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Von MAHDI DARIUS NAZEMROAYA, 30. Januar 2009 -
Israels nächster Krieg:
Heute Gaza, morgen Libanon ... -
Im Nahen Osten ist man überwiegend der Meinung, dass der
Krieg gegen Gaza eine Ausweitung des Krieges gegen Libanon aus dem Jahr 2006
ist. Fraglos gehört der Krieg im Gazastreifen zu ein und demselben Konflikt.
Außerdem haben Tel Aviv und Washington seit der israelischen
Niederlage 2006 nicht von ihrem Vorhaben abgelassen, Libanon in einen Satellitenstaat
zu verwandeln.
Premierminister Ehud Olmert teilte Präsident Nicolas Sarkozy
während seines Besuches in Tel Aviv Anfang Januar in aller Klarheit mit, dass
Israel heute die Hamas im Gazastreifen angreifen und morgen die Hisbollah in
Libanon bekämpfen würde.1
Libanon ist weiterhin im Fadenkreuz. Israel sucht nach einer
Rechtfertigung oder einem Vorwand, um einen weiteren Krieg gegen Libanon zu
beginnen.
Washington und Tel Aviv hatten sich zu Anfang erhofft,
Beirut durch ihre Marionetten in der "Allianz des 14. März"
kontrollieren zu können. Als es offensichtlich wurde, dass diese Akteure
Libanon nicht politisch beherrschen konnten, wurde das israelische Militär auf
Libanon losgelassen. Ihr Ziel war es, den endgültigen Sturz der Hisbollah und
ihrer politischen Verbündeten herbeizuführen.2
In den Gebieten, wo der Rückhalt der Hisbollah und ihrer politischen
Verbündeten am stärksten war, wurden die härtesten israelischen Angriffe 2006
als Teil eines Versuchs interpretiert, die Unterstützung aus der Bevölkerung
für die Hisbollah zu verringern, wenn nicht sogar zu beseitigen.
Nach dem Krieg 2006, der zweiten israelischen Niederlage in
Libanon, begannen Washington und Tel Aviv mit der Hilfe Jordaniens, der
Vereinigten Arabischen Emirate, Ägyptens und Saudi Arabiens, ihre Marionetten
in Libanon zu bewaffnen, um eine inländische militärische Option gegen die
Hisbollah und ihre Verbündeten zu haben. Als Folge der kurzlebigen inneren
Gewalttaten zwischen der libanesischen Opposition und der "Allianz des 14.
März" einerseits und dem Doha-Abkommen andererseits, das am 21. Mai 2008
in Katar als Resultat des Misserfolgs dieser inländischen militärischen Option
gegen die Hisbollah und ihre Verbündeten vereinbart wurde, wurde das
israelisch-amerikanische Ziel der Unterwerfung Libanons drastisch beeinträchtigt.
Eine "Nationale Einheitsregierung" wurde
geschaffen, in der die libanesische Opposition - nicht nur die Hisbollah - ein
Vetorecht über ein Drittel der Kabinettssitze erhielt und damit seitdem auch
den Posten des stellvertretenden Premierministers bekleidet.
