hintergrund_old_english
Dienstag, 09. Februar 2016  

POLITIK

Inland
EU
Welt

WIRTSCHAFT

Inland
Welt
Finanzwelt

HINTERGRUND

Umwelt
Kriege
Terrorismus
Twitter oder Facebook?
Aus Gründen des Datenschutzes und der Sicherheit verzichtet Hintergrund ganz bewusst auf das Angebot sozialer Netzwerke.Von Facebook wissen wir, dass es seine Nutzer aktiv ausspäht.

Film/Fernsehen

Drucken E-Mail

 So tickt Europas Jugend

Europaweit wächst die Kluft zwischen Arm und Reich, nehmen prekäre (unsichere) Lebensverhältnisse zu, selbst wenn wie in Litauen die Wirtschaft floriert. Vergleichsweise optimistisch in die Zukunft blicken können laut Bertelsmann-Studie deutsche, polnische oder tschechische Jugendliche. Spanische und griechische Altersgenossen sind zu über fünfzig Prozent arbeitslos. Oder sie ergattern, wie 700 000 Briten, nur stundenweise Jobs auf Abruf. Rumänische Kids erleben zudem, dass ihre Eltern weg sind - zur Saisonarbeit im Ausland. Was passiert, wenn sich immer mehr junge Menschen von der Politik im Stich gelassen fühlen?

Mo 01.02., 19:30 Uhr, EinsPlus


 Iran – Zurück auf der Weltbühne

Nach dem historischen Durchbruch bei den Atomverhandlungen ist der Iran wieder zurück auf der politischen Weltbühne. Irans Staatspräsident Hassan Ruhani reiste nach Italien und Frankreich, um nach dem Ende der Sanktionen die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu den Ländern wieder aufleben zu lassen. Moderator Michael Krons spricht mit seinen Gästen Adnan Tabatabai, politischer Analyst, und Michael Lüders, Nahost-Experte, über ein Land, das, laut seinem Präsidenten, die positive Stimmung nach dem Atomabkommen für einen Neuanfang nutzen möchte.

Di 02.02., 10:45 Uhr, Phoenix


Lobbyisten - die stille Macht im Land

Der direkte Wechsel von Spitzenpolitikern in den Lobbyismus gerät immer wieder in die Schlagzeilen. In Berlin sind 2.180 Lobby-Verbände beim Deutschen Bundestag registriert, geschätzte fünftausend Lobbyisten gehen hier ihrem verschwiegenen Job nach. „Lobbyismus ist prinzipiell nicht öffentlichkeitsfähig“, sagt ein Spitzenlobbyist. Trotzdem gelingen der Sendung überraschend tiefe Einblicke in eine abgeschottete Branche, die zeigen, wie und warum Lobbyismus in Berlin funktioniert. Zudem wird belegt, dass Politiker die Nähe zu Lobbyisten selbst suchen und sich von einer Partnerschaft mit Wirtschaftsvertretern Vorteile versprechen. Erstmals wird in der Sendung die von der Öffentlichkeit abgeschottete Arbeit der beiden großen Lobbyisten-Vereinigungen „Collegium“ und „Adler-Kreis“ dokumentiert. Die hier versammelten Vertreter der DAX-Konzerne treffen sich regelmäßig zu internen Beratungen mit Ministern, Ministerpräsidenten und Fraktionsvorsitzenden.

Di 02.02., 14:15 Uhr, Einsfestival


Wenn nichts mehr geht

Erfolg, Leistung, Anerkennung – Begriffe, die in unserer modernen Gesellschaft allgegenwärtig sind. Doch immer mehr Menschen scheitern an diesen Ansprüchen, die sie bis zur Erschöpfung fordern. In den vergangenen fünfzehn Jahren ist die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund psychischen Stresses um mehr als achtzig Prozent gestiegen. Ärzte kämpfen gegen eine Krankheit, die viele noch immer als Einbildung abtun. Tatsache ist: Allein in Deutschland sind rund neun Millionen Menschen depressiv. Mache ein Leben lang. Psychische Erkrankungen sind zur Ursache Nummer eins bei Frühverrentungen geworden. Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht davon aus, dass Depressionen im Jahr 2020 zur zweithäufigsten Krankheit gehören werden. Betroffen sind etwa zwei- bis dreimal so viele Frauen wie Männer.

Mi 03.02., 20:45 Uhr, MDR


Jung, männlich, marokkanisch: Wie ein Viertel unter Generalverdacht gerät

Die Ereignisse der Silvesternacht haben ihre Spuren hinterlassen: Ansammlungen junger Männer aus Tunesien, Libyen, Algerien und Marokko werden jetzt kritisch beäugt. Im Düsseldorfer Maghreb-Viertel bislang nicht, dort bilden Nordafrikaner die Mehrheit. Doch die Bewohner beschleicht das Gefühl: Wir stehen alle unter Generalverdacht. Die stärkere Polizeipräsenz begrüßen dennoch viele.

