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Selbsttötung oder Mord: Ensslin und Lehmann beantragen neues RAF-Ermittlungsverfahren

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(19.10.2012/hg)

Vor 33 Jahren starben die RAF-Mitglieder Andreas Baader und Gudrun Ensslin unter bis heute noch nicht vollständig geklärten Umständen im Hochsicherheitstrakt des Gefängnisses Stuttgart-Stammheim. Jan-Carl Raspe verstarb im Krankenhaus. Irmgard Möller überlebte mit schweren Stichverletzungen. Die offizielle Version, dass es sich um den Versuch einer kollektiven Selbsttötung gehandelt habe, wurde von vielen Beobachtern von Anfang an in Zweifel gezogen. Nun könnte der Fall wieder ins Rollen kommen.

Denn der Sachbuchautor Helge Lehmann („Die Todesnacht von Stammheim“, 2011) und Gottfried Ensslin, der Bruder von Gudrun Ensslin, haben am Donnerstag bei der Staatsanwaltschaft in Stuttgart beantragt, ein neues Verfahren zur Ermittlung der Todesursache einzuleiten. Das berichtete die Tageszeitung junge Welt (jW) am Freitag. (1) Während der öffentlichen Vorstellung des Antrags durch die beiden genannten Personen und die Linken-Bundestagsabgeordnete Ulla Jelpke habe Lehmann 31 Punkte genannt, die neu untersucht werden müssten.

„In aufwendiger Recherche hatte er zahlreiche mittlerweile freigegebene Gerichtsakten und Ermittlungsprotokolle durchkämmt, mit Zeitzeugen gesprochen und technische Versuche durchgeführt. Er stellt Fragen wie: Warum hatte Gudrun Ensslin, die sich angeblich selbst erhängt hatte, weitere Verletzungen am Körper? Wie kann es angehen, dass sich Baader und Raspe selbst erschießen, ohne dass an ihren Händen Schmauchspuren gefunden werden? Wieso sind auf beiden Pistolen keine Fingerabdrücke? Was hat es mit vier Patronen des Kalibers 9 mm auf sich, die einen NATO-Stempel trugen und im Estrich von Baaders Zelle entdeckt wurden? Woher kamen die schwarzen Limousinen, die ein Mitgefangener in der Todesnacht im Hof gesehen haben will?“, heißt es in der jW.


(1) http://www.jungewelt.de/2012/10-19/041.php
 

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Türkei: Menschenrechtskonvention teilweise außer Kraft gesetzt

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Großbritannien stimmt für Erneuerung der Atom-U-Boote

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Bundesweit deutlich mehr Abschiebungen

(20.07.2016/hg/dpa) Die Zahl der Abschiebungen hat im ersten Halbjahr 2016 bundesweit deutlich zugenommen. Fast alle Bundesländer steigerten die zwangsweisen oder überwachten Rückführungen abgelehnter Asylbewerber – allen voran Sachsen, das mit 2245 Abschiebungen die Zahl des ersten Halbjahres 2015 um mehr als das Vierfache übertraf, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Das Innenministerium in Nordrhein-Westfalen nahm für sich in Anspruch, mit 2167 Abschiebungen allein in den ersten fünf Monaten das bundesweite Ranking anzuführen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum w [ ... ]


Minister sieht keine IS-Vernetzung des Axt-Angreifers

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China untermauert Ansprüche im Südchinesischen Meer

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