hintergrund_old_english
Samstag, 02. Juli 2016  

POLITIK

Inland
EU
Welt

WIRTSCHAFT

Inland
Welt
Finanzwelt

HINTERGRUND

Umwelt
Kriege
Terrorismus
Twitter oder Facebook?
Aus Gründen des Datenschutzes und der Sicherheit verzichtet Hintergrund ganz bewusst auf das Angebot sozialer Netzwerke.Von Facebook wissen wir, dass es seine Nutzer aktiv ausspäht.

Jüdisches Boot zur Fahrt nach Gaza bereit

Drucken E-Mail
(17.06.2010/hg/EJJP-Germany)

In einem Hafen am Mittelmeer wartet ein kleines Schiff auf seinen Sondereinsatz. Es wird in der zweiten Julihälfte nach Gaza fahren.  Um Sabotage zu vermeiden, wird der Name des Hafens und das genaue Abreisedatum erst zum Zeitpunkt der Abreise mitgeteilt werden.

Das teilt die Jüdische Stimme für Gerechten Frieden in Nahost heute in einer Presseerklärung mit."Wir möchten ein Zeichen für ein Ende der Belagerung Gazas setzen, dieser illegalen Kollektivstrafe gegen eine ganze Bevölkerung. Unser Schiff ist klein, unsere Spenden können daher nur symbolisch sein: Wir haben Schulranzen dabei, gefüllt mit Spenden deutscher Schulkinder, mit Musikinstrumenten und Material für den Kunstunterricht", sagt Kate Leiterer, eine der Organisatorinnen. "Für die medizinische Versorgung bringen wir notwendige Medikamente und kleine Ausrüstungsgegenstände, und für Fischer bringen wir Netze und Seile. Dies wird abgestimmt mit den zuständigen Stellen in Gaza aus dem medizinischen, psychiatrischen und Schulsektor.“

''Mit seinem Angriff auf die Gaza Freedom Flottille hat Israel wieder der Welt seine brutale Seite gezeigt. Aber ich weiß, es gibt sehr viele Israelis, die sich mit Leidenschaft und Mut für einen gerechten Frieden einsetzen. Da auf unserem Boot Reporter der großen Fernsehanstalten sein werden, wird sich für Israel eine große Chance auftun, der Welt zu zeigen, dass es einen anderen Weg gibt: einen Weg des Muts statt der Furcht, einen Weg der Hoffnung statt des Hasses", sagt Edith Lutz, Organisatorin und Mitreisende auf dem ''Jüdischen Boot''.

Die ''Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost'', zusammen mit unseren Freunden der EJJP (European Jews for a Just Peace in the Near East) und den Jews for Justice For Palestinians (GB) senden mit diesem Boot eine Botschaft an unsere politischen Führer:  Helfen Sie Israel dabei, seinen Weg zurück zur Vernunft zu finden, zu einem Gefühl der Mitmenschlichkeit und zu einem Leben ohne Furcht. Die Jüdische Stimme erwartet daher von den Politikern Israels und der westlichen Welt, dass dem kleinen Schiff nach Gaza eine sichere Passage garantiert wird, um dabei mitzuhelfen, eine Brücke zum Frieden zu bauen.
 

Kurzmeldungen im Überblick

Gerichtsurteil: Kopftuchverbot für Jurareferendarinnen unzulässig

(30.06.2016/hg/dpa) Das Augsburger Verwaltungsgericht hat das Kopftuchverbot für Rechtsreferendarinnen in Bayern für unzulässig erklärt. Das Gericht gab am Donnerstag einer muslimischen Jura-Studentin recht, die seit 2014 im sogenannten Vorbereitungsdienst bei der Justiz ist und dabei eine Auflage erhalten hatte, wonach sie bei Auftritten mit Außenwirkung kein Kopftuch tragen dürfe (Aktenzeichen: Au 2 K 15.457). Bayern kündigte umgehend Berufung an. Das Münchner Oberlandesgericht, das die Frau eingestellt hatte, hatte sich bei der Auflage an einer Verordnung des bayerischen Justizmin [ ... ]


