hintergrund_old_english
Donnerstag, 18. Dezember 2014  

POLITIK

Inland
EU
Welt

WIRTSCHAFT

Inland
Welt
Finanzwelt

HINTERGRUND

Umwelt
Kriege
Terrorismus
Twitter oder Facebook?
Aus Gründen des Datenschutzes und der Sicherheit verzichtet Hintergrund ganz bewusst auf das Angebot sozialer Netzwerke.Von Facebook wissen wir, dass es seine Nutzer aktiv ausspäht.

ThyssenKrupp streicht 2000 Stahl-Jobs

Drucken E-Mail
(08.02.2013/hg/dpa)

Nach dem angekündigten Verkauf der defizitären Stahlwerke in Übersee setzt der angeschlagene Industriekonzern ThyssenKrupp den Rotstift an und streicht mindestens 2000 Stellen im europäischen Stahlgeschäft.

Die Maßnahmen sollen bis zum Geschäftsjahr 2014/15 umgesetzt sein, teilte der Konzern mit. ThyssenKrupp will in den nächsten drei Jahren rund zwei Milliarden Euro einsparen, davon rund 500 Millionen Euro in seinem europäischen Stahlgeschäft. Von rund 27.600 Mitarbeitern der  europäischen Stahlsparte sind in Deutschland rund 19.000 bei der Steel Europe AG beschäftigt, die laut der Rheinischen Post bereits auf der Verkaufsliste steht.

Bei den nun anlaufenden Gesprächen zur Umsetzung der Rationalisierungspläne fordern IG Metall und Betriebsrat einen Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen. „Niemand bei ThyssenKrupp darf arbeitslos werden“, sagte der NRW-Bezirksleiter der Gewerkschaft Knut Giesler. Die Rechnung für vergangenes Missmanagement dürfe jetzt nicht den Beschäftigten ausgestellt werden, forderte er. Notwendig seien nun Investitionen in eine nachhaltige Stahlstrategie am Standort Deutschland.

Hauptsächlich durch Milliardenverluste bei Stahlwerksprojekten in Brasilien und den USA war der Essener Konzern mit einem Minus von fünf Milliarden Euro im zurückliegenden Geschäftsjahr 2011/2012 tief in die roten Zahlen gerutscht. Aber nicht nur durch Fehlinvestitionen – auch durch eine Reihe von Kartell- und Korruptionsfällen wurde der Traditionskonzern erschüttert.
 

Kurzmeldungen im Überblick

Türkei: USA und EU kritisieren Razzia gegen Regierungsgegner

(15.12.2014/hg/dpa) Die USA und die EU haben die landesweite Razzia gegen Journalisten und angebliche Regierungsgegner in der Türkei kritisiert. Die USA appellierten „als Freund und Verbündeter“ an die türkischen Behörden, sicherzustellen, dass ihre Handlungen die demokratischen Fundamente des Landes nicht verletzen. Die EU verurteilte die Aktion als „unvereinbar mit der Freiheit der Medien“. Auch die Bundesregierung reagierte mit Unverständnis. Es sei nicht erkennbar, wie das gezielte Vorgehen der türkischen Polizei gegen Journalisten mit den Grundprinzipien von Meinungs- und [ ... ]


Hongkong: Polizei räumt letzte Straßenbarrikaden

(15.12.2014/hg/dpa) Nach mehr als zwei Monaten hat die Polizei in Hongkong die letzten Straßenblockaden der Protestbewegung geräumt. Polizisten rissen am Montag am Protestlager in Causeway Bay Barrikaden nieder. Mehr als ein Dutzend Demonstranten wurden festgenommen, die noch an dem Lager ausgeharrt hatten. Vergangene Woche hatte die Polizei das größte Protestlager im Stadtviertel Admiralty beendet. Noch immer harren wenige Aktivisten in einem kleinen Lager vor Hongkongs Parlament und in einem Lager vor dem britischen Konsulat aus. Im Gegensatz zu den anderen Protestlagern versperren di [ ... ]


Berlin: Müller neuer Regierender Bürgermeister

(11.12.2014/dpa) Der SPD-Politiker Michael Müller ist neuer Regierender Bürgermeister von Berlin. Mit 87 von insgesamt 146 Stimmen erreichte der 50-Jährige am Donnerstag im Abgeordnetenhaus im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit. Die Koalitionsfraktionen von SPD und CDU hatten zuvor angekündigt, geschlossen für Müller als Nachfolger von Klaus Wowereit (SPD) zu stimmen. Sie verfügen zusammen über 85 Mandate. Müller muss also auch Stimmen der Opposition bekommen haben. Er wurde unmittelbar nach der Wahl vereidigt. Zuvor hatte Abgeordnetenhauspräsident Ralf Wieland (SPD) das Rückt [ ... ]


Griechenland: Nikos Romanos beendet Hungerstreik

(11.12.2014/hg/dpa) Der wegen eines Banküberfalls zu 16 Jahren Gefängnis verurteilte griechische Anarchist Nikos Romanos hat seinen im November begonnenen Hungerstreik am Mittwoch abgebrochen. Zuvor hatte das Parlament nach einer Intervention von Staatspräsident Karolos Papoulias eine Gesetzesänderung gebilligt. Mit dieser wird Häftlingen erlaubt, ihr Studium fortzusetzen, indem sie Hafturlaub bekommen und dabei eine elektronische Fußfessel tragen. Der Fall des 21-jährigen Nikos Romanos hatte in den vergangenen Wochen wiederholt Proteste ausgelöst. Am Mittwoch hatte ein Unbekannter b [ ... ]


Libanon: Frau und Sohn von IS-Chef festgenommen

(02.12.2014/hg/dpa) Die libanesische Armee hat eine Frau und einen Sohn des Anführers der in Syrien und dem Irak aktiven Terrormiliz Islamischer Staat (IS), Abu Bakr al-Bagdadi, festgenommen. Beide seien bereits in den vergangenen Tagen bei der Einreise aus Syrien aufgegriffen worden, sagte ein Mitglied der Sicherheitsbehörden der dpa am Dienstag. Bei der Frau handele sich um eine Syrerin, sie sei die Zweitfrau Al-Bagdadis und habe versucht, mit gefälschten Papieren in den Libanon einzureisen. Nach Angaben der libanesischen Nachrichtenseite As-Safir erfolgte die Festnahme nach Informatione [ ... ]


Piloten bestreiken Lufthansa

(02.12.2014/hg/dpa) Am Lufthansa-Drehkreuz Frankfurt herrschte am Dienstagmorgen meist Stillstand. Wie auch in München hat die Pilotengewerkschaft „Vereinigung Cockpit“ ihren Kurzstreckenstreik vom Vortag auf alle Lufthansa-Flüge inklusive der Fernverbindungen ausgeweitet. Der Ausstand sollte bis Mitternacht andauern. Die Frachtsparte Lufthansa Cargo reagierte insbesondere mit Flugverlegungen auf die Streikdrohung, komplett absagen musste sie nach Firmenangaben keinen Frachtflug. Lufthansa hat wegen der mittlerweile neunten Streikwelle nach eigenen Angaben von Montag bis Mittwoch knapp [ ... ]