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HINTERGRUND, Heft 04 - 12 – Keine Gerechtigkeit für Peter Handke

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Keine Gerechtigkeit für Peter Handke

Von KURT GRITSCH

Anmerkungen und Quellen


(1) Peter Stolle, Maulwerker ahoi. Serbien in Not, Peter Handke in Rage: Gegen Nato und schurkische Journaille macht der Dichter sein neues Theaterstück zur skandalumraunten Geheimsache, in: Der Spiegel, 29. März 1999.

(2) Frauke Meyer-Gosau, Kinderland ist abgebrannt. Vom Krieg der Bilder in Peter Handkes Schriften zum jugoslawischen Krieg, in: Text und Kritik 24 Peter Handke, Juni 1999, S. 3-20, S. 17.

(3) Reiter, profil, 31. Mai 1999. – Reich-Ranickis Aussage verwundert angesichts des seit Jahren angespannten Verhältnisses zwischen dem Kritiker und dem Dichter nicht.

(4) So Franz Bogen, österreichischer Botschafter in Sarajevo a.D. Vgl. Carl Gustaf Ströhm, Wo eine Dichterlesung Politik ist. Österreichs Konservative streiten über Handkes Auftritt im Parlament, in: Die Welt, 5. Juni 1996.

(5) Ignacio Ramonet, der damals in Paris an der Denis-Diderot-Universität Theorie der audiovisuellen Kommunikation lehrte, konstatierte 1999 bezüglich der opferzentrierten Krisenberichterstattung: „Frauen, Kinder und Alte werden genüsslich in allen erdenklichen Posen des Leidens dargestellt“. Ignacio Ramonet, Die Kommunikationsfalle. Macht und Mythen der Medien, Zürich 1999, S. 125.

(6) Georg Seeßlen, Kriegsnovelle oder: Wie eine Erzählgemeinschaft für einen moralischen Krieg erzeugt wird, in: Klaus Bittermann/Thomas Deichmann, Wie Dr. Joseph Fischer lernte, die Bombe zu lieben. Die SPD, die Grünen, die Nato und der Krieg auf dem Balkan(Critica Diabolis 86), Berlin 1999, S.169-184, S. 175.

(7) Peter Handke, „Und wer nimmt mir mein Vorurteil?“, in: Süddeutsche Zeitung Magazin 40, 4. Oktober 2002, S. 8-32.

(8) Thomas Steinfeld, Handke und kein Preis. Die Selbstinszenierung der üblen Nachrede, in: Süddeutsche Zeitung, 31. Mai 2006.

(9) dpa, Rüttgers kritisiert Handke, in: taz, 1. Juni 2006.

(10) http://www.un.org/millennium/law/iv-1.htm, update 19. Januar 2008

(11) dpa, Rüttgers kritisiert Handke, in: taz, 1. Juni 2006.

(12) Theodor Ebert, Die poetische Methode und ihre Grenzen – oder Peter Handkes Reiseberichte aus Jugoslawien als Friedenstexte, in: Ulrich Albrecht/Jörg Becker(Hg.), Medien zwischen Krieg und Frieden(Schriftenreihe der Arbeitsgemeinschaft für Friedens- und Konfliktforschung e.V. 29), Baden-Baden 2002 , S. 260.

(13) Ebd., S. 254.

(14) Allerdings wurde der Angeklagte Novislav Djajic 1997 nicht wegen eines Völkermord-Delikts verurteilt, sondern wegen Beihilfe zum Mord und versuchtem Mord. Von Kritikern als „Bauernopfer“ der deutschen Justiz, „die ein Exempel statuieren zu müssen glaubte“, bezeichnet, wurde Djajic wegen guter Führung frühzeitig entlassen. Hauptbelastungszeuge war ein langjähriger Jugendfreund Djajics gewesen, die guten Beziehungen zwischen den Familien des angeklagten bosnischen Serben und des muslimischen Belastungszeugen wurden verschwiegen. Es war der erste Fall, in dem jemand von einem deutschen Gericht als Kriegsverbrecher verurteilt wurde. Vgl. Thomas Deichmann, Hochzeit des Waldläufers. Peter Handke setzt seine serbische Mission fort – als Trauzeuge des in Deutschland als Kriegsverbrecher verurteilten Novislav Djajic, in: profil, 30. Oktober 1999.

(15) ARD-Korrespondent Detlef Kleinert in seinem Antwortschreiben auf einen ihm zugesandten Fragebogen zu Peter Handke, Jugoslawien, der Kriegsberichterstattung und dem Diskurs über die »Humanitäre Intervention«. Im Besitz des Verfassers.