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Ölpreise fallen erstmals seit zwölf Jahren unter 31 Dollar

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(12.01.2016/hg/dpa)

Die Ölpreise haben am Dienstag ihre Talfahrt fortgesetzt. Erstmals seit zwölf Jahren fielen die wichtigsten Ölpreise unter 31 US-Dollar. Ein Ende der Talfahrt ist angesichts des hohen Angebots an Rohöl, der eher schwachen Nachfrage und des festen Dollars kurzfristig nicht in Sicht.

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Februar fiel am Dienstag zeitweise bis auf 30,43 US-Dollar – der niedrigste Stand seit 2004. Zuletzt erholte sich der Preis ein wenig und lag bei 31,12 Dollar. Das sind immer noch 43 Cent weniger als am Vortag. Auch die US-Sorte WTI sackte mit 30,41 Dollar auf den tiefsten Stand seit zwölf Jahren. Zuletzt wurde WTI mit 30,85 Dollar gehandelt.

Das bereits hohe Angebot an Rohöl könnte noch größer werden. Der Iran dürfte bald wieder mehr exportieren, da die endgültige Aufhebung der Sanktionen offenbar näher rückt. „Meine Erwartung ist, dass dieser Tag recht bald kommen wird“, sagte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini am Montag. Es gebe aber noch keinen festen Termin. Voraussetzung sei, dass der Iran alle Verpflichtungen aus dem Atomabkommen erfülle. In diesem Umfeld hat auch die Erholung am chinesischen Aktienmarkt die Ölpreise nicht gestärkt.

Zur Stützung der Preise stellte Nigerias Ölminister Emmanuel Kachikwu ein Treffen der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) für Anfang März in Aussicht. Schließlich leide nun auch Saudi-Arabien, das wichtigste Land des Kartells, unter den niedrigen Preisen. Man sei bereits in informellen Gesprächen mit Ölförderländern außerhalb des Kartells wie Russland. Zuletzt war die OPEC bisher nicht in der Lage, sich auf ein gemeinsames Vorgehen zu einigen.

Die Experten der Commerzbank erwarten daher einen weiteren Rückgang der Ölpreise. Viele Investoren, die auf steigende Preise gesetzt hätten, seien durch den Preisrutsch von zwanzig Prozent zu Jahresbeginn auf dem falschen Fuß erwischt worden. Diese versuchten nun, Verluste zu begrenzen, was weiteren Druck auf die Preise ausüben könnte.

Die Analysten vom Bankhaus Metzler halten eine Preisstabilisierung aber dennoch für möglich. Sie verweisen auf die gesunkene Zahl der Ölplattformen in den USA im Jahr 2015. Angesichts der niedrigen Preise werden Ölbohrlöcher geschlossen.

Auch der OPEC-Preis für Rohöl fiel erneut. Das OPEC-Sekretariat teilte am Dienstag mit, der Korbpreis habe am Montag 27,07 Dollar pro Barrel betragen. Das waren 1,39 Dollar weniger als am Freitag. Die OPEC berechnet ihren Korbpreis auf Basis der zwölf wichtigsten Sorten des Kartells.

 

Kurzmeldungen im Überblick

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Neuer NSU-Ausschuss im Stuttgarter Landtag nimmt Arbeit auf

(19.09.2016/hg/dpa) Mit der Befragung eines Politikwissenschaftlers zum Ku-Klux-Klan hat der zweite NSU-Untersuchungsausschuss im Landtag von Baden-Württemberg seine öffentliche Arbeit aufgenommen. Das Gremium ging am Montag der Frage nach, ob der rassistische Verbund in Schwäbisch Hall Verbindungen zum „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) hatte. Bisher ist bereits bekannt, dass der deutschen Sektion des Klu-Klux-Klans rund zwanzig Personen angehört haben. In einem Klan im Raum Schwäbisch Hall waren zwei Polizisten aus Baden-Württemberg Mitglieder. Einer der Beamten war spät [ ... ]


Nach Anschlag in New York: Paketbomben in New Jersey entdeckt

(19.09.2016/hg/dpa) Am Bahnhof des Ortes Elizabeth im US-Bundesstaat New Jersey ist nach Angaben der Bundespolizei FBI ein verdächtiges Paket mit mehreren Bomben entdeckt worden. Örtliche Medien sprachen von fünf Sprengsätzen. Einer der improvisierten Sprengsätze sei beim Versuch, ihn zu entschärfen, explodiert, teilte das FBI in der Nacht zum Montag (Ortszeit) per Twitter mit. Es sei aber niemand verletzt worden. Das FBI gab nicht an, wie viele Bomben in dem Paket platziert waren. Der Bürgermeister von Elizabeth, Chris Bollwage, bestätigte Berichte, wonach die Bomben in einem Rucksa [ ... ]


Milliardenübernahme: Bayer kauft Monsanto

(14.09.2016/dpa) Die Milliardenübernahme des US-Biotechnologiekonzerns Monsanto durch Bayer ist perfekt. Das teilte Bayer am Mittwoch in Leverkusen nach einer Sitzung des Aufsichtsrats mit. Der Pharma- und Agrarchemiekonzern hatte das Angebot für Monsanto zuvor noch einmal erhöht. Vorausgegangen war ein monatelanges Ringen der beiden Konzerne. Bayer und Monsanto unterzeichneten eine bindende Fusionsvereinbarung, die Bayer die Übernahme von Monsanto für 128 US-Dollar je Aktie in bar ermöglicht. Das entspricht einem Kaufpreis von rund 66 Milliarden Dollar (knapp 59 Milliarden Euro). Der [ ... ]


Juncker-Plan: Mehr als 600 Milliarden Investitionen gegen Wirtschaftsflaute

(14.09.2016/hg/dpa) Mit neuen Milliardeninvestitionen gegen die Wirtschaftsflaute und dem Versprechen verbesserter Sicherheit nach innen und außen will die Europäische Union aus ihrer tiefen Krise herauskommen. Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker präsentierte am Mittwoch dem Europaparlament ein ganzes Bündel konkreter Projekte – vom freien WLAN auf öffentlichen Plätzen bis zum Hilfsplan für Afrika – und bekam dort auch einige Rückendeckung. Als nächstes berät am Freitag das EU-Treffen in Bratislava, wo die Prioritäten liegen sollen, um Europa zu einen und die Bürger daf [ ... ]


Hartz-IV-Sätze steigen

(30.08.2016/dpa) Hartz-IV-Bezieher sollen vom kommenden Jahr mehr Geld bekommen. So soll der monatliche Regelsatz für alleinstehende Langzeitarbeitslose von derzeit 404 Euro auf 409 Euro im Monat steigen, für Paare von 364 auf 368 Euro pro Partner. Die größte Steigerung gibt es mit 21 Euro mehr bei den 6- bis 13-Jährigen auf dann 291 Euro im Monat. Das sieht ein Gesetzentwurf von Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) vor, wie am Dienstag aus Regierungskreisen verlautete. Zuerst hatte die Bild-Zeitung über den Entwurf berichtet. Der Regelsatz für Kinder bis zu sechs Jahren bleibt unver [ ... ]