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Donnerstag, 28. Mai 2015  

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Der große Deal – Geheimakte Freihandelsabkommen

Das geplante TTIP-Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA soll zwei der größten Wirtschaftsräume der Erde enger miteinander verbinden und viele Bereiche umfassen: Arbeitsrecht, Finanzdienstleistungen, öffentliche Daseinsvorsorge, Datenschutz, Lebensmittelrecht. Obwohl am Ende circa 800 Millionen Bürger diesseits und jenseits des Atlantiks betroffen sein werden, wird im Geheimen verhandelt. Die Zwischenergebnisse kommen selbst für Parlamentarier nur bruchstückhaft und oft nur für Experten verständlich an die Öffentlichkeit.

Wenn aber selbst EU-Experten von einem nur sehr geringen Wachstum durch TTIP ausgehen – wer profitiert dann eigentlich vom Abkommen? Und was bedeutet es für uns, wenn Handelshindernisse abgeschafft werden? Diesen Fragen gehen Monitor-Redakteur Stephan Stuchlik und Co-Autor Kim Otto seit Monaten nach. Sie haben mit den Verantwortlichen gesprochen, den Unterhändlern und Lobbyisten in den USA und der EU. Ihre wichtigste Informationsquelle sind geheime Papiere, die ihnen zugespielt werden und die all das zeigen, was keiner offen erklären will: Grundsätzliche Standards in Europa sind in Gefahr.

Mi 27.05., 14:50 Uhr, Einsfestival


 

Sklavenarbeit für unseren Fortschritt

Ob Waschmaschine oder Handy, ob Windrad oder Auto – für unsere Wohlstandprodukte brauchen wir seltene Rohstoffe wie Zinn, Wolfram, Tantal oder auch Gold. Und weil die Nachfrage boomt, strömen in Asien, Afrika und Südamerika Millionen Menschen in den Bergbau und graben die Rohstoffe für die Hightech-Produkte aus der Erde. Oft illegal, unkontrolliert, unter unsäglichen Bedingungen. Die Dokumentation macht sich auf die Suche nach der Herkunft seltener Rohstoffe in den Minen Afrikas und Südamerikas, erzählt die Geschichten der Minenarbeiter.

Do 28.05., 16:00 Uhr, Phoenix


 

Das Mafia-Paradies

Wer an Kuba denkt, dem kommen in erster Linie Fidel Castro, Ernesto „Che“ Guevara, die sozialistische Revolution von 1959 und die Kuba-Krise zu Beginn der 60er Jahre in den Sinn. Aber was geschah vor dieser Zeit auf der Karibik-Insel? Im März 1952 riss General Fulgencio Batista y Zaldívar durch einen Militärputsch mit Hilfe des amerikanischen Geheimdienstes CIA die Macht auf Kuba an sich. Danach hätte der Inselstaat eine der zahlreichen, von Washington kontrollierten Militärdiktaturen im Hinterhof der USA werden können. Aber unter Batista wurde daraus mehr: Es entstand ein Mafia-Staat. Bosse der italo-amerikanischen Cosa Nostra wie Lucky Luciano oder Santo Trafficante sowie der Chef der jüdisch-amerikanischen sogenannten Kosher Nostra, Meyer Lansky, konnten sich unter Batista im kubanischen Staatsapparat einnisten und Havanna in die Weltstadt des Glückspiels, des Drogen- und Waffenhandels, der Geldwäsche und der Prostitution verwandeln.

Kuba wurde zum „Bordell der USA“. Hunderttausende US-Amerikaner wurden mit Billigflügen in die Spielkasinos, Kabaretts, Pornokinos und in die mit Prostituierten gut versorgten Nobelhotels gelockt und dort ausgenommen. Die Millionengewinne verschwanden in den Taschen der US-Mafia und des Batista-Clans, die Landbevölkerung dagegen hungerte. Widerstand gegen das Regime und seine Mafia-Komplizen wurde vom staatlichen Repressionsapparat brutal bekämpft. Trotzdem gelang es den sozialistischen Revolutionären schließlich, mit wachsendem Rückhalt der Kubaner, zum Jahreswechsel 1958/59 die Macht auf der Insel zu übernehmen. Auf Kuba hatte die Mafia ihren Traum vom eigenen Staat fast verwirklicht – und nirgendwo stürzte sie tiefer und wurde entschiedener davongejagt. Die Dokumentation zeigt, vor welchem Hintergrund sich die sozialistische Revolution auf Kuba vollzog.

Fr 29.05., 08:55 Uhr, Arte


 

Goldman Sachs – Eine Bank lenkt die Welt

Die US-amerikanische Investmentbank Goldman Sachs ist in den letzten Jahren zum Symbol für Maßlosigkeit und ausufernde Spekulationen im Finanzbereich geworden. Ihre Geschäfte mit der Zahlungsunfähigkeit amerikanischer Privathaushalte haben sie zwar an den Rand des Bankrotts gebracht, aber letztlich wurde sie dank ihrer politischen Verbindungen vor dem Aus bewahrt.

Sa 30.05., 11:30 Uhr, Phoenix


 

Der Mais-Wahn

Jemima weiß nicht, wie sie ihre sieben Kinder satt kriegen soll. Der Mais, das Hauptnahrungsmittel im Süden Kenias, ist viel zu teuer geworden. Wie ist das möglich, wo sich diese Turbo-Pflanze rasant auf dem Globus ausbreitet? Mais bedeckt inzwischen mehr Anbaufläche als jedes andere Agrarprodukt. Es ist die 'Industriepflanze' des 21. Jahrhunderts, bestens erforscht, von Konzernen vermarktet, perfekt zu verwerten. Der Film erzählt die Geschichte von den Opfern und den Machern des Mais-Wahns - ein Lehrstück, wie globale Weltwirtschaft funktioniert.

Mo 01.06., 16:45 Uhr, Phoenix


 

Der Papst und die Mafia

Jahrzehnte wusch sich die Mafia mithilfe der katholischen Religion im öffentlichen Ansehen moralisch rein. Doch im Juni 2014 sprach der Papst Klartext: „Die Mafia ist nichts anderes als die Anbetung des Bösen und Verachtung des Gemeinwesens. Diejenigen, die die Straße des Bösen einschlagen, wie die Mafiosi, sind nicht in Gemeinschaft mit Gott. Sie sind exkommuniziert.“ Vermochte Franziskus' historische Kampfansage die Verbindungen der mafiösen Clans zu den Pfarreien vor Ort zu kappen? Der britische Historiker und Mafiaexperte John Dickie untersucht vor Ort, welche Konsequenzen die Exkommunikation in den Mafiahochburgen hat, beleuchtet aber auch ihre schon lange bestehende unheilige Bande mit geistlichen Würdenträgern.

Di 02.06., 20:15 Uhr, Arte


 

Unschuldig hinter Gittern

Es ist ein Alptraum, der hierzulande praktisch täglich traurige Wahrheit wird: „Im Namen des Volkes“ werden Unschuldige verurteilt und landen hinter Gittern. Die Ursachen sind vielfältig: Sie reichen von Irrtümern überlasteter Polizisten, Staatsanwälten und Richtern über falsche Experten-Gutachten oder schlampige, fehlerhafte Ermittlungen und Prozesse bis hin zu falschen „Geständnissen“ von Unschuldigen. Mithilfe von Angehörigen und Rechtsanwälten kämpfen diese angeblichen Straftäter mit neuen Belegen um eine Wiederaufnahme des Verfahrens und um einen Freispruch.

Di 02.06., 21:45 Uhr, 3sat