Das Ziel in Libanon ist ein "Regimewechsel" und
die Unterdrückung jeglicher politischer Opposition. Aber wie soll dies
bewerkstelligt werden? Die Prognosen für die landesweiten Wahlen in Libanon
2009 sehen nicht günstig aus für die "Allianz des 14. März". Ohne
eine innenpolitische oder bewaffnete Option in Libanon, die in der Errichtung
einer US-unterstützten "Demokratie" resultieren könnte, haben
Washington und sein unfehlbarer israelischer Verbündeter die einzige
Möglichkeit gewählt: eine militärische Lösung, ein erneuter Krieg gegen
Libanon.3
Crossing Arms III: Israel simuliert einen
Zweifrontenkrieg gegen Libanon und Syrien
Dieser Krieg ist schon in der fortgeschrittenen
Planungsphase. Im November 2008, einen knappen Monat bevor Tel Aviv sein
Massaker im Gazastreifen begann, hat das israelische Militär Übungen für einen
Zweifrontenkrieg gegen Libanon und Syrien mit Namen Shiluv Zro'ot III (Crossing
Arms III) durchgeführt.4
Die militärischen Übungen beinhalteten eine große simulierte
Invasion sowohl Syriens als auch Libanons. Einige Monate vor den
israelischen Invasionsübungen hatte Tel Aviv zudem Beirut gewarnt, dass es ganz
Libanon, und nicht nur der Hisbollah, den Krieg erklären würde.5
Israel begründete diese Kriegsvorbereitungen damit, dass
die Hisbollah stärker geworden und seit dem Doha-Abkommen zum Partner der
libanesischen Regierung aufgestiegen sei. Das Abkommen wurde zwischen der
"Allianz des 14. März" und der libanesischen Opposition in Kartar vereinbart.
Es ist beachtenswert, dass die Hisbollah vor dem israelischen Krieg gegen
Libanon im Jahr 2006 Mitglied der libanesischen Regierungskoalition war.
Zweifellos wird Tel Aviv auch die Unterstützung der Hamas
in Gaza durch die Hisbollah ins Feld führen, um einen Vorwand für einen
Präventivkrieg - zur Bekämpfung des islamistischen Terrorismus - gegen Libanon
zu haben. In diesem Zusammenhang sagte Dell Lee Dailey, der Leiter der
Anti-Terror-Abteilung im US-Außenministerium, der Zeitung Al-Hayat in einem
Interview, dass ein israelischer Angriff des Libanons als Teil des Kampfs gegen
den Terror "unmittelbar bevorstände".6
Blitzkriegsvorbereitungen
Tel Aviv hat einen groß angelegten Blitzkrieg gegen ganz
Libanon ausgearbeitet, der eine unmittelbare Bodeninvasion mit einschließt.7 Kurz bevor das israelische Massaker im
Gazastreifen begann, hatten israelische Funktionäre und Generäle das
Versprechen abgelegt, dass kein libanesisches Dorf gegen den Zorn israelischer
Luftbombardements geschützt sein würde, ungeachtet der Religion, Sekte,
und/oder politischen Gesinnung.8
Im Wesentlichen hat Israel versprochen, Libanon gänzlich
zu zerstören. Israel hat zudem bekräftigt, dass in einem zukünftigen Krieg
gegen Libanon das gesamte Land zum Angriffsziel werde, nicht bloß die
Hisbollah. In der Praxis war dies aber schon 2006 bei den israelischen
Luftangriffen gegen Libanon der Fall.9
Die Jerusalem Post zitiert Brigadegeneral Michael
Ben-Baruch, einer derjenigen, die die Invasionsübungen beaufsichtigten, mit den
Worten: "Im letzten Krieg schossen wir, um die Aktivitäten der Hisbollah
zu unterbrechen" und "beim nächsten Mal werden wir schießen, um sie
zu zerstören".10
In der Folge der israelischen Niederlage 2006 räumte die
israelische Regierung ein, dass ihr "größter Fehler" gewesen sei, mit
Zurückhaltung gegen Libanon vorgegangen zu sein, anstatt es mit seiner gesamten
militärischen Stärke angegriffen zu haben. Israelische Funktionäre haben
vertraulich verlauten lassen, dass im Falle eines zukünftigen Krieges gegen die
Libanesen die gesamte zivile und staatliche Infrastruktur Ziel der Angriffe
werde.
Beiruts neue Verteidigungsdoktrin: Bedrohung der
israelischen Interessen und Ziele zur Kontrolle Libanons
Warum ist Libanon wieder einmal im Fadenkreuz?
