hintergrund_old_english
Donnerstag, 28. August 2014  

POLITIK

Inland
EU
Welt

WIRTSCHAFT

Inland
Welt
Finanzwelt

HINTERGRUND

Umwelt
Kriege
Terrorismus
Twitter oder Facebook?
Aus Gründen des Datenschutzes und der Sicherheit verzichtet Hintergrund ganz bewusst auf das Angebot sozialer Netzwerke.Von Facebook wissen wir, dass es seine Nutzer aktiv ausspäht.

Film/Fernsehen

Drucken E-Mail

 Schicksalsjahr am Hindukusch

Wie geht es weiter in einem Land, das zu den ärmsten und zu den korruptesten Ländern der Welt gehört? Das letzte Jahr des NATO-Kampfeinsatzes in Afghanistan hat begonnen. Für viele scheint das Ergebnis des zwölfjährigen Kriegseinsatzes ernüchternd. Mit viel Unsicherheit und Angst geht der Blick in die Zukunft des Landes. Wer auch immer die Nachfolge des Präsidenten Karzai antritt, auf ihn warten geradezu gigantische Aufgaben

Mi 27.08., 21:45 Uhr, Phoenix


 

Die Macht der Millionäre

Die Einkommen der Bürger sinken und mit ihnen die Steuereinnahmen der Städte; die Kommunen stehen mit leeren Kassen vor der Aufgabe, die Infrastruktur aufrechterhalten zu müssen. Immer häufiger sind es wohlhabende Bürger und Stiftungen, die diese Aufgabe übernehmen. Denn während sich die klammen Kommunen den Erhalt von Schulen, Straßen oder Sozialwohnungen nicht mehr leisten können, zeigen sich die von der Steuerpolitik begünstigten Wohlhabenden gerne großzügig.

Autorin Gesine Enwaldt zeigt am Beispiel von Lübeck und Kiel, was es konkret heißt, wenn die Reichen reicher und die Armen ärmer werden. Wie mächtig sind die Millionäre? Haben die Volksvertreter in den Rathäusern überhaupt noch etwas zu sagen? Wer bestimmt die Spielregeln in den Städten? Die Autorin begegnet Politikern, deren Macht zusehends schwindet, die immer abhängiger werden von privaten Geldspenden der reichen Bürger.

Mi 27.08., 15:45 Uhr, Einsfestival


 

Lohn ohne Arbeit?

Tausend Euro für jeden – auch wenn er nichts tut? Diesen Vorschlag macht der Unternehmer Götz Werner: Er propagiert die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens. Er strebt einen neuen, freiheitlichen Sozialstaat an, jenseits der extrem personalintensiven und für die Betroffenen teilweise stigmatisierenden Formen bürokratischer Überwachung. Und er verbindet damit die Hoffnung auf eine Entspannung des Arbeitsmarktes, auf ein Mehr an gerechter Verteilung, die Beseitigung finanzieller Einkommensarmut und den Abbau sozialer Spannungen. Kritiker hingegen verweisen auf schädliche gesamtwirtschaftliche und gesellschaftliche Auswirkungen einer Entkoppelung von Einkommen und Arbeit. Eine Debatte, die viele Menschen aufrüttelt und fasziniert.

Do 28.08., 16:30 Uhr, Einsfestival


 

Tauschen und Teilen

In Zeiten von Finanzkrise und zunehmend unbefriedigenden Arbeitsverhältnissen wächst die Sehnsucht nach Alternativen zu unserem kapitalistischen Gesellschaftsmodell. Selbsternte-Projekte, Car-Sharing, Tauschkreise mit eigenen Währungen und alternative Kreditbeschaffung abseits der Banken sind keine reinen Nischenphänomene mehr. Menschen fordern ihr Recht auf die Gestaltung ihrer unmittelbaren Lebenswelt ebenso ein, wie die Zugangs- und Nutzungsrechte an lebensnotwendigen Dingen. Es geht aber auch um eine grundsätzliche Neuausrichtung der Gesellschaft jenseits von Konkurrenz, Profit- und Wachstumszwang. Durch gemeinsame Nutzung von Ressourcen, Do-it-yourself-Initiativen, Schenkwirtschaft und die Schließung regionaler Stoffkreisläufe sollen die Unabhängigkeit vom Weltmarkt erreicht und die sozialen Beziehungen verbessert werden. Die Dokumentation berichtet vom Trend zum Leben ohne Geld

Fr 29.08., 12:00 Uhr, 3sat


 

Gasland

Josh Vox ist kein Pessimist, aber er sorgt sich um die Dinge, die wir lieben. Als er sein Grundstück für Tiefbohrungen nach Gas freigeben soll, trifft der Filmemacher aus Pennsylvania bereits betroffene Landsleute, befragt Forscher, Politiker und Unternehmer. Seine Bilanz erschreckt: Die Natur wird zerstört, Trinkwasser ist mit Gas kontaminiert, Menschen werden krank, Tiere sterben – nur die Konzerngewinne steigen! Oscar-nominierte Doku zum Thema Fracking.

Sa 30.08., 10:30 Uhr, Arte


 

Es begann mit einer Lüge

Ein Flüchtling beantragte 1999 Asyl in Deutschland. Rafid Ahmed Alwan behauptete, Mitarbeiter einer Anlage im Irak gewesen zu sein, in der chemische Kampfstoffe hergestellt würden. Der deutsche Geheimdienst gab die Aussagen an die US-Administration weiter, unter dem Vorbehalt, dass es Zweifel an der Glaubwürdigkeit gäbe. Die Regierung Bush verwendete die Aussagen Alwans später als Beweis für Bagdads angebliche unerlaubte Waffenprogramme. Später stellte sich heraus, dass Rafid Ahmed Alwan die Inhalte seiner Aussagen frei erfunden hatte.

So 31.08., 09:45 Uhr, ZDFinfo


 

Zwischen den Fronten

Im Orthopädie-Zentrum in Kabul messen sich junge Afghanen im Rollstuhl in einem Basketballturnier. Direktor Najmuddin nimmt an einem Kongress für Kriegschirurgen teil. Dabei gibt er den Ärzten wichtige Hinweise bezüglich Amputationen. Stéphanie Eller macht in Tel Aviv Gefangenenbesuche bei inhaftierten Palästinensern. In der Demokratischen Republik Kongo organisiert Ursula Kayali einen Markt für die Einwohner von drei Dörfern, denen während Kriegswirren das ganze Hab und Gut gestohlen wurde. Im Gegensatz zu herkömmlichen Verteilaktionen können die Betroffenen dort selbst entscheiden, was sie am dringendsten benötigen. In einem abgelegenen Dorf im Nordwesten Kolumbiens wurde ein Mann getötet. Abraham Doblado versucht herauszufinden, was zu dieser Tötung geführt hat. Die Dokumentation „Zwischen den Fronten'“ begleitet Delegierte des IKRK (Internationale Komitee vom Roten Kreuz) auf der ganzen Welt bei ihrer schwierigen Arbeit begleitet. Sie zeigt in berührenden und aufwühlenden Geschichten, was sie beschäftigt und antreibt.

Mo 01.09., 13:20 Uhr, 3sat