hintergrund_old_english
Dienstag, 27. September 2016  

POLITIK

Inland
EU
Welt

WIRTSCHAFT

Inland
Welt
Finanzwelt

HINTERGRUND

Umwelt
Kriege
Terrorismus
Twitter oder Facebook?
Aus Gründen des Datenschutzes und der Sicherheit verzichtet Hintergrund ganz bewusst auf das Angebot sozialer Netzwerke.Von Facebook wissen wir, dass es seine Nutzer aktiv ausspäht.

Jüdisches Boot zur Fahrt nach Gaza bereit

Drucken E-Mail
(17.06.2010/hg/EJJP-Germany)

In einem Hafen am Mittelmeer wartet ein kleines Schiff auf seinen Sondereinsatz. Es wird in der zweiten Julihälfte nach Gaza fahren.  Um Sabotage zu vermeiden, wird der Name des Hafens und das genaue Abreisedatum erst zum Zeitpunkt der Abreise mitgeteilt werden.

Das teilt die Jüdische Stimme für Gerechten Frieden in Nahost heute in einer Presseerklärung mit."Wir möchten ein Zeichen für ein Ende der Belagerung Gazas setzen, dieser illegalen Kollektivstrafe gegen eine ganze Bevölkerung. Unser Schiff ist klein, unsere Spenden können daher nur symbolisch sein: Wir haben Schulranzen dabei, gefüllt mit Spenden deutscher Schulkinder, mit Musikinstrumenten und Material für den Kunstunterricht", sagt Kate Leiterer, eine der Organisatorinnen. "Für die medizinische Versorgung bringen wir notwendige Medikamente und kleine Ausrüstungsgegenstände, und für Fischer bringen wir Netze und Seile. Dies wird abgestimmt mit den zuständigen Stellen in Gaza aus dem medizinischen, psychiatrischen und Schulsektor.“

''Mit seinem Angriff auf die Gaza Freedom Flottille hat Israel wieder der Welt seine brutale Seite gezeigt. Aber ich weiß, es gibt sehr viele Israelis, die sich mit Leidenschaft und Mut für einen gerechten Frieden einsetzen. Da auf unserem Boot Reporter der großen Fernsehanstalten sein werden, wird sich für Israel eine große Chance auftun, der Welt zu zeigen, dass es einen anderen Weg gibt: einen Weg des Muts statt der Furcht, einen Weg der Hoffnung statt des Hasses", sagt Edith Lutz, Organisatorin und Mitreisende auf dem ''Jüdischen Boot''.

Die ''Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost'', zusammen mit unseren Freunden der EJJP (European Jews for a Just Peace in the Near East) und den Jews for Justice For Palestinians (GB) senden mit diesem Boot eine Botschaft an unsere politischen Führer:  Helfen Sie Israel dabei, seinen Weg zurück zur Vernunft zu finden, zu einem Gefühl der Mitmenschlichkeit und zu einem Leben ohne Furcht. Die Jüdische Stimme erwartet daher von den Politikern Israels und der westlichen Welt, dass dem kleinen Schiff nach Gaza eine sichere Passage garantiert wird, um dabei mitzuhelfen, eine Brücke zum Frieden zu bauen.
 

Kurzmeldungen im Überblick

Hollande erstmals in Calais – Räumung des Flüchtlingslagers angekündigt

(26.09.2016/hg/dpa) Zum ersten Mal in seiner Amtszeit hat Frankreichs Präsident François Hollande am Montag Calais besucht – die Stadt am Ärmelkanal, die wie keine andere in Frankreich die Folgen der Flüchtlingskrise spürt. Vor in Reih und Glied angetretenen Polizisten beteuert der Staatschef, dass die Tage des berüchtigten „Dschungels von Calais“, des Flüchtlingscamps am Ärmelkanal, gezählt seien: „Wir müssen das Lager vollständig und endgültig schließen.“ Sieben Monate vor der Präsidentenwahl ist das Thema hochbrisant. Die Stimmung brodelt in der nordfranzösischen  [ ... ]