Die Antwort auf diese Frage ist geopolitisch und
strategisch orientiert. Sie steht zudem in Verbindung mit dem politischen
Konsensprozess und den landesweiten Wahlen in Libanon 2009. Als Folge der
Formierung einer Einheitsregierung in Beirut unter dem neuen Präsidenten Michel
Suleiman (Sleiman), wurde eine neue proaktive Verteidigungsdoktrin für das Land
ins Auge gefasst. Das Ziel dieser Verteidigungsdoktrin ist es, Israel auf
Abstand zu halten und dem Land politische Stabilität und Sicherheit zu
verschaffen.
Bei dem Dialog zur "Nationalen
Verteidigungsstrategie", der von den 14 libanesischen Unterzeichnern des
Doha-Abkommens gehalten wurde, waren sich alle darin einig, dass Israel eine
Bedrohung Libanons darstelle.
In den Monaten vor der israelischen Militärkampagne gegen
Gaza wurden wichtige diplomatische und politische Schritte von Beirut
unternommen. Präsident Michel Suleiman, begleitet von mehreren Kabinettsmitgliedern,
besuchte Damaskus am 13.-14. August 2008 (sein erster bilateraler Staatsbesuch)
und Teheran am 24.-25. November 2008.
Danach war Jean Kahwaji, Generalstabschef der
libanesischen Streitkräfte, zu Konsultationen mit seinem syrischen Amtskollegen
General Al-Habib ebenfalls in Damaskus (29. November 2008). Während seines
Besuches dort traf General Kahwaji außerdem mit dem syrischen
Verteidigungsminister General Hassan Turkmani und dem syrischen Präsidenten
zusammen.11 Seine Reise folgte auf
den Besuch des libanesischen Innenministers, Ziad Baroud, in Syrien.12 Indes reiste Libanons
Verteidigungsminister Elias Murr zu einem offiziellen Staatsbesuch nach Moskau
(16. Dezember 2008).
Aus diesen Gesprächen wurde verlautet, dass sowohl Moskau
als auch Teheran den libanesischen Streitkräften, die zuvor Empfänger von
amerikanischen Verordnungen gewesen waren, Waffen zugesichert haben. Die
Vereinigten Staaten haben dem libanesischen Militär schon immer verboten,
jegliche schwere Waffen zu kaufen, die die Stärke des israelischen Militärs
anfechten würden.
Es wurde des Weiteren deutlich gemacht, dass Russland Beirut
10 MiG-29 Kampfjets im Einklang mit Libanons neuer Verteidigungsstrategie
schenken würde.13 Die Benutzung der
russischen MiG-29-Jets würde zudem die Installation von Frühwarn- und
Radarsystemen notwendig machen. Außerdem bemüht sich Libanon um russische
Panzer, Panzerabwehrraketen, Panzerfahrzeuge und Armeehubschrauber.14
Iran hat angeboten, das libanesische Militär im Rahmen
eines fünfjährigen iranisch-libanesischen Verteidigungsabkommens mit
Mittelstreckenraketen auszustatten.15
Im Rahmen seines Besuches in Iran führte Michel Suleiman Gespräche mit
Funktionären des iranischen Verteidigungsministeriums und besuchte eine
Ausstellung der iranischen Verteidigungsindustrie.
Während die Gespräche mit Moskau und Teheran darauf
abzielten, die libanesischen Streitkräfte zu bewaffnen, richteten sich die
Gespräche mit den Syrern auf die Errichtung und Stärkung eines gemeinsamen
Sicherheits- und Verteidigungssystems gegen israelische Angriffe.16
Einbindung der Hisbollah in die libanesischen
Streitkräfte
Überdies war Michel Aoun, der Anführer der Freien
Patriotischen Bewegung und des Blocks für Reform und Änderung im libanesischen
Parlament, vom 12. bis 16. Oktober 2008 (vor dem offiziellen Besuch von Michel
Suleiman) in Teheran und später auch in Damaskus (3. bis 7. Dezember 2008).17 Michel Aoun, die zentrale Figur im
"politischen Konsens" hat sein politisches Bündnis mit der Hisbollah
bekräftigt und nochmals beteuert.
