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Samstag, 20. Dezember 2014  

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Film/Fernsehen

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Wie tickt Putin?

Die Sendung wirft einen Blick in die Seele des russischen Präsidenten, um herauszufinden, was ihn bewegt. Michael Sahr begrüßt dazu Paul Schreyer, Autor des Buches „Wir sind die Guten: Ansichten eines Putinverstehers oder wie uns die Medien manipulieren“, sowie Boris Reitschuster, Russland-Experte vom Focus-Magazin. Zugleich wird das Putin-Interview mit Hubert Seipel vom NDR gezeigt und mit den Gästen diskutiert.

Mi 17.12., 09:30 Uhr, Phoenix


 

Schmutzige Kriege

Fast wie in einem Politthriller führt Scahill das Publikum in eine unbekannte Welt: jene der geheimen Kriegseinsätzen der US-Armee. Die Dokumentation deckt eine bis dahin unbekannte Parallelwelt der mächtigen und streng geheimen Spezialeinheit der US-Amerikaner auf, der Joint Special Operations Command (JSOC). Dabei geht es auch um brutale Einsätze, die sorgfältig vor der Öffentlichkeit vertuscht werden. Über die ausführenden Soldaten gibt es keinerlei Unterlagen – somit können sie nicht vom Kongress vernommen werden und müssen keinerlei Rechenschaft über ihr Handeln ablegen. Die Teams arbeiten eine regelrechte, geheime Tötungsliste ab. Auch US-Staatsbürger werden nicht verschont.

In der Sendung werden die Folgen eines Krieges offengelegt, der völlig außer Kontrolle ist. CIA-Agenten, Kämpfer der Special Forces und Generäle treten alle aus dem Dunkel der Geheimhaltung vor die Kamera und reden über ihre Einsätze, viele von ihnen zum ersten Mal. Auch die Überlebenden der meist nächtlichen Attacken und Drohnenangriffe kommen zu Wort. „Schmutzige Kriege“ führt das Fernsehpublikum in die entlegensten Ecken der Welt und zeigt auf, wie schmutzig die USA heute Krieg führen.

Mi 17.12., 22:55 Uhr, SRF 1


 

Der Mais-Wahn

Die Nachfrage wächst, der Preis explodiert. Während wir Mais in der Massentierhaltung verfüttern, als Biogas oder Agrosprit verheizen, ist er in vielen Ländern Grundnahrungsmittel, aber für immer mehr Menschen dort unbezahlbar. „Wie eine Pflanze Profit und Hunger schafft“ – ein Exempel aus der globalisierten Welt.

Do 18.12., 19:15 Uhr, Phoenix


 

Schweig, Verräter!

Whistleblower packen aus. Nicht über die brisanten Geheimdienstinformationen, die sie öffentlich machten, sondern über ihr Schicksal als „Verräter“ und angeklagte Straftäter. Weil sie die Wahrheit sagten, stehen sie nun am Pranger. In ihrer Geschichte spiegelt sich das Bild einer panischen politischen Praxis der USA im Kampf gegen den internationalen Terror.

Fr 19.12., 08:55 Uhr, Arte


 

Sklavenarbeit für unseren Fortschritt

Ob Waschmaschine oder Handy, ob Windrad oder Auto, für unsere Wohlstandprodukte brauchen wir seltene Rohstoffe wie Zinn, Wolfram, Tantal oder auch Gold. Und weil die Nachfrage boomt, strömen in Asien, Afrika und Südamerika Millionen Menschen in den Bergbau und graben die Rohstoffe für die Hightech-Produkte aus der Erde. Oft illegal, unkontrolliert – unter unsäglichen Bedingungen.  Wir sind die Nutznießer. Billige Rohstoffe gleich billige Computer oder Handys. Doch wollen wir als Verbraucher diese Bedingungen akzeptieren? Und was macht die Industrie? Weiß sie, woher ihre Rohstoffe kommen? Hat sie überhaupt ein Interesse an „sauberen“ Rohstoffen für unseren Wohlstand? Diese Dokumentation macht sich auf die Suche nach der Herkunft seltener Rohstoffe in den Minen Afrikas und Südamerikas, erzählt die Geschichten der Minenarbeiter. Welche Rolle spielt unsere Industrie? Gibt es Auswege?

