Liebe Leser,

haben Sie es mitbekommen? Österreich erlebt eine Art Wiederauferstehung der KPÖ. In Graz stellt sie seit 2021 die Bürgermeisterin, bei der Kommunalwahl in Salzburg erzielte sie erstaunliche Erfolge und nun schickt sie sich an, im Juni ins Europaparlament als auch im September in den Nationalrat einzuziehen. In den vergangenen Jahren hat sich die Partei geöffnet, versucht aber auf der anderen Seite nirgendwo anzuecken.

Der linke Publizist Franz Schandl schreibt, dass der Zuspruch „weder klassenmäßig noch programmatisch zu begründen“ sei. Aber es gebe ein starkes Bedürfnis nach einer Kraft im Parteienspektrum, „die weder rechts aufläuft noch sich abermals in der Mitte positioniert“. Wer in Österreich gegen den Parteienfilz protestieren will, dabei aber nicht die rechte FPÖ wählen will, der scheint mit der KPÖ eine Möglichkeit zu haben, die eine Alternative ist. Dahingehend erinnert die Partei dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) in Deutschland, das aber, so Schandl, sich wesentlich deutlicher positioniert – und gerade von den Fernsehanstalten aus den Diskussionsrunden vor der Europawahl ausgeladen wurde. Zum BSW können Sie diese Woche einen Beitrag auf unserer Website lesen, der komplett im aktuellen Heft abgedruckt ist. Schauen Sie gerne mal rein.

Wir wünschen ein schönes Pfingstwochenende!
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