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Montag, 31. August 2015  

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Film/Fernsehen

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Falciani und der Bankenskandal

2008 spielte Falciani den französischen Behörden hochsensible Daten der Schweizer Bank HSBC zu – über 100 000 Nummernkonten aus mehr als 200 Ländern. Im Februar 2015 veröffentlichte ein internationales Journalistennetzwerk seine Recherchen zu den Dokumenten und legte die systematische Verschleierung von Vermögen und Steuerhinterziehungen in Milliardenhöhe offen. Unter den Kunden des Kreditinstituts waren Politiker und Angehörige aus Königshäusern, Popstars und Sportler, Machthaber und Waffenhändler. Der Film erzählt die packende Geschichte des Whistleblowers, der die Daten wohl zu Geld machen wollte, bevor er zum „Edward Snowden der Banken“ wurde.

Mi 26.08., 22:55 Uhr, SRF 1


 

Mobbing, Sabotage, Kündigung

Pinnow in der Uckermark. Heike Becker, ehemals Sicherheitsingenieurin bei Haticon, einem Unternehmen für Solartechnik, ist auf dem Weg zu einem Privatdetektiv. Der hatte sie ausspioniert im Auftrag ihres ehemaligen Arbeitgebers. Warum? Weil sie sich als Betriebsrätin bei Haticon engagieren wollte. Nun will sie wissen, welche Daten er über sie gesammelt hat. Ob er Fotos von ihren Kindern gemacht hat. Wie tief er in ihr Privatleben eingedrungen ist. Heike Becker ist nur ein Beispiel für das, was Menschen drohen kann, die Betriebsräte sind oder werden wollen. „Die Unternehmer haben sich einen Raum geschaffen, in dem sie sanktions- und straflos agieren können“, konstatiert Werner Rügemer, Autor einer jüngst veröffentlichten Studie zum Thema.

Und diese Studie zeigt: Angriffe auf Betriebsräte sind keine Einzelfälle, sondern ein längst praktiziertes System. Eine ganze Branche professioneller Dienstleister aus PR-Agenturen, Wirtschaftsdetekteien und Anwaltskanzleien ist entstanden, um gegen Betriebsräte vorzugehen, oder sie aus dem Unternehmen zu drängen. Das Betriebsverfassungsgesetz gibt es seit 1952. Exakt wird hier festgelegt, wann und wie das Recht auf einen frei gewählten Betriebsrat besteht. Doch das Gesetz ist häufig nicht das Papier wert, auf dem es gedruckt ist. „Also nach unserer Erfahrung ist es so, dass dieser Straftatbestand der Be- und Verhinderung von Betriebsräten der Straftatbestand in der Bundesrepublik Deutschland ist, der am allerwenigsten überhaupt verfolgt wird“, so Werner Rügemer. Die Justiz, so zeigen die Recherchen, verfolgt diese Straftatbestände oft nur halbherzig.

Do 27.08., 10:30 Uhr, Einsfestival


 

Land unter Kontrolle

Es war einmal die Bundesrepublik Deutschland: ein Staat, in dem die Bürgerrechte hochgehalten wurden – keine Bespitzelung, Wanzen oder Geruchsproben von Regimegegnern. Doch stimmt das? Die Presse war frei und kritisch, jeder durfte das sagen und schreiben, was er wollte. Ganz anders sah es da hinter der Mauer in der DDR aus, dachte man im Westen. Doch auch in der Bundesrepublik gab und gibt es Abgründe, die bis heute geheim gehalten werden. Die Bundesrepublik ist ein überwachtes Land, das beweist der NSA-Skandal. Und es war nie anders.

