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Mittwoch, 23. Juli 2014  

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Film/Fernsehen

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Delete - Spurlos verschwinden

Datenbanken und Social Networks, Biometrie und Überwachungskameras, Nacktscanner, GPS- und Funkzellenüberwachung: Im digitalen Zeitalter geben wir als „gläserne Bürger“ Behörden und Unternehmen permanent persönliche Informationen preis – ob wir wollen oder nicht. Sicherheits-Experte Aton Edwards untersucht, ob und wie man sich in unserer modernen Welt noch ohne Spuren bewegen kann. Keine Anleitung zum „Untertauchen“, aber ein spannender Praxistest mit verblüffenden Ergebnissen.

Do 10.07., 21:05 Uhr, N24


 

Durstiger Planet

Man benötigt drei Liter Wasser, um anderthalb Liter Mineralwasser zu produzieren. 40 Liter, um einen Salatkopf zu züchten. 140 Liter Wasser für eine Tasse Kaffee. Und unglaubliche 11.000 Liter Wasser werden für die Herstellung einer Jeans gebraucht. Dabei herrscht für über eine Milliarde Menschen ein hoffnungsloser Wassermangel. Kontaminiertes Wasser tötet täglich mehr als 4.000 Kinder. Wasser ist der Ursprung allen Lebens, aber auch die Ursache für Konflikte. Die Dokumentation zeigt, wie Wasser das Leben bestimmt und wie durstig unser Planet wirklich ist.

Fr 11.07., 16:10 Uhr, n-tv


 

Brandstifter im Staatsauftrag?

Für Deutschlands Inlandsgeheimdienste ist es ein Existenz bedrohendes Erdbeben, was die Ermittlungen rund um die Terrorserie des NSU zu Tage fördern: Gleichsam unter den Augen von mindestens acht V-Männern des Verfassungsschutzes soll das rechtsextreme Trio eine kaltblütige Mordserie begangen haben. Die Dokumentation deckt die verborgenen Mechanismen eines Systems auf, das den Staat vorgeblich schützen soll – ihn aber tatsächlich auch bedrohen kann.

Sa 12.07., 17:15 Uhr, ZDFinfo


 

Verschwörung gegen die Freiheit

Die Dokumentation deckt das Ausmaß der Zusammenarbeit zwischen den Geheimdiensten und den Branchenriesen der Telekommunikations- und Computerbranche auf. Hochrangige Insider legen offen, wie der Pakt zwischen Sicherheitsbehörden und IT-Industrie außerhalb geltender Gesetze zustande kam. Und über allem steht die Frage, welche konkreten Gefahren die Überwachungspraktiken für die Bürger in Deutschland mit sich bringen.

So 13.07., 10:30 Uhr, ZDFinfo


 

Waffen für die Welt

In den schlimmsten Krisenherden der Welt bringen Gewehre „made in Germany“ den Tod. Dieser Film verfolgt die Spuren der Waffenhändler, spricht mit den Opfern, nennt die Profiteure und deckt die Lücken der deutschen Rüstungsexportkontrolle auf. Jahrelang recherchierte der Filmemacher Daniel Harrich, wie die tödlichen Exporte in die Krisengebiete gelangen. Einer seiner Drehorte ist der mexikanische Bundesstaat Guerrero. Hier tobt seit Jahren ein Drogenkrieg und ausgerechnet hier sollen Waffen aus Deutschland aufgetaucht sein. Nach den deutschen Exportregeln hätten sie niemals in diese Unruheprovinz geliefert werden dürfen. Die Rüstungsexportkontrolle hat versagt. Aber wie wurden die deutschen Gesetze umgangen? Das ermittelt die Staatsanwaltschaft Stuttgart seit 2010. Der Film liefert nun neue Beweismittel.

