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(16.05.2013) Berlin: Kammergericht verurteilt Gülaferit Ü. zu sechs Jahren und sechs Monaten. - Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Angeklagte Mitglied der Organisation „Revolutionäre Volksbefreiungspartei/-front (DHKP-C)“ war. Laut Kammergericht handelt es ich bei der Vereinigung um eine linksradikale Gruppierung, die einen revolutionären Umsturz in der Türkei anstrebe. (stadtmorgen.de) +++ Das Sterben geht weiter: Schon wieder hat es bei einem Einsturz in einer Fabrik in einem Billiglohnland Tote und Verletzte gegeben: Drei Menschen sind gestorben, mindestens sechs weitere wurden verletzt, als am Donnerstag in Kambodscha in einer Schuhfabrik ein Zwischenstockwerk eingestürzt ist. (taz.de) +++ NSU-Prozess wird nicht aufgeteilt - Angeklagte kündigen Aussage an: Die Angeklagten Holger G. und Carsten S. angekündigt, vor Gericht auszusagen. Beide sind in Zeugenschutzprogrammen. Die Anwälte von Beate Zschäpe erklärten hingegen in der mündlichen Verhandlung erneut, dass ihre Mandantin keine Aussage machen werde. Auch André E. will sich nicht vor Gericht äußern. Die Anwältin von Ralf Wohlleben kündigte eine Erklärung der Verteidiger an. (n-tv.de) +++
Sonntag, 19. Mai 2013  

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Fotos von der Front

Sie alle haben einst versucht, den Zweiten Weltkrieg als Abenteuer zu präsentieren: Soldaten genauso wie Pressefotografen. Davon zeugen Fotoalben der Landser auf Flohmärkten ebenso wie Berge von Pressebildern in Archiven. Martin Luksan hat daraus einen Film gemacht, der Einblicke in den Blitzkrieg in Frankreich 1940 und in den Überfall auf Russland 1941 gibt. Seine Dokumentation „Fotos von der Front“ zeigt die Phasen eines Krieges, die zerstörte Welt des Feindes und idyllische Augenblicke mitten im Krieg. Der Film erklärt dem Zuschauer nicht die Psychologie der Feldherren, sondern regt seine Vorstellung über das Ungeheuerliche an. Die Historikerin Michaela Pfundner erklärt die Bedingungen für dieses aberwitzige Fotografieren. Ein kritischer Film über die Zwiespältigkeit von Kriegsfotografie

Mi 15.05., 21:00 Uhr, 3sat


Vom Digitalangriff zum Cyberkrieg?


Die Zeit der im Alleingang handelnden Hacker scheint vorbei. Inzwischen ermöglichen Viren, Cyberspionage, Wurmangriffe und Social Engineering einen wahren Krieg. Die Dokumentation zeigt auf, welche „Waffen“ im Cyberkrieg eingesetzt werden, fragt nach dem Umgang mit der Technologie und thematisiert die zunehmende Abhängigkeit von Internet. Denn die Menschheit steht vor der Herausforderung, die neuen Fähigkeiten des Computerzeitalters zum Besten und nicht zum Schlimmsten zu nutzen.

Do 16.05., 21:00 Uhr, Phoenix


Die vergifteten Kinder - Tödliche Profitgier in Peru


Die peruanische Stadt La Oroya zählt zu den zehn am stärksten vergifteten Orten der Welt. Verursacher ist die riesige Schmelzhütte „Doe Run“, Tochter eines amerikanischen Mutterkonzerns. Metalle werden in der Hütte kostengünstig für den Weltmarkt verarbeitet. Fast alle der 30.000 Einwohner der Stadt sind vergiftet, besonders betroffen sind die Kinder, viele sterben. Trotzdem wagt keiner den Protest, denn viele Arbeitsplätze hängen direkt oder indirekt von ihr ab. Einzig ein Mann kämpft seit Jahren für die Menschen von La Oroya: der katholische Bischof Pedro Barreto.

Fr 17.05., 07:50 Uhr, WDR


Blutige Handys


Ein Leben ohne Mobiltelefon können sich die meisten nicht mehr vorstellen. Die Auswahl der Modelle ist mittlerweile endlos. Aber die schöne Welt der Handys hat eine dunkle, blutige Seite. Ein Großteil der Minerale, die für die Mobiltelefonherstellung notwendig sind, kommt aus dem Osten Kongos. Die westlichen Industrienationen kaufen diese 'Konfliktminerale' und finanzieren so den Bürgerkrieg im Kongo, ein Konflikt, der nach Auffassung von Menschenrechtsorganisationen zu den blutigsten seit dem Zweiten Weltkrieg zählt: In den vergangenen 15 Jahren hat er mehr als fünf Millionen Menschen das Leben gekostet, 300.000 Frauen wurden vergewaltigt. Es herrscht unfassbare Grausamkeit. Der Krieg wird andauern, solange bewaffnete Gruppen die Kriegsführung durch den Verkauf der Mineralien weiter finanzieren können.

Fr 17.05., 11:00 Uhr, HR


Richard Wagner und die Juden


Wagners Antisemitismus wird bis heute kontrovers diskutiert. Anlässlich seines 200. Geburtstages am 22. Mai richtet die Doku den Fokus auf Beziehungen des Komponisten zu jüdischen Künstlern. In Israel wurde keines seiner Werke vollständig aufgeführt

So 19.05., 17:35 Uhr, Arte


In Erwartung des Messias - Israel und seine Siedler


Sie sind überzeugt von ihrem Auftrag: Das Land, das Gott den Juden verheißen hat, zu besiedeln und zu bebauen, um es auf die Ankunft des Messias vorzubereiten.

Die Siedler im Westjordanland erscheinen regelmäßig in den Nachrichten und Kommentaren als eines der Haupthindernisse für den Frieden im Heiligen Land.

Entstanden ist der harte Kern der Siedler aus der „Gush Emunim“-Bewegung der 60er und 70er-Jahre (Gush Emunim - Der Block der Getreuen). In ihrer religiösen Überzeugung sind diese Gruppen immer radikaler, um nicht zu sagen extremistischer geworden. Die Jüngeren sehen sich häufig nicht mehr als Staatsbürger Israels. In ihren Augen ist Israel kein jüdischer Staat mehr, sondern ein Staat von „Israelis“, der nur noch den Interessen der Araber diene. Nur sich selbst sehen sie als echte Juden an, als die wahren Besitzer des Landes, und nicht einmal vom israelischen Obersten Gericht lassen sie sich dieses Recht nehmen.

Mo 20.05., 16:00 Uhr, BR-alpha


Rebel Yell - Wir sind das Netz!


Die Person des Jahres 2011: „The Protester“. So titelt das Cover des Time Magazins in ihrer Dezemberausgabe. Kein bekanntes Promi-Gesicht blickt dem Leser direkt in die Augen, sondern ein vermummter, anonymer Mensch. „Rebel Yell“ - das ist eine geballte Doppelfolge aktueller Protestkultur, die ihren eigenen Regeln folgt, im Spiegel der Popkultur. Die erste Folge, „Wir sind das Netz!“, steigt ein in die virtuellen Welten des Internets, die doch so reale Auswirkungen auf das echte Leben haben. Denn für die aktuelle Protestkultur ist das World Wide Web längst das vernetzende und allem übergeordnete Medium, um Missstände zu thematisieren, zu Protest aufzufordern und ihn sofort in Bildern zu präsentieren - schnell, effektiv, weltweit und zu allen nationalen, internationalen und ökonomischen Problemfeldern.

Mo 20.05., 19:20 Uhr, ZDFkultur