Obwohl er sich für eine friedliche Entwaffnung der
Hisbollah innerhalb einer libanesischen Verteidigungsstrategie ausspricht, hat
er akzeptiert, dass Hisbollah-Kämpfer letztendlich in die libanesische Armee
eingebunden werden. Dieser Entwaffnungsprozess würde nur stattfinden, wenn der
richtige Zeitpunkt gefunden werden kann und Israel keine Bedrohung mehr für
Libanon darstellt. Die Hisbollah hat dieser Regelung auf breiter Linie
zugestimmt, sobald die Sicherheitslage
Libanons nicht mehr durch Israel bedroht wird. Diese Haltung zur
Bewaffnung der Hisbollah ist genauer im Abschnitt 10 (Der Schutz Libanons) des
"Memorandum of Understanding" (MoU) mit der Hisbollah erklärt, das
Michel Aoun am 6. Februar 2006 im Namen seiner Partei, der Freien Patriotischen
Bewegung, unterzeichnete.
Im Anschluss an seine Rückkehr aus Teheran präsentierte
Aoun des Weiteren seinen Vorschlag für die Gestaltung einer neuen libanesischen
Verteidigungsstrategie und versprach, dass das Ergebnis seines Besuches in Iran
innerhalb von sechs Monaten konkrete Formen annehmen würde. Aoun erklärte
darüber hinaus, dass Iran als "bedeutende regionale Staatsmacht zwischen
Libanon und China" von strategischer Bedeutung für die libanesischen
Interessen sei.18
Washingtons politische Kohorten in Libanon sind alarmiert
ob der Richtung, die Libanon im Rahmen seiner neuen Verteidigungsstrategie
einschlägt. Sie kritisierten die Waffenkäufe aus Iran und die Kooperation in
der Verteidigungspolitik mit Syrien. Hierin eingeschlossen sind Angriffe auf
General Jean Kahwajis Besuch in Syrien, der vom gesamten libanesischen Kabinett
angeordnet wurde.19 Dazu kommt, dass es
innerhalb dieser pro-amerikanischen Kräfte in Libanon einen Schub in Richtung
einer "neutralen Verteidigungspolitik" für Libanon im Nahen Osten
"nach Schweizer Vorbild" gegeben hat. Von so einer
"neutralen" Position würden die USA und Israel geopolitisch und
strategisch profitieren. Natürlich erweist sich so eine Position innerhalb
Libanons in Anbetracht eines sich abzeichnenden militärischen Angriffs Israels
als eher unbeliebt.
Beendigung des israelisch-amerikanischen Drucks auf
Beirut in Bezug auf die Einbürgerung palästinensischer Flüchtlinge
Die Gestaltung einer neuen proaktiven Verteidigungsdoktrin
impliziert, dass die Hisbollah-Kämpfer in die libanesischen Streitkräfte
eingegliedert und die bestehenden paramilitärischen Kräfte der Hisbollah
aufgelöst werden, sobald gewisse Bedingungen erfüllt wären.
Demzufolge wäre eine der politischen Schlüsselfragen
Libanons gelöst. Mit der Integration von Hisbollah-Kämpfern in die nationale
Armee und mit der militärischen Hilfe Russlands und Irans würde Libanon ein
Verteidigungspotential erlangen, mit dem es der Bedrohung eines militärischen
Angriffs Israels begegnen könnte. Diese Entwicklungen, die entgegen dem
vorherrschenden Muster der amerikanischen Satellitenregime im Nahen Osten nach
dem Vorbild Ägyptens und Saudi Arabiens laufen, haben Tel Aviv, Washington und
London in Alarmbereitschaft versetzt.
Als Antwort auf Libanons Annäherung an Russland und Iran
wurden im Dezember eilig zwei höhere Beamte des US-Außenministeriums nach
Beirut entsandt.20 Während dieser Mission
erneuerten Dell Lee Dailey, Koordinator der Anti-Terror-Abteilung im
US-Außenministerium, und David Hale, Deputy-Assistant Secretary verantwortlich
für Angelegenheiten im Nahen Osten, die verhüllten Androhungen eines israelischen
Angriffs gegen Libanon und schoben nebenbei der Hisbollah die Schuld dafür zu.21 Diese Drohungen sind an ganz Libanon
gerichtet. Sie zielen darauf ab, die Ausarbeitung der neuen libanesischen
Verteidigungsdoktrin zu stören.