Mo 14.07., 20:15 Uhr, tagesschau 24


 

Edelmarken zum Hungerlohn

Vor einem Jahr stürzte eine Textilfabrik in Bangladesch ein und begrub über tausend Näherinnen unter den Trümmern. Spätestens da war klar: Die Arbeitsbedingungen für Näherinnen dort und in anderen Billiglohnländern sind unzumutbar. Doch nicht nur Billigmarken produzieren in diesen Fabriken, auch Edelmarken lassen hier unter den gleichen Bedingungen nähen. Die Sendung  zeigt, wie hart Näherinnen für sogenannte Edelmarken schuften müssen und wie lokale Politiker in diesem System mitwirken. Kann man in Ländern wie Bangladesch überhaupt fair produzieren?

Di 15.07., 02:15 Uhr, Phoenix


 

Der faire Handel auf dem Prüfstand

Das Geschäft mit Fair-Trade-Produkten boomt: 2012 betrug der Umsatz rund fünf Milliarden Euro, Tendenz steigend. Die neue Konsumeinstellung ist gut für das Gewissen und für die Finanzen. Konsumieren ja, aber bitte fair! – so lautet das Motto des fairen Handels. Wenn der Verbraucher ein Produkt mit Fair-Trade-Siegel in seinen Einkaufswagen legt, dann trifft er damit eine Entscheidung, deren Konsequenzen am anderen Ende der Welt spürbar sind: In Afrika oder Lateinamerika werden Kleinbauern angemessen für die Produktion von Rohstoffen vergütet.

Entgegen der Logik der globalisierten Wirtschaftsordnung werden sie so nicht von Importeuren und Großhändlern ausgebeutet. Eine schöne Theorie. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Immer mehr Gütesiegel für fairen Handel drängen auf den Markt – mit hohem Zuspruch von Verbraucherseite. Aber ist auch fair drin, wo fair draufsteht?

Filmemacher Donatien Lemaître besuchte Plantagen in Mexiko, der Dominikanischen Republik und in Kenia. Seine Recherchen ergaben, dass das Konzept aufgrund seines Erfolgs auch von den PR-Experten internationaler Konzerne aufgegriffen wird, die damit zulasten der Kleinproduzenten ihren Namen „grünwaschen“ – und das ist sicher nicht im Sinne der Erfinder des Fair-Trade-Gütesiegels

Di 15.07., 20:15 Uhr, Arte


 

Krieg der Patente

Microsoft gegen Google, Apple gegen Nokia, Samsung und HTC, Motorola gegen Apple, Oracle gegen Google: Patentklagen sind in der IT-Industrie in den vergangenen Jahren in Mode gekommen. Wir befinden uns mitten in einem globalen Krieg, in dem Patente als strategische Waffen eingesetzt werden. Technologiekonzerne wie Apple und Google geben jedes Jahr mehr Geld für Patente aus, als sie in die Entwicklung neuer Produkte investieren. Sie wollen sich damit die Marktherrschaft sichern.

Als die Filmemacherin Hannah Prinzler erfährt, dass in Amerika mittlerweile auch Patente auf menschliche Gene erteilt werden, fragt sie sich, ob da nicht etwas schief läuft mit dem Patentsystem, und begibt sich auf eine Suche nach Antworten. Auf ihrer Recherchereise besucht sie den englischen Erfinder James Dyson, Patentanwälte und Business-Gurus im Silicon Valley und trifft Lisbeth Ceriani, um von ihr die unglaubliche Geschichte von dem Gen ihres Körpers zu erfahren, das ihr nicht gehört.

Prinzler reist nach Genf zur „Weltorganisation für geistiges Eigentum“ (WIPO) und nach Indien, um die globalen Konflikte um den Zugang zu patentierten Medikamenten zu verstehen. In Indien erfährt sie, wie sich die Inder gegen eine Patentierung von Reis oder Yogahaltungen zu schützen versuchen, und trifft Anil Gupta, den „Gandhi der Innovation“. Braucht die Welt wirklich Patente, damit Dinge erfunden werden? Eine Antwort hofft sie am Ende ihrer Reise in der Wüste von Arizona zu finden, wo ein Team begeisterter Autobauer die weltweit ersten „Open-Source-Autos“ entwickelt.

Di 15.07., 09:00 Uhr, Arte