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Donnerstag, 30. Juni 2016  

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Film/Fernsehen

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Eine Region kämpft gegen den Krebs

In der Gegend von Rotenburg an der Wümme geht die Angst um: Die Krebsrate hat sich in manchen Gemeinden verdoppelt. In der Stadt Rotenburg sind es dreißig Prozent mehr Fälle, als statistisch zu erwarten wäre. Die Menschen in der Region sind in Panik. Für viele ist die Ursache klar: Fracking. In Niedersachsen werden 95 Prozent des deutschen Erdgases gefördert. Dort, wo viele Förderanlagen sind, ist die Krebsrate drastisch angestiegen. Doch einen Beweis für den Zusammenhang zwischen Erdgasförderung und Krebsrate gibt es nicht. Trotzdem schlagen Ärzte Alarm. Der Wasserverband ist beunruhigt und sieht eine latente Bedrohung für das Trinkwasser für vierhunderttausend Menschen.

Fr 01.07., 10:30 Uhr, tagesschau 24


Wie korrupt ist Deutschland?

Bestechung, Vorteilsannahme, Schmiergelder sind weiter verbreitet als angenommen, und Polizei und Staatsanwälte tun sich schwer mit der Bekämpfung der Korruption, denn es gilt das Gesetz des Schweigens. „Korruption ist effektiv, attraktiv und lukrativ“, sagt Korruptionsexperte Wolfgang Schaupensteiner. Einhundert Millionen Euro Bestechungsgelder fließen jährlich in Deutschland, schätzt das BKA. Die Sendung fragt: Wie korrupt ist Deutschland? Die Dokumentation beleuchtet anhand verschiedener Korruptionsfälle, wie verbreitet das Schmieren ist.

Sa 02.07., 11:30 Uhr, Phoenix


Die Geschichte der französischen Banken. Eine Tragikomödie

Trotz einer weltweiten Finanzkrise noch nie dagewesenen Ausmaßes wurden auch Ende 2010 keinerlei wirksame Maßnahmen getroffen, um die Macht der Banken zu beschneiden. Ihre Verluste tragen die Steuerzahler der betroffenen Staaten. Besonders die Franzosen werden kräftig zur Kasse gebeten. Wie konnte es so weit kommen? Die Gründe dafür sind in der Vergangenheit zu suchen: in der wenig bekannten Geschichte der französischen Banken. Die Geschichte der Geldinstitute in Frankreich ist untrennbar mit der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung des Landes verbunden. Wie entstanden die ersten Banken und welche Funktion hatten sie? Warum stehen die Franzosen der Finanzwelt traditionell misstrauisch gegenüber? Welche Beziehung besteht zwischen Staatsmacht und Geld? Wie erlangte das Finanzwesen seine heutige Bedeutung? Und: Wie könnten die Banken – wenn sie denn wollten – eigentlich dem Gemeinwohl dienen?

So 03.07., 05:50 Uhr, Arte


Versenktes Gift

Zwischen 1917 und 1970 entsorgten die Armeen der Weltmächte über eine Million Tonnen Chemiewaffen aus den beiden Weltkriegen. Die hochtoxischen Sprengladungen wurden in Ozeanen, Seen und im Erdboden versenkt und als Militärgeheimnisse jahrzehntelang unter Verschluss gehalten. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis immer mehr tödliche Gifte ins Wasser austreten werden. Fischer, Badende, Meerestiere und das Ökosystem sind bedroht. Welches Ausmaß haben die Gefahren, und wie kann es gelingen, die Altlasten loszuwerden?

Mo 04.07., 08:55 Uhr, Arte


Aufrüstung, Abschreckung, Angst

Polen und die baltischen Republiken fordern vor dem NATO-Gipfel in Warschau die dauerhafte Stationierung von Kampftruppen und sind bereit, dafür die NATO-Russland-Grundakte aufzukündigen. NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg versichert ihnen Beistand: „Wer einen unserer Partner angreift, greift uns alle an, wir sind gerüstet.“ Moskau hingegen zeigt mit dem Finger auf die NATO und den Westen, sieht dort die Ursache für die neue Eiszeit. Hochrangige Politiker, Militärs und Experten aus Ost und West beziehen in der Dokumentation Stellung und geben ihre Einschätzung zu der Frage ab, wie explosiv der neue Ost-West-Konflikt ist, der als Propagandakrieg längst in den digitalen Medien tobt.

Di 05.07., 20:15 Uhr, Arte


Gift im Acker – Glyphosat, die unterschätzte Gefahr?

Glyphosat ist weltweit der meistverwendete Unkrautvernichter auf unseren Äckern, aber auch in unseren Gärten. Sechs Millionen Kilogramm wurden alleine 2012 in Deutschland auf die Böden gebracht. Glyphosat ist billig und in jedem Gartengroßhandel zu kaufen – aber auch toxisch und „wahrscheinlich krebserregend“, sagen Experten. In Deutschland ist das Unkrautvernichtungsmittel im Testbetrieb zugelassen – seit 1974. Wie kann das sein, fragen die Autoren.

Mi 06.07. ,10:30 Uhr, Einsfestival


Ein Stasi-Maulwurf bei der NSA

Berlin, Frühjahr 1991: Der ehemalige Agent Jeffrey Carney wird von einem Spezialkommando des amerikanischen Geheimdienstes NSA gekidnappt – auf offener Straße, am helllichten Tag, mitten in Berlin. Sieben Jahre zuvor: Carney ist blutjunge 19 Jahre alt und als NSA-Spion in West-Berlin stationiert, als er sich im April 1983 entschließt, dem Staatssicherheitsdienst der DDR Geheimnisse der NSA zu verraten. Carney wird in kürzester Zeit zu einem der absoluten Top-Agenten der DDR. Der Schaden, den er den USA damit zugefügt hat, soll sich auf etwa fünfzehn Milliarden US-Dollar belaufen. Die Rekonstruktion dieser Spionage-Geschichte gibt erstaunliche Einblicke in den Agenten-Alltag und präsentiert Szenen, wie sie sonst nur in Hollywoodfilmen zu sehen sind. Die geheime Karriere des Jeffrey Carney zeigt aber auch, dass Verräter nicht mit Gnade rechnen können, welche Motive auch immer ihr Handeln bestimmt haben. Und dass es für die „Rächer“ der NSA offenbar kaum Grenzen gibt: Auch auf bundesdeutschem Boden kann der US-amerikanische Geheimdienst offen agieren, ohne dass jemand groß daran Anstoß nimmt.

Do 07.07., 09:45 Uhr, Arte