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Sonntag, 29. März 2015  

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Film/Fernsehen

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1948 – Jüdischer Traum, arabisches Trauma

14. Mai 1948. Ein schicksalhafter Tag für Juden und Araber, ein Tag, dessen Auswirkungen bis heute die Weltpolitik bestimmen. Der Film beleuchtet die historischen Ereignisse anhand persönlicher Schicksale jüdischer und palästinensischer Protagonisten. Sie erzählen ihre Geschichte eindringlich und fern von ideologischen Schilderungen. Für die Juden geht an diesem Tag das 2.000-jährige Exil zu Ende – der Staat Israel wird ausgerufen. Für die Palästinenser steht dieses Datum als Symbol für die Nakba – die massenhafte Flucht und Vertreibung aus ihren Dörfern und Siedlungen.

Sa 28.03., 11:30 Uhr, Einsfestival


 

Betongold

Die Finanzkrise löste den Immobilienhype in Deutschland aus, vor allem in Großstädten. In der Folge werden Wohnungen aufwendig saniert und teuer (neu) vermietet oder verkauft. Auf so persönliche wie anschauliche Weise erzählt Regisseurin Katrin Rothe den bitteren Fall des Mietshauses und der Hausgemeinschaft in Berlin-Mitte, wo sie lebt. Nach der Sanierung soll die Miete verdoppelt werden, es folgen Schikanen, die Umwandlung in Eigentum, Abfindungsangebote, Rechtsstreitigkeiten. Manche resignieren, andere kämpfen, nach und nach leert sich das Haus...

So 29.03., 21:02 Uhr, tagesschau 24


 

Supermacht EZB – Der Kampf um den Euro

Ist Mario Draghi der mächtigste Mann Europas? Der Präsident der Europäischen Zentralbank regiert die Geldwelt. Mit wenigen Worten kann er Milliarden bewegen. Unübersehbar und Respekt gebietend ragt sein neuer, 1,3 Milliarden teurer Glaspalast in den Frankfurter Himmel. Klein und unscheinbar nimmt sich dagegen die Bundesbank aus. Sichtbarer Ausdruck des neuen Machtgefüges. Stammtisch und Finanzwelt sind sich einig: Nicht die Politiker, der Zentralbanker bestimmt den Kurs der Krisenpolitik.

Die Geldpolitik der EZB hat Nebenwirkungen, deshalb stößt sie vor allem in Deutschland auf Widerstand. Jens Weidmann, Präsident der Deutschen Bundesbank, kämpft seit Amtsantritt gegen Draghis lockere Geldpolitik und fordert stattdessen stärkeren politischen Druck auf die Krisenländer. Doch vergebens. Im vergangenen Januar kündigte der EZB-Präsident das größte Ankaufprogramm von Wertpapieren in der Geschichte Europas an: Jeden Monat 60 Milliarden Euro bis zum Herbst 2016 – eine riesige Wette auf Europas Zukunft. Überspannt Draghi das Mandat der EZB? Die Sendung bringt Beteiligte zum Sprechen. Erstmals schildern Notenbanker und Finanzexperten, welche Kämpfe oft über Tage auszufechten waren, bevor neues Geld floss und Anleihenkäufe und Hilfsprogramme verkündet werden konnten.

So 29.03., 09:15 Uhr, tagesschau 24


 

Terrorgefahr! Überwachung total?

Die Attentate in Frankreich haben die Debatte über die Überwachung der Bürger neu entfacht. Der Dokumentarfilm stellt sich den aktuellen Fragen. Reicht die bisherige Datenkontrolle aus? Wie kann sich der Bürger gegen komplette Durchleuchtung schützen? Wie profitieren globale Konzerne von den Daten der Verbraucher? Und: Kann ein Überwachungsstaat Terror verhindern?

Mo 30.03., 08:55 Uhr, Arte


 

Tote Tiere - Kranke Menschen

Seit Mitte der 90er Jahre werden Teile Europas von einem geheimnisvollen Tiersterben heimgesucht. In den Ställen verenden Tausende Rinder. Die Landwirte kämpfen in ihren Beständen mit Fruchtbarkeitsproblemen, Fehlgeburten, missgebildeten Kälbern. Und: Sie erkranken selbst. Wissenschaftler stehen lange vor einem Rätsel, bis man in den Tieren hohe Mengen des Totalherbizids Glyphosat, des weltweit am häufigsten eingesetzten Pestizids, findet. Allein in der europäischen Landwirtschaft werden jährlich Millionen Liter glyphosathaltiger Pestizide eingesetzt. Französische Wissenschaftler stellten in bisher einmaligen Tierversuchen erhebliche Schadwirkungen von Glyphosat fest und sahen sich kurz nach Veröffentlichung ihrer Studie einer intensiven Gegenkampagne seitens der Industrie ausgesetzt. Die Dokumentation geht diesen Zusammenhängen und Vorgängen nach. Achtzig bis neunzig Prozent des Tierfutters, das in Nordeuropa in den Trögen der Nutztiere landet, ist importiert: genverändertes Korn aus Nord- und Südamerika. Die Genveränderung besteht aus einer künstlich geschaffenen Resistenz gegen Glyphosat. Konsequenz: Das Getreide ist vollgesogen mit dem Pestizid. Das Fleisch dieser Tiere landet auf den Tellern der Verbraucher. Die Dokumentation stellt außerdem die Frage: Was ist in den Ländern los, aus denen dieses Korn kommt? Dort, wo es – unter massivem Chemikalieneinsatz – produziert wird? Wie geht es den Tieren dort? Und wie den Menschen?

Di 31.03., 21:15 Uhr, Arte


 

Abrechnung mit Afghanistan

Der Abzug der internationalen Truppen aus Afghanistan ist weitgehend abgeschlossen. Über 3000 Soldaten verloren bisher ihr Leben. Die ISAF hinterlässt ein Land am Rande des Bürgerkriegs. Um das verworrene Netz dieses Krieges zu entwirren, dessen Hauptmotiv es war, die Anschläge des 11. September zu rächen, haben die Filmemacher mit den Akteuren dieser langen Konfliktes gesprochen. Was hat der Einsatz gebracht? Und wie sieht die Zukunft Afghanistans aus?

Mi 01.04., 20:15 Uhr, ZDFinfo



Gift im Fisch – Die große Gesundheitslüge

Seit Jahrzehnten loben Ernährungswissenschaftler Meeresfisch wegen seiner wertvollen Fettsäuren als ausgesprochen gesund. Laut Welternährungsorganisation FAO kommt rund die Hälfte der Fische mittlerweile aus Zuchten, den sogenannten „Aquakulturen“. Vor 30 Jahren waren es noch neun Prozent. Ein Paradebeispiel für die Massenzucht ist Norwegen, wo Lachse gegen Parasiten, Algen und Bakterien mit Antibiotika behandelt werden und hochgiftige Chemikalien ins Wasser gesprüht werden. Der Dokumentarfilmer Nicolas Daniel deckt die Machenschaften der Fischindustrie auf, die politisch bestens vernetzt ist. Die Dokumentation zeigt außerdem die Bedingungen, unter denen Pangasius im Süd-Vietnam gezüchtet wird und ermöglicht Einblicke in Fabriken, in denen jeder Bestandteil des Fisches verarbeitet wird und das nicht nur zu Tierfutter. Inzwischen warnen Gesundheitsbehörden bereits davor, zu viel Fisch zu essen.

Mi 01.04., 22:55 Uhr, SRF 1