Für Israel, die USA und die NATO läuft die Zeit ab, in der
sie die Umsetzung von Beiruts neuer nationaler Verteidigungsdoktrin behindern
können.
Israel hätte seinen Rechtfertigungsgrund für militärische
Einfälle in Libanon verloren, sollte die Hisbollah eine vollwertige politische
Partei im Rahmen einer neuen libanesischen Verteidigungsstrategie werden. Wenn
dann noch Beirut in der Lage wäre, im Rahmen eines neuen
Verteidigungsarrangements seine Grenzen gegen militärische Drohungen Israels zu
schützen, würde dies nicht nur Tel Avivs Ambitionen beenden, Libanon politisch
und ökonomisch zu dominieren. Es würde darüber hinaus auch den israelischen
Druck auf Libanon beenden, palästinensische Kriegsflüchtlinge einzubürgern.
Diese warten darauf, in das von Israel besetzte Land ihrer Vorfahren
zurückzukehren.
Das Problem der Einbürgerung von Palästinensern in Libanon
steht offensichtlich auch in Zusammenhang mit dem politischen Konsensprozess
und der neuen libanesischen Verteidigungsstrategie und wurde von Michel
Suleiman mit iranischen Beamten in Teheran thematisiert.22
Pulverfass Naher Osten: Der Dritte Weltkrieg?
Als Israel 2006 seine Angriffe auf Libanon begann, wurde
der Krieg der internationalen Öffentlichkeit als Konflikt zwischen Israel und
der Hisbollah präsentiert. Im Wesentlichen war der Krieg 2006 jedoch ein
israelischer Angriff auf ganz Libanon. Die Regierung in Beirut verpasste es,
Stellung zu beziehen, verkündete ihre "Neutralität" und wies die
libanesischen Militärkräfte an, nicht gegen die israelischen Angreifer vorzugehen.
Der Grund hierfür ist, dass die politischen Parteien der von Hariri geführten
"Allianz des 14. März", die in der libanesischen Regierung die
Mehrheit bildete, davon ausgingen, dass der Krieg schnell und mit einer
Niederlage der Hisbollah (ihrem politischen Gegner) enden würde. Die Hisbollah
wäre damit letztendlich als bedeutender Akteur der innenpolitischen Landschaft
Libanons ausgeschieden. Doch seit 2006 ist genau das Gegenteil geschehen.
Außerdem wäre Syrien im Falle einer Kriegsdeklaration der
libanesischen Regierung an Israel - als Reaktion auf die israelischen Angriffe
- verpflichtet gewesen, zur Unterstützung Libanons zu intervenieren, im Rahmen
eines bilateralen Vertrags zwischen Libanon und Syrien von 1991.
Im Falle eines zukünftigen israelischen Krieges gegen
Libanon ist die Struktur der militärischen Bündnisse ausschlaggebend. Syrien
könnte in der Tat auf der Seite von Libanon intervenieren. Falls Syrien dem
Konflikt beitritt, könnte Damaskus die Unterstützung Teherans im Rahmen einer
bilateralen militärischen Kooperationsvereinbarung mit Iran suchen.
Eine Eskalation ist demzufolge möglich und könnte
potentiell außer Kontrolle geraten.
Wenn Iran auf der Seite Libanons und Syriens in einen
defensiven Krieg gegen Israel eintritt, würden die USA und die NATO auch
intervenieren und uns so in einen breiter angelegten Krieg führen.