Mi 03.02., 22:10 Uhr, WDR


Im Nebel des Krieges

ARD-Autor Ashwin Raman hat im Sommer 2015 die verschiedenen Fronten aufgesucht, an denen der Kampf gegen den „Islamischen Staat“ geführt wird. Dazu gehört der US-amerikanische Flugzeugträger vor der Küste Bahreins ebenso wie die Kaserne in Bayern, wo streng abgeschottet von der Öffentlichkeit kurdische Peschmerga-Kämpfer von Bundeswehrsoldaten an Lenkraketen des Typs „Milan“ ausgebildet werden. Vor allem aber ist Raman sechs Wochen im Kriegsgebiet selbst unterwegs, im Grenzgebiet zwischen Syrien, Irak und Kurdistan. Dabei entstehen exklusive Bilder, von gefangenen IS-Kämpfern bis hin zu hautnahen Aufnahmen von Kriegshandlungen an diversen Fronten. Und von Begegnungen mit den Menschen der Region, die Opfer von Krieg und Gewalt wurden.

Do 04.02., 20:15 Uhr, tagesschau 24


 Abrechnung mit Afghanistan

Der Abzug der internationalen Truppen aus Afghanistan ist weitgehend abgeschlossen. Über dreitausend ausländische Soldaten verloren bisher ihr Leben. Die ISAF hinterlässt ein Land am Rande des Bürgerkriegs. Um das verworrene Netz dieses Krieges zu entwirren, dessen vorgebliches Hauptmotiv es war, die Anschläge des 11. September zu rächen, haben die Filmemacher mit den Akteuren dieses langen Konfliktes gesprochen. Was hat der Einsatz gebracht? Und wie sieht die Zukunft Afghanistans aus?

Fr 05.02., 13:20 Uhr, ZDFinfo


 Uwe Barschel – Das Rätsel

1987 erschüttert die „Waterkantgate“-Affäre Deutschland. Uwe Barschel (CDU), Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, soll im Wahlkampf Kontrahent Björn Engholm (SPD) ausspioniert haben. Trotz seines Ehrenworts, die Vorwürfe seien haltlos, tritt Barschel kurz darauf zurück. Am 11.10.1987 wird er in einem Genfer Hotel tot in der Badewanne gefunden. Ob Mord oder Selbstmord, ist unklar. Ungereimtheiten und Ermittlungspannen tragen zur Legendenbildung um das Ende des Kieler Aufsteigers mit Kanzlerambitionen bei. Die Sendung geht neuen Hinweisen nach, und befragt auch Barschels Pressereferent Reiner Pfeiffer († 2015), der die Affäre ins Rollen brachte.

Sa 06.02., 23:10 Uhr, ARD


Knast auf ewig?

Kann man jemanden einsperren für eine Tat, die er noch gar nicht begangen hat? Ja. Immer häufiger ordnen Gerichte Sicherungsverwahrung an und das nicht nur bei Sexual- und Gewaltstraftätern. Nicht wenige sitzen wegen mehrfacher Raub- oder Betrugsdelikte seit Jahren bzw. Jahrzehnten hinter Gittern. So sitzt z. B. der 59jährige Klaus F. seit insgesamt 24 Jahren im Knast wegen räuberischer Erpressung und wiederholter Bankeinbrüche. 2008 wurde für den ehemaligen Logistikkaufmann Sicherungsverwahrung angeordnet. Seit 1998 kann Sicherungsverwahrung in Deutschland unbefristet verhängt und seit 2004 auch nachträglich angeordnet werden. Der Film schaut hinter die Gefängnismauern der JVA Werl, die zurzeit zur größten Anstalt für Sicherheitsverwahrung ausgebaut wird. Er stellt Gefangene vor, die hier seit Jahrzehnten inhaftiert sind. Gefängnisdirektor und Jurist Michael Skirl kommt zu Wort, der ein Buch zum Thema veröffentlichte und ein kritisches Auge auf die eigene Zunft hat. Außerdem werden Psychologen, Richter, Politiker befragt und nicht zuletzt Anstaltspfarrer Adrian Tillmanns, der immer häufiger Gefangene beerdigen muss, die ihr Leben hinter Gittern beendet haben.

So 07.02., 11:15 Uhr, tagesschau24


 Für das Wohl des Unternehmens

Japan, 2011: Nach drei Jahrzehnten im Unternehmen wird der Brite Michael Woodford erst zum Präsidenten ernannt, ein paar Monate später gefeuert. Was war passiert? Seine Vorgänger bei Olympus hatten mit dubiosen Geschäften Verluste kaschiert. Woodford bemühte sich um Aufklärung, stieß jedoch auf eine Mauer aus Schweigen und fehlgeleiteter Loyalität. Die Chronik des Skandals zeigt die japanische Wirtschaft als quasi-feudales, reformfeindliches System.

Mo 08.02., 08:55 Uhr, Arte