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Mittwoch, 26. November 2014  

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Film/Fernsehen

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Schlagstock unterm Sari – Indiens Frauen wehren sich

Sie sind Indiens Antwort auf Robin Hood: Die Gulabi-Gang. Hunderte von Frauen in pinkfarbenen Saris. Sie halten Kinderhochzeiten auf, verprügeln uneinsichtige gewalttätige Ehemänner und zwingen Polizisten dazu, Vergewaltiger zu verhaften. Denn im indischen Hinterland schert sich kein Polizist um die Gesetzeslage. Doch die Frauen in pink lassen nicht locker. Wenn Engelszungen nichts bewirken, lassen sie den Stock sprechen.

Di 18.11., 22:00 Uhr, WDR


 

Brown Babies – Deutschlands verlorene Kinder

Negermischling, Halbblut und Bastard: Diese rassistischen Beschimpfungen sind nur einige der Namen, die den schwarzen „Besatzungskindern“ in den 1940er- und 50er-Jahren in Deutschland gegeben wurden. Oft waren diese „Brown Babies“, die afroamerikanische GIs mit deutschen Frauen gezeugt hatten, alles andere als Wunschkinder. Das Nachkriegsdeutschland war noch vom Rassenhass der NS-Zeit geprägt, die Gesellschaft akzeptiert keine sogenannten „Mischlingskinder“. Selbst im Bundestag der noch jungen Bundesrepublik wurde das sogenannte „rassische Problem“ diskutiert. Von 1951 an forderten zahlreiche private und staatliche Initiativen die Mütter der Besatzungskinder auf, ihre Kinder zur Auslandsadoption freizugeben. Viele der Frauen hielten dem Druck nicht stand. Und so wurde ein Teil der afrodeutschen Kinder tatsächlich zu US-amerikanischen Adoptiveltern abgeschoben. Peggy Blow war eines dieser Kinder. Sie war ein Jahr alt, als sie von einer US-amerikanischen Familie adoptiert wurde. Jahrzehntelang verschwiegen ihre Adoptiveltern ihr, dass sie eigentlich ein deutsches Besatzungskind ist. Jetzt macht sich die Schauspielerin auf die Suche nach ihrer deutschen Familie, sie reist nach Deutschland. Begleitet wird sie dabei von der Ahnenforscherin Henriette Cain, die ebenfalls zu den Besatzungskindern zählt. Gemeinsam begegnen die beiden Amerikanerinnen weiteren „Brown Babies“, die ihnen ihre Lebensgeschichten erzählen.

Mi 19.11., 00:05 Uhr, BR


 

Deutsche Seelen – Leben nach der Colonia Dignidad

1961 gründete der Deutsche Paul Schäfer die „Kolonie der Würde“, ein festungsartiges Areal. Dort wurden Gegner der Pinochet-Diktatur ermordet und Kinder der Sektenmitglieder vergewaltigt und gequält. Erst 2005 wurde die Sekte zerschlagen, Schäfer starb im April 2010. Opfer und Peiniger leben weiter Tür an Tür…

Mi 19.11., 23:00 Uhr, ZDF Kultur


 

Das geplünderte Erbe

Auf 7 Mrd. US-Dollar schätzt das FBI den weltweiten Jahresumsatz mit geraubten Kunstschätzen. Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ finanziert sich unter anderem durch den Handel mit antikem Kulturgut. Der Niederländer Michel van Rijn verdiente früher selbst Unsummen damit. Nun wechselte er die Seiten und verrät die Ex-Geschäftspartner. Nicht nur Spenden und Wegzölle finanzieren nämlich die Waffen des „Islamischen Staates“. Unfreiwillig, sagt van Rijn, unterstützen auch hiesige Kunstsammler die brutale Terrorgruppe. Deutschland ist einer der Hauptumschlagplätze. Dort, woher die Zeugnisse jahrtausendealter Kulturen, etwa der Sumerer, stammen, bleiben oft nur Kraterlandschaften.

Do 20.11., 19:15 Uhr, Phoenix


 

Mexiko: Die Macht der Kartelle

Mexikos brutale Drogenmafia hat die Wirtschaft im Griff. Mittäter sind korrupte Beamte, globale Konzerne und Banken, die an der Geldwäsche verdienen und dafür sorgen, dass Syndikate weltweit nahezu straffrei agieren.