Sowohl Iran als auch Syrien haben militärische
Kooperationsvereinbarungen mit Russland. Iran hat zudem bilaterale militärische
Kooperationsvereinbarungen mit China. Iran ist weiterhin beobachtendes Mitglied
der Shanghai Cooperation Organisation (SCO). Irans Verbündete, darunter
Russland, China, die Mitgliedsstaaten der Organisation des Vertrags
über kollektive Sicherheit (OVKS) und die Shangai Cooperation Organization
(SCO) könnten alle in den größeren Konflikt hineingezogen werden.
Der Autor:Mahdi Darius Nazemroaya arbeitet als freier Autor
in Ottawa und ist auf den Nahen Osten und Zentralasien spezialisiert. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Centre for
Research on Globalization (CRG).
Dieser Artikel erschien unter dem Titel: „Israel's Next War:
Today the Gaza Strip, Tomorrow Lebanon?“bei Global Research, 17. Januar 2009
http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=11800
Übersetzung ins Deutsche: Hintergrund
Anmerkungen:
1)
'We’re fed up with empty gestures’, The Jerusalem Post, January 6, 2009.
2)
The militarization of Lebanon, extinguishing any credible armed resistance
Israel, and targeting Syria were
also all factors for the Israeli attacks in 2006.
3) It
should be noted that the fighting between Hamas and Fatah and the Israeli
campaign against the Gaza Strip that started on December 27, 2008 has obstructed the Palestinian electoral process.
4)
Amos Harel, IDF concludes large drill simulating double-front war in North, Haaretz, November 6, 2008.
5)
Barak Ravid, Israel: Lebanon is responsable for Hezbollah’s actions, Haaretz, August 8, 2008.
6)
"Hezbollah Terrorist Group; War with Israel Imminent", Al-Manar,
December 17, 2008
7)
Yakkov Katz, Preparing for a possible confrontation with Hizbullah, The
Jerusalem Post,
December 11, 2008.
8)
Andrew Wander, Top Israeli officer says Hizbullah will be destroyed in five
days 'next time',
The Daily Star (Lebanon), December
17, 2008.
10) Yakkov Katz, Preparing for a possible, Op.
cit.
11) Ahmed Fathi Zahar et al., President al-Assad
Receives General Qahwaji, Underlines Role of
Lebanese Army in Defending Lebanon's
Security and Stability, Syrian Arab News Agency
(SANA), November 29, 2008.
12) Lebanese army commander pays visit to Syria,
Xinhua News Agency, November 30, 2008.
13) Wang Yan, Russian donation of 10 Mig-29
fighters to Lebanon raises suspicions, Xinhua
News Agency, December, 17, 2008; Yoav
Stern, Russia to supply Lebanon with 10 MiG-29
fighter jets, Haaretz, December 17,
208; Russia 'to give' Lebanon war jets, British Broadcasting
Corporation News (BBC News),
December 17, 2008.
14) Lebanon defense minister to talk arms in
Moscow, Russian News and Information Agency
(RIA Novosti), December 15, 2008.
15) Zheng E, Lebanese president requests medium
weapons from Iran, Xinhua News Agency,
November 26, 2008; Kahwaji stresses
LAF role, while politicians bicker some more, The Daily
Star (Lebanon), November 27, 2008;
Russian donation, Op. cit.
16) Sun, Lebanese army commander returns from
Syria, Xinhua News Agency, November 30,
2008.
17) Sami Moubayed, Former foe a celebrity in
Damascus, Gulf News, December 4, 2008.
18) Aoun: Iran, most powerful country, Islamic
Republic News Agency (IRNA), October 21,
2008.
19) Lebanese ctiticizes army commander's visit to
Syria [sic.], Xinhua News Agency,
December 1, 2008.
20) More praise for Russia's promise of 'free'
MiGs, Agence France-Presse (AFP) and The Daily
Star (Lebanon), December 18, 2008.
21) War with Israel Imminent, Op. cit.; US envoy
warns against rearming Lebanon's
Hezbollah, Deutsche
Presse-Agentur/German Press Agency (DPA), December 17, 2008.
22) Kahwaji
stresses LAF role, Op. cit.
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