HINTERGRUND, Heft 03 - 12 - Netzwerker der Kollaboration

Drucken E-Mail
Netzwerker der Kollaboration

Von THOMAS WAGNER

Anmerkungen und Quellen


(1) Die alternative Protestkultur hat seit den sechziger Jahren auf der ganzen Welt neue, gegen überkommene Hierarchien gerichtete Politikformen und -Stile herausgebildet. „Ihre Stichworte sind: die Vielfalt zulassen, die Differenzen akzeptieren, gemeinsame Wege gehen, wo dies möglich ist“, heißt es diesbezüglich in dem Handbuch „Konsens“ der Werkstatt für Gewaltfreie Aktion Baden. Werkstatt für Gewaltfreie Aktion, Baden (Hg.): Konsens. Handbuch zur gewaltfreien Entscheidungsfindung. Karlsruhe 2004
(2) Graeber, David: Inside Occupy. Frankfurt a.M./New York 2012
(3) Zitiert nach: Meister, Hans-Peter/Gohl, Christopher: Mediation und Dialog bei Großprojekten. Frankfurt a.M. 2012, S. 19
(4) ebd., S. 25f
(5) http://www.publicus-boorberg.de/sixcms/detail.php?template=pub_artikel&id=boorberg01.c.135993.de
(6) Meister, Hans-Peter/Gohl, Christopher: Mediation und Dialog bei Großprojekten. Frankfurt a.M. 2012, S. 12
(7) Gohl hat Politikwissenschaften, Amerikanistik und Jüdische Studien an der Universität Tübingen, der Georgetown University und der Universität Potsdam studiert und 2010 zum Thema "Prozedurale Politik am Beispiel organisierter Dialoge“ promoviert. Er ist Mitgründer des Forschungs- und Entwicklungsverbundes Procedere und hat als Leiter der Abteilung Politische Planung, Programm und Analyse der FDP die Konzeption und Organisation der Grundsatzprogrammdebatte als Beteiligungsprozess verantwortet. Darüber hinaus nutzt er die verschiedenen Plattformen der sogenannten Bürgergesellschaft, um für seinen Politikansatz zu werben. Im Netzwerk Bürgerbeteiligung bezeichnet er „die (professionelle) Kompetenz, Menschen an der Politik beteiligen zu können“ als „ wichtigste Voraussetzung einer kollaborativen Demokratie“.
(8) http://www.ifok.de/projekt/detail/im-dialog-mit-der-region/
(9) http://www.netzwerk-gemeinsinn.net/content/view/506/142/
(10) Bei IFOK ist er zuständig für Open Governance und Bürgerbeteiligung. Zuvor hat er als Projektleiter bei der Initiative ProDialog sowie als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Göttinger Lehrstuhl des Politikwissenschaftlers Peter Lösche gearbeitet. Das Projekt „Kollaborative Demokratie 21“ will Stärken und Schwächen bestehender Ansätze der Bürgerpartizipation untersuchen und daraus unter den Gesichtspunkten Legitimität, Effizienz und Umsetzung ganz konkrete Handlungsempfehlungen für Gesetzgeber, Lokapolitik, Unternehmer und die sogenannte Zivilgesellschaft entwickeln, wie Entscheidungs- und Einbindungsprozesse in der Praxis gestaltet werden können. Als „Associate“ wird der bereits erwähnte Mediationsexperte Christopher Gohl aufgeführt, der bis vor kurzem auch als Senior Berater des Kompetenzzentrum Beteiligung der IFOK GmbH wirkte. Als sogenannte Fellows des Projekts sind aufgeführt: Anna Wohlfarth (Projektmanagerin im Projekt BürgerForum in der Bertelsmann Stiftung), Maximilian Stern (Geschäftsführer beim Schweizer Think-Tank foraus - Forum Aussenpolitik), Benjamin Simonic (LANXESS AG), Christina Rucker (Zebralog), Anika Heiny (Marketing Manager bei der Bayer Technology Services GmbH), Christoph Egle ("Innovationsdialog"), Inga Beinke (Politikwissenschaftlerin an der Fern-Universität in Hagen). Dem Projektbeirat gehören neben dem Politikwissenschaftler Karl-Rudolf Korte und Regine Günther vom WWF Deutschland auch der Leiter des Vorstandsstabs der Bayer AG, Jörg Krell, der Landesvorsitzende der baden-württembergischen CDU, Thomas Strobl, sowie der Geschäftsführende Gesellschafter der IFOK GmbH, Jochen Tscheulin, an.
(11) Auch als Buchautor hat Wilk den Widerstand befriedenden Charakter von Mediationsverfahren am Frankfurter Beispiel schon früh analysiert: Wilk, Michael: Macht, Herrschaft, Emanzipation. Aspekte anarchistischer Staatskritik. Grafenau 1999