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Freitag, 06. März 2015  

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Ukraina - Tagebuch aus einem zerrissenen Land

In einigen Tagen jährt sich der Höhepunkt des ukrainischen „Euromaidan“-Umsturzes. Bei der Eskalation der Kämpfe zwischen prowestlichen, häufig auch nationalistischen Ukrainern und den Sicherheitskräften des korrupten Präsidenten Wiktor Janukowitsch kamen damals über hundert Menschen ums Leben. Es war der vermeintliche Sieg der vom Westen unterstützen Opposition. Was im Siegestaumel unterging: Im Osten des Landes, vor allem in der Donbas-Region, sahen viele Menschen in all dem nicht eine gerechte Revolution, sondern einen verfassungswidrigen Umsturz – und wehrten sich gegen die neuen Machthaber. Das Resultat ist ein bewaffneter innerukrainischer Konflikt, aber auch ein unerklärter Krieg zwischen dem Westen und Russland. Die Folge davon sind weit über 5000 Tote und über eine Million Vertriebene. Die Sendung begleitet Menschen, die sich in dieser einmaligen und schwierigen Situation im Lande zurechtfinden müssen. Sie zeigt auch, dass es in der Ukraine tatsächlich tiefe historische, kulturelle und soziale Spaltungen gibt. Aber bei vielen Menschen ist die Bereitschaft da, diese zu überwinden.

Fr 20.02., 11:20 Uhr, SRF 1


 

Mama Lenz und die Flüchtlinge

Dorothee Lenz wollte eigentlich nur Hausrat loswerden, als sie zum ersten Mal im Flüchtlingsheim im mittelhessischen Leun vorbeisah. Inzwischen ist sie regelmäßig dort, denn die Zustände, unter denen Menschen dort leben, haben sie aufgerüttelt. Die Asylbewerber in Leun haben einen großen Kreis von Helfern. Sie begleiten die Flüchtlinge oft seit der Ankunft. Auch Dorothee Lenz geht mit zu Behörden, vermittelt Deutschunterricht und bringt den jungen Männern im Heim auch schon mal das Putzen bei. Die nennen sie „Mama“ und haben großen Respekt vor ihr. Aber auch in Leun schlagen den Neuankömmlingen Vorurteile und Ablehnung entgegen. Verständnis zu schaffen - auch das sehen die Ehrenamtler als eine ihrer wichtigen Aufgaben.

Sa 21.02., 05:15 Uhr, HR


 

Steuerfrei - Wie Konzerne Europas Kassen plündern

Der Reichtum ist nicht zu fassen: Weltweit lagern 32 Billionen Dollar auf Schwarzgeldkonten, laut einer Studie von Tax Justice Network. Allein für die Euro-Zone schätzt die Europäische Kommission den Steuerausfall auf über eine Billion Euro jährlich. „Mit dem Geld wären die Haushaltsprobleme der Krisenländer gelöst,“ meint EU-Parlamentspräsident Martin Schulz. Doch einige Staaten Europas, wie die Niederlande, Irland oder Luxemburg, gehören selbst zu den lukrativsten Steueroasen der Welt und blockieren jede Initiative Brüssels nach einer einheitlichen Steuerregelung. Und deshalb muss der normale Steuerzahler in ganz Europa die bankrotten Staaten und maroden Banken stützen – während Konzerne und Reiche weiter legal und illegal ihre Milliarden in Europas Steueroasen verstecken.

Sa 21.02., 09:15 Uhr, tagesschau 24


 

Die Milchrebellen

Die Milch im Supermarkt wird immer billiger. Für die Milchbauern heißt das: Wachse oder weiche! Im letzten Jahrzehnt hat ein Drittel der deutschen Milchbauern aufgeben müssen – gleichzeitig hat die Zahl der Megabetriebe zugenommen. In XXL-Ställen stehen Hunderte von Kühen. Damit sie Höchstleistungen erbringen, kommen die Tiere auch im Sommer nicht mehr auf die Weide. Auch die Molkereien werden immer größer: Multinationale Konzerne wie Arla oder Friesland-Campina haben die kleinen regionalen Molkereien übernommen und exportieren Milch bis nach China. Doch auch sie sind abhängig vom Preisdiktat der Supermärkte, in erster Linie von Aldi oder Lidl. Doch einige kleine Milchbauern lehnen sich gegen die Konzentrationswelle auf dem Milchmarkt auf. Zum Beispiel Josef Jacobi aus Körbecke, der mit anderen eine Bauernmolkerei gegründet hat, um sich vom Preisdiktat der Giganten zu lösen. Oder Petra Ohrndorf, Jungbäuerin aus dem Siegerland: „Schon in der Ausbildung wird uns nahegelegt, dass wir in größere Ställe investieren sollen. Aber ich wünsche mir eine Landwirtschaft, die in Familienhand bleibt und in der jedes Tier nicht nur eine Nummer ist.“ Im März 2015 wird der letzte Schutz für die Kleinbauern fallen: Die EU hat das Ende der Milchquote angekündigt. Wenn der Milchmarkt liberalisiert wird, fürchten viele Milchbauern einen neuen Preisverfall. Es ist ein Kampf David gegen Goliath, denn auf die Unterstützung von Bauernverband und Bundesregierung brauchen sie nicht zu hoffen. Die haben sich längst entschieden, dass eine moderne Landwirtschaft nur in Großstrukturen funktionieren kann.

So 22.02., 16:20 Uhr, WDR


 

Das Boot ist nicht voll

Am 11. Oktober 1973 stürzte General Pinochet die sozialistische Regierung Allendes in Chile. Damit begann eine Zeit blutiger Unterdrückung, die Tausende von Männern und Frauen ins Exil trieb. Doch es herrschte der Kalte Krieg. Der Schweizer Bundesrat misstraute den chilenischen Flüchtlingen. Sie seien zu links und möglicherweise gefährlich. Als Reaktion auf diese Weigerung der Behörden bildete sich die breite Volksbewegung „Freiplatzaktion“ und ermöglichte schließlich 2000 Chileninnen und Chilenen die Einreise in die Schweiz. Die Dokumentation wirft mit damaligen Protagonisten einen heutigen Blick auf die Bewegung.

Mo 23.02., 09:05 Uhr, SRF 1


 

Schattenkrieg in der Sahara

Frankreich startet 2013 eine der größten Militärinterventionen in Nordafrika seit Ende der Kolonialzeit und der Sahara droht ein unruhiges Jahrzehnt. Die Doku erforscht die wahren Hintergründe des Konflikts und legt dar, welche Interessen sich hinter der Destabilisierung einer ganzen Region verbergen. Wird die Sahara zum Schauplatz eines drohenden Krieges um Ressourcen?

Di 24.02, 09:55 Uhr , Arte


 

Jagd auf Snowden

Die Sendung erzählt die wahre Geschichte der Flucht Edward Snowdens. Es ist eine David-gegen-Goliath-Geschichte, an deren Ende sich Snowden ins Moskauer Exil rettet und die Supermacht USA blamiert ist. Die USA hatten ein Flugzeug illegal zur Landung gezwungen und alle diplomatischen Register gezogen. Und das FBI war nicht davor zurückgeschreckt, Snowdens Vater für seine Zwecke einzuspannen.

Mi 25.02.,  21:00 Uhr, Phoenix