Fr 19.12., 09:00 Uhr, Einsfestival


 

Polizei, Gewalt und Videos

Immer häufiger tauchen Handyvideos von polizeilichen Übergriffen gegen Bürger im Internet auf. Sie zeigen Polizisten, die auf wehrlos am Boden liegende Menschen einschlagen, sie mit Füßen treten oder gar mit Schüssen töten. Es sind erschütternde Szenen, die emotional aufwühlen und die eine gesellschaftliche Debatte um Gewaltexzesse von Polizisten in Deutschland ausgelöst haben. Warum kommt es zu diesen Übergriffen? Warum entsteht der Eindruck, dass Fälle von Polizeigewalt vertuscht werden? Und was verändert sich durch die Videos? Die Polizei selbst tut sich schwer mit der Aufarbeitung von Gewalt in den eigenen Reihen: Sie spricht lediglich von Einzelfällen und wehrt sich gegen eine flächendeckende Kennzeichnungspflicht und unabhängige Beschwerdestellen, wie sie schon lange gefordert werden. Polizisten würden sich oft gegenseitig decken und eine „Mauer des Schweigens“ aufbauen, so die Polizeiwissenschaft. Deshalb verlaufen viele Ermittlungen im Sande, auch weil Polizeibeamte als besonders glaubwürdige Zeugen gelten. In Deutschland werden 95 Prozent der Ermittlungen gegen Polizisten eingestellt - das liegt ganz erheblich über dem Durchschnitt aller Strafverfahren.

Sa 20.12., 22:17 Uhr, tagesschau 24


 

Die Wut der Mieter – Eine Stadt und ihr Investor

Duisburg-Marxloh, ein Stadt-Viertel mit vielen ehemaligen Zechenarbeitern, vielen Ausländern und vielen sozialen Problemen. Das soll anders werden - und dazu wollen die Duisburger Stadtväter ein modernes Factory-Outlet-Center bauen. „Dies wird wie ein Magnet die Kunden aus der Umgebung anlocken“, sagt die Stadt, denn Duisburg brauche dringend Geld. Duisburg ist eine der ärmsten Städte Deutschlands. Ein holländischer Investor verspricht nun neue Einnahmen und vor allem Arbeitsplätze. Doch für das geplante Outlet-Center müssten fast 1.000 vor allem ältere Mieter ihre Wohnungen am Zinkhüttenplatz verlassen. Dort, wo die ehemalige Vorzeige-Siedlung liegt, soll künftig der neue Parkplatz des Einkauftempels sein. „Warum ausgerechnet hier?“, fragen sich die Mieter, die jetzt umziehen sollen, und wehren sich. Auch Stadtplaner warnen: Das Factory-Outlet-Center sei ein „Killer-Center“, das die Duisburger Innenstadt auf Dauer ruinieren werde. Die Sendung begleitet die Menschen, die hier leben, über neun Monate, und sie fragt nach bei Stadt und Investor.

So 21.12., 20:15 Uhr, tagesschau 24


 

Wem gehört die Stadt?

110 qm, VK 280 000 Euro. Rund 50 Interessenten besichtigen die unsanierte Altbauwohnung in Schöneberg. Am Ende erhält sie einer der fünf Bewerber, die 350 000 geboten haben. Die Verkäufer staunen: 2011, nur zwei Jahre zuvor, hatten sie dieselbe Wohnung im 4. Stock kaum für 200 000 Euro verkaufen können. Dies ist nur ein Beispiel für die explodierenden Immobilienpreise in der Hauptstadt. Die Doku begleitet Profiteure und zeigt anhand von Einzelschicksalen die Folgen für jene, die die heftig steigenden Mieten zahlen sollen und oft nicht können – 2012 gab es in Berlin 7500 Zwangsräumungen.

So 21.12., 21:02 Uhr, tagesschau 24     


 

Babys auf Vorrat

Die niederländische Filmemacherin Marieke Schellart wählte einen - derzeit in Europa noch recht ungewöhnlichen - Weg, um dem Ticken der biologischen Uhr zu entgehen: Sie ließ sich Eizellen entnehmen und für eine künftige Verwendung tiefgefrieren. In ihrer Dokumentation „Babys auf Vorrat“ schildert sie ihre Gründe für diese medizinisch längst machbare, doch ethisch höchst umstrittene Methode. Die Debatte um das sogenannte „social freezing“ hat die Aufmerksamkeit wieder auf ein Dilemma gelenkt, unter dem Frauen immer wieder leiden: Männer können sich mit der Entscheidung für Kinder Zeit lassen, Frauen hingegen müssen auf die Uhr ihres Körpers achten, wenn sie eine Familie gründen wollen.

Mo 22.12., 22:45 Uhr, ORF III