentschaftswahl: Gewalt im Jemen eskaliert

(16.02.2012/hg/dpa)

Wenige Tage vor der geplanten Präsidentschaftswahl hat es im Jemen Gefechte und Terroranschläge gegeben. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen soll ein angeblicher Al-Qaeda-Kommandeur namens Tarik al-Dhahab von seinem Halbbruder Hasam getötet worden sein. Hasam habe eine jüngste Aktion der Truppe seines Bruders in der Stadt Radda missbilligt, heißt es.

Al-Dhahab hatte im vergangenen Monat zusammen mit etlichen Kämpfern die Stadt Radaa, 150 Kilometer südöstlich von Sanaa, unter seine Kontrolle gebracht. Nach einer Versöhnungskonferenz, bei der unter anderem die Freilas [ ... ]


Wieder NATO-Massaker in Afghanistan. Acht Kinder getötet

(15.02.2012/hg/dpa)

Ein Massaker der NATO -Truppen an der afghanischen Zivilbevölkerung hat die dortige Einsatzleitung zu einem Schuldeingeständnis genötigt.

Nachdem in der vergangenen Woche wieder einmal acht Kinder bei einem Luftangriff in der ostafghanischen Provinz Kapisa ums Leben gekommen waren, hat Isaf-Kommandeur John Allen nach einer Mitteilung vom Mittwoch den Angehörigen der Opfer sein Bedauern ausgedrückt. Er sicherte zu, solche Vorfälle künftig zu vermeiden. Es werde untersucht, wie es zu dem Bombardement mit zivilen Opfern kommen konnte.

Eine zivile afghanische Untersuchun [ ... ]


Euro-Volksentscheid: Seehofer von CSU kritisiert

(15.02.2012/hg/dpa)

Die CSU-Europagruppe geht deutlich auf Distanz zur Forderung von Parteichef Horst Seehofer, die Bürger in Deutschland über die sogenannte Euro-Rettung abstimmen zu lassen. „Währungsfragen haben – mit Verlaub – in Volksabstimmungen nichts zu suchen“, sagte Europagruppenchef Markus Ferber nach Beratungen der CSU-Europaparlamentarier der Nachrichtenagentur dpa.

Seehofer hatte am Montag gefordert, nach schweizerischem Vorbild bundesweite Volksentscheide einzuführen. Infrage kämen Volksentscheide für grundlegende Fragen wie die Abgabe von Souveränitätsrechten an d [ ... ]