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ThyssenKrupp streicht 2000 Stahl-Jobs

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(08.02.2013/hg/dpa)

Nach dem angekündigten Verkauf der defizitären Stahlwerke in Übersee setzt der angeschlagene Industriekonzern ThyssenKrupp den Rotstift an und streicht mindestens 2000 Stellen im europäischen Stahlgeschäft.

Die Maßnahmen sollen bis zum Geschäftsjahr 2014/15 umgesetzt sein, teilte der Konzern mit. ThyssenKrupp will in den nächsten drei Jahren rund zwei Milliarden Euro einsparen, davon rund 500 Millionen Euro in seinem europäischen Stahlgeschäft. Von rund 27.600 Mitarbeitern der  europäischen Stahlsparte sind in Deutschland rund 19.000 bei der Steel Europe AG beschäftigt, die laut der Rheinischen Post bereits auf der Verkaufsliste steht.

Bei den nun anlaufenden Gesprächen zur Umsetzung der Rationalisierungspläne fordern IG Metall und Betriebsrat einen Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen. „Niemand bei ThyssenKrupp darf arbeitslos werden“, sagte der NRW-Bezirksleiter der Gewerkschaft Knut Giesler. Die Rechnung für vergangenes Missmanagement dürfe jetzt nicht den Beschäftigten ausgestellt werden, forderte er. Notwendig seien nun Investitionen in eine nachhaltige Stahlstrategie am Standort Deutschland.

Hauptsächlich durch Milliardenverluste bei Stahlwerksprojekten in Brasilien und den USA war der Essener Konzern mit einem Minus von fünf Milliarden Euro im zurückliegenden Geschäftsjahr 2011/2012 tief in die roten Zahlen gerutscht. Aber nicht nur durch Fehlinvestitionen – auch durch eine Reihe von Kartell- und Korruptionsfällen wurde der Traditionskonzern erschüttert.
 

Kurzmeldungen im Überblick

Immer mehr Länder erkennen den Staat Palästina an

(14.10.2014/hg/dpa) Seit Jahrzehnten bemühen sich die Palästinenser um die Anerkennung Palästinas als unabhängiger Staat. 1988 proklamierte die PLO einen unabhängigen Staat in den von Israel 1967 besetzten Gebieten. Rund 60 Länder erkannten damals ihren Staat an, darunter arabische Staaten, die UdSSR und die DDR. In den folgenden zwei Jahrzehnten folgten Dutzende weitere Länder. Im November 2011 scheiterte Palästinas Antrag auf UN-Vollmitgliedschaft am dafür zuständigen Sicherheitsrat. Bis dahin hatten schon rund 130 Länder Palästina anerkannt. Im Dezember 2011 folgte Island –  [ ... ]


Katalonien: Verzicht auf Unabhängigkeitsreferendum

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„Gegen den Imperialismus kämpfen“ – Morales siegt bei Präsidentenwahl in Bolivien

(13.10.2014/hg/dpa) Evo Morales steht vor einer dritten Amtszeit als Präsident in Bolivien. Nachwahlbefragungen sahen den 54-jährigen Kandidaten der linken Bewegung zum Sozialismus (MAS) bei 60 Prozent der Stimmen, wie die staatliche Nachrichtenagentur ABI am Sonntagabend meldete. Ein vorläufiges Endergebnis soll es nach Angaben der Wahlbehörden am Montag geben. Morales erklärte sich aber bereits zum Sieger. Seine Wiederwahl widmete er „allen Völkern der Erde, die gegen den Imperialismus kämpfen“. Die Opposition rief er zur Zusammenarbeit auf. Hinter Morales landete den Nachwahlbe [ ... ]


Ministerium: Noch keine Entscheidung über deutsche Drohne gefallen

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US-Luftangriffe in Syrien: „Rebellen“ solidarisieren sich mit Al-Qaida

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Neuer NATO-Einsatz in Afghanistan steht – 12 000 Soldaten ab 2015

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