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Dienstag, 22. Juli 2014  

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HINTERGRUND, Heft 03 - 12 - Günter Grass und die deutsche Neurose

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Günter Grass und die deutsche Neurose

Von MACIEJ ZUROWSKI

Anmerkungen und Quellen


(1) Vollständiges Netanyahu-Statement auf Israelnetz.com: http://www.israelnetz.com/nachrichten/detailansicht/aktuell/netanjahu-reagiert-auf-grass-gedicht/#.T_rDaZE42BM
(2) Wortlaut des Gedichts auf Stern.de: http://tinyurl.com/89yvd6m
(3) Israels Innenminister Jischai behauptete dagegen, Grass hätte sich „freiwillig zu den SS-Totenkopfverbänden unter der Leitung des Nazis Heinrich Himmler gemeldet“ und hätte daher kein Recht, „in das Land eines Volkes zu reisen, dessen Vernichtung er mitbetrieben hat.“ Das ist mehrfach falsch: Grass wurde zum Wehrdienst eingezogen; er war nicht bei den Totenkopfverbänden (KZ-Wachmannschaften); er war nicht an Kriegsverbrechen oder Vernichtungsaktionen beteiligt. Dass es die israelische Regierung mit der Einreise wirklicher Nazi-Kriegsverbrecher nicht ganz so streng hält, kann man darüber hinaus in diesem Artikel der „Ha’retz“ nachlesen: http://tinyurl.com/cx6fxu7
(4) Gemeint ist Hitlers Rede vom 30. Januar 1939. Vgl. http://tinyurl.com/7a3jhom
(5) Blum, John Morton: „From the Morgenthau Diaries: Years of War, 1941-45” Boston (1967), S. 342
(6) Genauso fanden auch im Staatsdienst der DDR etliche frühere Nazi-Funktionäre Unterschlupf.
(7) Dass ein Großteil der Holocaust-Überlebenden um ihre Wiedergutmachung gebracht wurde, lässt sich z.B. in der „Jüdischen Zeitung“ nachlesen und verdeutlicht einmal mehr, dass sich die Interessen der Bourgeoisie nicht mit denen des Volkes decken – auch nicht in Israel: http://www.j-zeit.de/archiv/artikel.1094.html und http://www.j-zeit.de/archiv/artikel.1581.html
(8) ‘Die Würde des Menschen’ in Konkret Nr. 10, 1962. Wiederveröffentlicht in Meinhof, Ulrike Marie: „Die Würde des Menschen ist antastbar“, Berlin (1980)
(9) ‘Drei Freunde Israels’ in Konkret Nr. 7, 1967. Wiederveröffentlicht in Meinhof, Ulrike Marie: „Die Würde des Menschen ist antastbar“, Berlin (1980)
(10) Vgl. dazu Siegfried Mews: „Günter Grass and his Critics: From the Tin Drum to Crabwalk”, New York (2008)
(11) Malte Lehmings Kommentar im „Tagesspiegel“ fügt sich schön in diese Ideologie ein. Der Journalist wähnt hinter dem Grass-Gedicht eine Anbiederung an den vermeintlich antisemitischen „Mob“: http://tinyurl.com/brmx5j6
(12) Selbstverständlich findet die aussichtlose, doch heroische Arbeit der illegalen KPD nach 1933 keine Erwähnung.
(13) Vgl. dazu Mike Macnair: ‘Divided by a common language’ im „Weekly Worker”: http://tiny.cc/grf6gw
(14) Die aussichtslose, doch heroische Arbeit der illegalen KPD bleibt hierbei jedoch unerwähnt.
(15) Genauer Wortlaut: http://dejure.org/gesetze/GG/20.html
(16) Bis vor kurzem lehnte das bayerische Finanzministerium, das die Urheberrechte an „Mein Kampf“ besitzt, mit Verweis auf die Volksverhetzungsgesetze eine Wiederveröffentlichung ab. Im Internetzeitalter lässt sich solch Paternalismus natürlich schwieriger aufrechterhalten, und man sieht man sich gezwungen, verstärkt auf den ideologischen Staatsapparat zu setzen: kürzlich wurde eine Neuveröffentlichung des Buches mit ‘Argumente entkräftendem’ Begleitkommentar erwogen. Man darf auf den Text gespannt sein, sollte Verweise auf die Kontinuität der imperialistischen Interessen des Bürgertums im Dritten Reich allerdings auch hier nicht erwarten.
(17) Vgl. dazu http://www.hagalil.com/archiv/2009/01/16/umfrage-2/ und http://tinyurl.com/d48o27c
(18) Wie im „Focus“ nachzulesen war, dürfte sich das Thema SPD-Wahlkampfhilfe aber jetzt zwangsläufig erledigt haben: http://tinyurl.com/75llu7v