Cameron-Nachfolge: Boris Johnson kneift

(30.06.2016/hg/dpa) Der ehemalige Londoner Bürgermeister Boris Johnson bewirbt sich völlig überraschend nicht um die Nachfolge des scheidenden Premierministers David Cameron. Der als Favorit gehandelte Brexit-Wortführer kündigte am Donnerstag an, nicht bei der Wahl zum Vorsitzenden der konservativen Tories anzutreten. Damit wird er auch nicht der nächste Premierminister Großbritanniens. Weniger als eine halbe Stunde vor Ablauf der Bewerbungsfrist für die Wahl des Tory-Vorsitzenden trat Johnson in London mit ernster Miene vor die Kameras. Bis dahin hatte kaum jemand damit gerechnet, d [ ... ]


Entspannung: Moskau will Sanktionen gegen Ankara aufheben

(29.06.2016/hg/dpa) Nach sieben Monaten Eiszeit will Russland die Sanktionen gegen die türkische Urlaubsbranche aufheben. Das teilten die Präsidenten Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdogan am Mittwoch nach einem Telefonat mit. Es war das erste Gespräch der Staatschefs nach dem Abschuss eines russischen Kampfjets durch die Türkei Ende November im Grenzgebiet zu Syrien. Zu Wochenbeginn hatte Erdogan in einem Brief an Putin sein Bedauern über den Zwischenfall geäußert. Putin sagte nun, er strebe eine Normalisierung der Beziehungen an. Russische Touristen gehörten vor der Krise zu den w [ ... ]


Umstritten: EU-Kommission verlängert Glyphosat-Zulassung

(29.06.2016/hg/dpa) Der umstrittene Unkrautvernichter Glyphosat bleibt in Europa für die nächsten achtzehn Monate zugelassen. Einen Tag vor Ablauf der geltenden Zulassung am Monatsende hat die EU-Kommission die weitere Verwendung am Mittwoch im Alleingang genehmigt. Bis spätestens Ende 2017 soll die europäische Chemikalienagentur Echa ihre Bewertung vorlegen. Auf dieser Grundlage soll dann erneut entschieden werden. Glyphosat steht im Verdacht, Krebs zu erregen. Die EU-Kommission hatte eigentlich darauf gedrungen, dass die EU-Staaten über die Zukunft des weit verbreiteten Unkrautvernich [ ... ]


Ukraine-Konflikt: EU-Außenbeauftragte fordert Härte gegenüber Russland

(28.06.2016/hg/dpa) Im spannungsgeladenen Verhältnis zu Russland plädiert die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini für eine Mischung aus Kooperation und Härte. „Die EU und Russland sind voneinander abhängig“, schreibt Mogherini in einem Strategiepapier für den EU-Gipfel, das der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. „Wenn unsere Interessen sich überschneiden“, sollten beide Seiten zusammenarbeiten. Im Ukraine-Konflikt müsse die EU hingegen hart bleiben. „Wir werden weder Russlands illegale Annexion der Krim anerkennen noch die Destabilisierung der Ostukraine hinnehmen“, sch [ ... ]


Israel und Türkei unterzeichnen Versöhnungsabkommen

(28.06.2016/hg/dpa) Nach monatelangen „Normalisierungsgesprächen“ haben Israel und die Türkei am Dienstag ein Versöhnungsabkommen unterzeichnet. Der Generaldirektor des israelischen Außenministeriums, Dore Gold, signierte den Vertrag in Jerusalem. Der Staatssekretär des türkischen Außenministeriums, Feridun Sinirlioglu, habe das Abkommen mit Israel am Dienstag in Ankara unterschrieben, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf diplomatische Kreise. Das türkische Parlament müsse die Vereinbarung noch bestätigen. Die am Montag verkündete Vereinbarun [ ... ]