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Syrien-Krieg: Beginn der Friedensgespräche verschoben

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(25.01.2016/hg/dpa)

Der Beginn der für den heutigen Montag angesetzten Syrien-Friedensgespräche in Genf wurde verschoben. Der UN-Sondergesandte Staffan de Mistura solle schnell ein neues Datum für die Verhandlungen bekanntgeben, forderten der russische Außenminister Sergej Lawrow und sein US-amerikanischer Amtskollege John Kerry nach Moskauer Angaben am Montag. In einem Telefonat sprachen die beiden Chefdiplomaten demnach auch über den Kampf gegen den Terrorismus. Eine Verschiebung zeichnete sich schon seit Tagen ab, weil unklar war, welche Vertreter der Regierungsgegner an den Verhandlungen teilnehmen sollten.

John Kerry hat unterdessen Berichte zurückgewiesen, die USA wollten die syrische Opposition mit Drohungen zur Teilnahme an den geplanten Friedensgesprächen in Genf zwingen. Er habe dem von mehreren Oppositionsgruppen gebildeten Komitee nicht wie in arabischen Medien berichtet mit dem Entzug von US-Hilfen gedroht, sollten sie ihre Teilnahme an den Gesprächen verweigern. Das sagte Kerry am Montag in Laos. Er bekräftigte die „politische, finanzielle und militärische“ Unterstützung für die Rebellen. „Sie sind die Verhandlungspartei, sie werden die Zukunft entscheiden.“

An dem unter saudi-arabischer Regentschaft gebildeten Komitee sind auch islamistische Terrorgruppen beteiligt, deren Teilnahme an den Friedensgesprächen von Russland abgelehnt wird. Moskau möchte stattdessen auch die kurdischen Kräfte einbinden, was wiederum von dem Komitee abgelehnt wird. (1)

Kerry zeigte sich zuversichtlich, innerhalb der nächsten zwei Tage einen neuen Starttermin bekanntgeben zu können. Die Verhandlungen sollten dann ohne Vorbedingungen seitens der syrischen Regierung oder der Opposition beginnen.


 

Anmerkungen

(1) Siehe dazu: http://www.hintergrund.de/201601203822/politik/welt/syrien-krieg-streit-im-vorfeld-der-friedensgespraeche.html

 

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