Ex-Agent Werner Mauss schweigt vor Gericht

(26.09.2016/hg/dpa) Jahrzehntelang war er als Geheimagent in heiklen Missionen im Einsatz – seit Montag steht Werner Mauss als Angeklagter vor Gericht. Der 76-Jährige muss sich vor dem Landgericht Bochum wegen Steuerhinterziehung verantworten. Es geht um rund fünfzehn Millionen Euro. Zu den Vorwürfen äußerte er sich am ersten Verhandlungstag nicht. Nach Ansicht seiner Verteidiger unterliegt Mauss einer Geheimhaltungspflicht und müsste eine Aussagegenehmigung der obersten Bundesbehörden erhalten. „Wir haben um eine Klärung gebeten“, sagte Verteidiger Ingo Hamm. „Dies ist jedoc [ ... ]


Linke kritisiert SPD-Votum für CETA

(20.09.2016/hg/dpa) Die Zustimmung der SPD zum geplanten Freihandelsabkommen der EU mit Kanada ist bei den Linken auf scharfe Kritik gestoßen. „Der BDI gratuliert – Gabriel pariert“, sagte Parteichef Bernd Riexinger der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Am Montag waren zwei Drittel der Delegierten auf dem SPD-Konvent in Wolfsburg dem Kurs von SPD-Chef Sigmar Gabriel gefolgt und stellten sich grundsätzlich hinter das geplante Freihandelsabkommen. Gabriel sprach von einem „richtig guten Tag für die SPD“. Wirtschaftsverbände, darunter der Bundesverband der Deutschen Industrie (B [ ... ]


Neuer NSU-Ausschuss im Stuttgarter Landtag nimmt Arbeit auf

(19.09.2016/hg/dpa) Mit der Befragung eines Politikwissenschaftlers zum Ku-Klux-Klan hat der zweite NSU-Untersuchungsausschuss im Landtag von Baden-Württemberg seine öffentliche Arbeit aufgenommen. Das Gremium ging am Montag der Frage nach, ob der rassistische Verbund in Schwäbisch Hall Verbindungen zum „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) hatte. Bisher ist bereits bekannt, dass der deutschen Sektion des Klu-Klux-Klans rund zwanzig Personen angehört haben. In einem Klan im Raum Schwäbisch Hall waren zwei Polizisten aus Baden-Württemberg Mitglieder. Einer der Beamten war spät [ ... ]


Nach Anschlag in New York: Paketbomben in New Jersey entdeckt

(19.09.2016/hg/dpa) Am Bahnhof des Ortes Elizabeth im US-Bundesstaat New Jersey ist nach Angaben der Bundespolizei FBI ein verdächtiges Paket mit mehreren Bomben entdeckt worden. Örtliche Medien sprachen von fünf Sprengsätzen. Einer der improvisierten Sprengsätze sei beim Versuch, ihn zu entschärfen, explodiert, teilte das FBI in der Nacht zum Montag (Ortszeit) per Twitter mit. Es sei aber niemand verletzt worden. Das FBI gab nicht an, wie viele Bomben in dem Paket platziert waren. Der Bürgermeister von Elizabeth, Chris Bollwage, bestätigte Berichte, wonach die Bomben in einem Rucksa [ ... ]


Milliardenübernahme: Bayer kauft Monsanto

(14.09.2016/dpa) Die Milliardenübernahme des US-Biotechnologiekonzerns Monsanto durch Bayer ist perfekt. Das teilte Bayer am Mittwoch in Leverkusen nach einer Sitzung des Aufsichtsrats mit. Der Pharma- und Agrarchemiekonzern hatte das Angebot für Monsanto zuvor noch einmal erhöht. Vorausgegangen war ein monatelanges Ringen der beiden Konzerne. Bayer und Monsanto unterzeichneten eine bindende Fusionsvereinbarung, die Bayer die Übernahme von Monsanto für 128 US-Dollar je Aktie in bar ermöglicht. Das entspricht einem Kaufpreis von rund 66 Milliarden Dollar (knapp 59 Milliarden Euro). Der [ ... ]