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Al-Shabaab: US-Kampfdrohne in Somalia abgestürzt

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(15.02.2016/hg/dpa)

Die somalische Terrormiliz al-Shabaab ist nach eigenen Angaben im Besitz einer mit Raketen ausgerüsteten US-Drohne. Das unbemannte Fluggerät sei in einem bergigen Gebiet rund siebzig Kilometer außerhalb der Stadt Baardheere in der südlichen Provinz Gedo abgestürzt, erklärte al-Shabaab am Montag. Ein leitender Beamter der Provinz, Diyad Abdi, bestätigte den Absturz einer Drohne, wollte aber zunächst keine Einzelheiten nennen.

Die Drohne sei mit sechs Raketen und anderer militärischer Ausrüstung abgestürzt, erklärte die Terrormiliz dem Radiosender Andalus. Die islamischen Extremisten machten keine Angaben zum Zeitpunkt des Absturzes. Zudem blieb unklar, inwiefern die Raketen und die Ausrüstung noch funktionsfähig waren.

Bei Drohnenangriffen in Somalia wurden bereits mehrere hochrangige al-Shabaab-Mitglieder getötet. Die US-Streitkräfte und -Geheimdienste setzen seit Jahren in mehreren Ländern Drohnen zur Informationsbeschaffung und zu gezielten Tötungen ein.

Am Wochenende bekannte sich die Terrormiliz zudem zu einem Anschlag auf eine Passagiermaschine von vor zwei Wochen. An Bord des Airbus A321 der Daallo Airlines war am 2. Februar kurz nach dem Start in Mogadischu eine Bombe explodiert. Die Explosion riss ein etwa ein Meter hohes Loch in die Außenhülle des Flugzeugs, durch das der Attentäter nach außen geschleudert wurde.

Der Pilot konnte das Flugzeug noch in Mogadischu notlanden. Alle außer dem Attentäter überlebten. Wäre die Bombe erst nach Erreichen der Reiseflughöhe gezündet worden, wäre eine Katastrophe Experten zufolge wohl unausweichlich gewesen.

Der Anschlag galt al-Shabaab zufolge eigentlich einer Maschine der Turkish Airlines. Daallo Airlines hatte nach dem Zwischenfall erklärt, dass der mutmaßliche Attentäter an jenem Tag auf einem Flug von Turkish Airlines gebucht war. Daallo beförderte ihn und weitere Passagiere nur Richtung Dschibuti, weil Turkish Airlines den eigenen Flug kurzfristig abgesagt hatte.

Bei dem Anschlag auf das Passagierflugzeug  habe es sich um eine Vergeltungsmaßnahme für Verbrechen westlicher „Kreuzfahrer“ in Somalia gehandelt, hieß es in der Botschaft vom Samstag. Die Angaben der sunnitischen Terrormiliz, die in Somalia einen sogenannten Gottesstaat errichten will,  konnten nicht unabhängig bestätigt werden.

Die Islamisten kämpfen seit Jahren um die Vorherrschaft in dem Land am Horn von Afrika. Eine internationale Friedensmission von mehr als zwanzigtausend Soldaten versucht, der Terrormiliz Einhalt zu gebieten.

 

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