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Freitag, 12. März 2010  

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Bundeswehr in Kundus: Kind stirbt bei Schusswechsel

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(08.02.2010/hg/dpa)

Bei einem Feuergefecht zwischen Aufständischen und deutschen Soldaten sind am Freitag in der Nähe von Kundus ein 14-jähriges Mädchen getötet und eine Sechsjährige verletzt worden. Das hatte der afghanische Gouverneur des Distrikts Char Darah der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mitgeteilt. Allerdings sei unklar, wer auf die Kinder gefeuert habe. Nach seinen Angaben wurden auch ein Taliban-Kämpfer getötet und ein weiterer verletzt. Auf deutscher Seite habe es keine Verwundeten gegeben.

Ein Sprecher des Einsatzführungskommandos sagte am Sonntagabend in Potsdam auf Anfrage der dpa: „Wir haben keinen Zusammenhang gefunden zwischen dem Tod der 14-Jährigen und dem Waffeneinsatz von deutschen und verbündeten Kräften.“ Dies habe eine Prüfung des Vorfalls vom Freitag durch deutsche und afghanische Stellen ergeben. Das verletzte Kind sei medizinisch versorgt und zur Weiterbehandlung in das deutsche Feldlager gebracht worden.
 

Kurzmeldungen im Überblick

Afghanistan: Tödliche Anschläge auf Besatzungstruppen. Martin Walser fordert sofortigen Abzug

(10.03.2010/hg/dpa)

Die Serie tödlicher Anschläge auf die internationalen Besatzungstruppen in Afghanistan reißt nicht ab. Am Mittwoch starben bei einem Selbstmordanschlag auf einer Militärbasis afghanischer und ausländischer Soldaten im Südosten Afghanistans in der Provinz Paktika nach ersten Angaben der afghanischen Polizei mindestens fünf Soldaten.

Erst am Dienstagabend waren  in der ostafghanischen Provinz Chost zwei  ISAF-Soldaten getötet worden. Über die Nationalität der Soldaten machte die ISAF zunächst keine Angaben.

Den sofortigen Abzug der deutschen Soldaten aus Afghanist [ ... ]


Rüstungsgeschäft: EADS in der Krise

(10.03.2010/hg/dpa)

Der europäische Rüstungskonzern EADS hat am Montagabend bekannt gegeben, sich aus dem Bieterwettbewerb für einen Auftrag der US-Luftwaffe über 179 Tankflugzeuge im Wert von 35 Milliarden Dollar zurückzuziehen.

Die Ausschreibung sei nicht fair verlaufen, kritisierte Airbus-Chef Thomas Enders. Er warf der US-Regierung vor, das Konkurrenzunternehmen Boeing zu bevorzugen. „Die jetzige Ausschreibung ist klar maßgeschneidert auf den kleineren und weniger leistungsfähigen Flieger der Konkurrenz“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur dpa am Dienstag: „Die Schlussfolge [ ... ]


Subway und der Patriot Act: Gesinnungsprüfung bei Imbisskette in Deutschland

(08.03.2010/hg/dpa)

Die US-amerikanischen Schnellimbissketten McDonalds und Subway verlangen von ihren Franchise-Vertragspartnern in Deutschland Einblicke in die Intimsphäre und die politische Gesinnung. Wer zum Beispiel Partner von Subway werden möchte, müsse der Erstellung eines Prüfberichts „in Einklang mit den Anti-Terror- Gesetzen“ wie dem „USA Patriot Act“ zustimmen. Die Bewerber hätten Auskunft zu erteilen, ob sie „jemals direkt oder indirekt an terroristischen Aktivitäten beteiligt“ gewesen seien. Das berichtete der „Der Spiegel“ (Montagsausgabe).

McDonalds wiederu [ ... ]


Entwicklungshilfe: Niebel will GTZ stärker kontrollieren

(08.03.2010/hg)

Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) will die im Besitz des Bundes befindliche Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) stärker unter die Fittiche seines Ministeriums nehmen und außerdem mit dem Deutschen Entwicklungsdienst (DED) und der Bildungsagentur Inwent fusionieren. Das berichtete die Süddeutsche Zeitung (Montagsausgabe).

Dadurch sollen einige hundert Stellen und eine Millionensumme an Kosten eingespart werden. Laut Angaben der Ministeriumsspitze habe sich die weltweit 13.000 Mitarbeiter beschäftigende Organisation in den vergangenen Jahren zu sehr v [ ... ]


Ehemalige Yukos-Aktionäre klagen gegen Russland. Prozessauftakt in Straßburg

(05.03.2010/hg/dpa)

Am Donnerstag begannen am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg die öffentlichen Anhörungen zur Klage des bankrotten Ölkonzerns Yukos gegen den russischen Staat. Die ehemaligen Eigentümer des einst größten russischen Ölkonzerns Yukos verlangen von Russland 98 Milliarden Dollar (rund 74 Milliarden Euro) Schadensersatz.

Ihr Vorwurf: Russland habe den hochprofitablen Ölkonzern in den Ruin getrieben, um anschließend die Aktiva durch Zwangsversteigerung an Staatskonzerne zu übertragen. Der Ölkonzern war 2006 liquidiert worden und der einstige Mehr [ ... ]


Lange Haftstrafen für Angeklagte der „Sauerland-Gruppe“

(05.03.2010/hg/dpa)

Die vier Angeklagten im Prozess gegen die sogenannte Sauerland-Gruppe sind wegen der Planung von Terroranschlägen auf Diskotheken, Flughäfen und US-Einrichtungen in Deutschland zu bis zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das entschied das Oberlandesgericht in Düsseldorf am Donnerstag. Fritz Gelowicz und Daniel Schneider bekamen je zwölf Jahre Gefängnis, der Mitangeklagte Adem Yilmaz elf Jahre. Atilla Selek wurde als Unterstützer zu fünf Jahren Haft verurteilt.

Die Angeklagten Gelowicz, Schneider und Yilmaz wurden wegen Mitgliedschaft in der Islamischen Dschi [ ... ]