Fr 28.08., 11:15 Uhr, ZDFinfo


 

Verschwörung gegen die Freiheit

Die Doku deckt das Ausmaß der Zusammenarbeit zwischen den Geheimdiensten und den Branchenriesen der Telekommunikations- und Computerbranche auf. Hochrangige Insider legen offen, wie der Pakt zwischen Sicherheitsbehörden und IT-Industrie außerhalb geltender Gesetze zustande kam. Und über allem steht die Frage, welche Gefahren die Überwachungspraktiken für die Bürger in Deutschland mit sich bringen.

Fr 28.08., 19:30 Uhr, ZDFinfo


 

Putsch im Iran

1953 wird im Iran der Premierminister Mossadegh gestürzt - die CIA unterstützt den Putsch. Was von den USA als Erfolg gefeiert wurde, führte 25 Jahre später zur Islamischen Revolution. Es war die erste Geheimoperation des Auslandsgeheimdienstes der USA, die auf einen politischen Umsturz abzielte und zugleich Blaupause für spätere CIA-Aktionen in anderen Ländern war.

Sa 29.08., 07:00 Uhr, ZDFinfo


 

Kampf für Freiheit – Kurdistans Kriegerinnen

Sie kämpfen für ihre Freiheit und ihre Gleichberechtigung, und sie kämpfen gegen den Terror der IS-Miliz. Die Brigade Roxanne, das sind 35 Mädchen und Frauen, die jüngste ist 17. In Afrin, einem Ort im Nordwesten Syriens, knapp 60 Kilometer nördlich von Aleppo, trainiert die weibliche Kampftruppe. Die meisten haben ihre Familien verlassen, nicht nur, weil sie Kurdistan retten wollen, sondern auch, weil sie in der Frauengruppe an der Front mehr Freiheiten haben als zu Hause. Dort bestimmen der Vater, die Familie und die Nachbarn. Hier beobachtet sie niemand. Der Kampf gegen den äußeren Feind sei mit dem Kampf gegen die Frauenrolle in der Gesellschaft eng verbunden, erzählt Sarah, die Zugführerin. Sie stammt aus einer armen Bauernfamilie. Eine eigene Meinung, ein eigener Wille, das sei schwierig gewesen, vorher in ihrem alten Leben, sagt sie. Heiraten, auf dem Feld arbeiten, Kinder gebären, diese Zukunftsperspektive habe ihr nicht genügt. ARD-Korrespondent Volker Schwenck konnte die Frauenbrigade begleiten und mit den Kämpferinnen sprechen, über ihre Hoffnungen, ihre Ängste und ihren Mut.

So 30.08., 16:30 Uhr, tagesschau 24


 

Die Illusion von der Chancengleichheit

Viele gestandene Akademiker erinnern sich an ihr Studium als schönste Zeit des Lebens –  was den Bachelor- und Master-of-irgendwas-Absolventen eher abgeht. Sie kämpfen um Pflichtmodule und Leistungspunkte. Bei Anwesenheitspflicht, einer 40-Stunden-Woche, ständigem Prüfungs- und Projektstress bleibt kaum Zeit zum Jobben. Aber erst mal gilt es, den Sprung an die Uni schaffen. Ein Numerus clausus verbarrikadiert etliche Studiengänge. Wer kein Einser-Abi hat, kann z. B. für Medizin jahrelang auf einen Platz warten. Gar am Wunschort zu studieren bleibt für viele ein Traum. Wer gute Nerven und gut situierte Eltern hat, kann einen Studienplatz einklagen. Oftmals entscheidet daher der Geldbeutel über Studium und Karriere. Die Sendung  zieht eine kritische Bilanz der Bologna-Reform.

Mo 31.08., 22:45 Uhr, ARD


 

Sand – Die neue Umweltzeitbombe

Sand steckt in Glas, Putzmitteln, Handys, vor allem die boomende Baubranche benötigt Unmengen. Weil Wüstensand ungeeignet ist, wird Sand oft illegal abgebaut, im Meer, in Flüssen, an Küsten. Mit drastischen Folgen für das Ökosystem.

Di 01.09., 20:15 Uhr, Arte