Do 20.11., 08:55 Uhr, Arte


 

Vier Wochen Asyl – Ein Selbstversuch mit Rückkehrrecht

Ein Reporterteam zieht für vier Wochen in ein Asylbewerberheim – irgendwo in Deutschland. Die Journalisten werden unter den gleichen Bedingungen leben wie die Asylbewerber. Sie wollen wissen: Was ist dran an dem Vorwurf, der von vielen Hilfsorganisationen erhoben wird, die Lebensbedingungen in den Gemeinschaftsunterkünften seien menschenverachtend? Ihr Leben dort wird mit kleinen Kameras dokumentiert. Aus eigener Anschauung zeigt die Reportage, wie es ist, in Deutschland als fremd, geduldet oder abgelehnt zu gelten.

Fr 21.11., 15:00 Uhr, Einsfestival


 

Hoffnungsträger

Seit April 2014 ist der Genfer Pierre Krähenbühl Generalsekretär der UNRWA, der Flüchtlingshilfswerks der UNO für Palästina-Flüchtlinge. Damit ist er Schutzherr über fünf Millionen Menschen. Als Israel im Juli den Gaza-Streifen bombardierte, war Pierre Krähenbühl kaum drei Monate im Amt. Zivilisten suchten Schutz vor dem Krieg und wurden trotzdem von der israelischen Armee beschossen. Krähenbühl handelte: Er ging nach Gaza, half den Menschen und kritisierte vor aller Welt die illegalen Angriffe. Einen Monat nach Kriegsende reist Reporter Tilman Lingner mit Pierre Krähenbühl in das Krisengebiet. Chaos und Zerstörung sind erdrückend. Krähenbühl lässt sich nicht entmutigen. Mit vollem Einsatz versucht er den Neuanfang und will den ewigen Zyklus von Krieg und Gewalt brechen.

Fr 21.11., 15:20 Uhr, SRF 1


 

Willkommen in Hoyerswerda?

Hoyerswerda – da war doch mal was? Die sächsische Kreisstadt stand 1991 über Monate in den Schlagzeilen. „Ausländerfrei“ wollte man es haben. Zahlreichen Rechten und bürgerlichen Sympathisanten gefiel es nicht, dass Asylbewerber in der Stadt untergebracht waren. Es kam zu pogromartigen Zwischenfällen, und am Ende wurden die Menschen, die hier auf eine neue Zukunft hofften, in andere Städte verbracht. Ein Armutszeugnis auch für die verantwortlichen Politiker. Anfang 2014 wird ein neues Asylbewerberheim in Hoyerswerda eröffnet. Wieder protestieren die Rechten und nutzen vor allem das Internet für ihre menschenverachtende Hetze. Doch diesmal gibt es eine Gegenbewegung. An ihrer Spitze: eine couragierte Bürgerin und ein Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde. Grit Maroske und Jörg Michel gründen das Bürgerbündnis „Hoyerswerda hilft mit Herz“. Sie wollen, dass es den Flüchtlingen besser geht als damals. Eine Aufgabe, die nicht leicht ist. Immer noch gärt der Rassismus in Hoyerswerda. Während das Bürgerbündnis die Fremden willkommen heißt, gärt noch immer der Rassismus in der Stadt.

Sa 22.11., 11:00 Uhr, tagesschau 24


 

Das Herz von Jenin

Herbst 2005: In Jenin im besetzten Westjordanland wird der zwölfjährige Ahmed von israelischen Soldaten erschossen. Der palästinensische Vater Ismael spendet die Organe seines Sohnes – und rettet sechs israelischen Kindern das Leben. Jahre später reist Ismael nach Israel, wo er Menuha trifft: Die Tochter orthodoxer Juden trägt Ahmeds Herz in sich. Die Doku über ein politisch brisantes Beispiel für wahre Nächstenliebe wurde unter anderem mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet.

Sa 22.11., 13:35 Uhr, Einsfestival


 

Die Flüchtlinge und Mama Lenz

Dorothee Lenz wollte eigentlich nur Hausrat loswerden, als sie zum ersten Mal im Flüchtlingsheim im mittelhessischen Leun vorbei sah. Inzwischen ist sie regelmäßig dort, denn die Zustände, unter denen Menschen dort leben, haben sie aufgerüttelt. Die Asylbewerber in Leun haben einen großen Kreis von Helfern. Sie begleiten die Flüchtlinge oft seit der Ankunft. Auch Dorothee Lenz geht mit zu Behörden, vermittelt Deutschunterricht und bringt den jungen Männern im Heim auch schon mal das Putzen bei. Die nennen sie 'Mama' und haben großen Respekt vor ihr. Aber auch in Leun schlagen den Neuankömmlingen Vorurteile und Ablehnung entgegen. Verständnis zu schaffen – auch das sehen die Ehrenamtler als eine ihrer wichtigen Aufgaben.

So 23.11., 18:30 Uhr, HR