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Polizeiterror aus Versehen. Missglückter Spezialeinsatz der Leipziger Polizei ist kein Einzelfall

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(20.09.2010/hg/dpa)

Eine Spezialeinheit der Leipziger Polizei hat am Sonntag auf der Suche nach einem Verdächtigen  eine falsche Wohnung gestürmt. Die darin lebende Person sei völlig überrascht worden und habe anschließend psychologisch betreut werden müssen, teilte ein Polizeisprecher mit.

Gegen 8.00 Uhr sollen die Beamten der Spezialeinheit der völlig überraschten aber unbeteiligten Person gegenübergestanden haben, die in der gestürmten Wohnung im Leipziger Westen lebt. (1) Polizeipräsident der Messestadt Horst Wawrzynski hat sich nach Angaben der Polizei bereits persönlich entschuldigt und im Gespräch mit ihr und ihrem Vater sein ausdrückliches Bedauern über den Verlauf des Polizeieinsatzes zum Ausdruck gebracht.

Nach Informationen der Leipziger Volkszeitung sicherte er ihnen nach Absprache mit dem   Landespolizeipräsidenten Bernd Merbitz zu, dass der Sachverhalt  aus strafrechtlich und disziplinarrechtlich relevanter Sicht geprüft und das lückenlose Aufkommen für die verursachten Schäden garantiert werde. (2)

Die Leipziger Polizei wurde durch den Vorfall zum „Wiederholungstäter“.  Bereits im Dezember 2005 habe die Polizei bei einer Hausdurchsuchung im Zusammenhang mit Drogenkriminalität in der Arthur-Hoffmann-Straße mit Maschinenpistolen im Anschlag ebenfalls irrtümlich die falsche Wohnung gestürmt, berichtet lvz-online. (3) Ein damals 18-jähriges Mädchen erlitt bei dieser Rambo-Aktion einen Nervenzusammenbruch. Die Wohnung der mutmaßlichen Drogendealer  befand sich eine Etage tiefer.


(1) http://leipzig-seiten.de/index.php?option=com_content&view=article&id=10288:spezialeinheit-der-polizei-stuermt-in-leipzig-falsche-wohnung&catid=82:polizei-meldungen&Itemid=291
(2) http://nachrichten.lvz-online.de/leipzig/polizeiticker/missglueckter-spezialeinsatz-der-leipziger-polizei/r-polizeiticker-a-50521.html
(3) http://leipzig-seiten.de/index.php?option=com_content&view=article&id=10288:spezialeinheit-der-polizei-stuermt-in-leipzig-falsche-wohnung&catid=82:polizei-meldungen&Itemid=291
 

Kurzmeldungen im Überblick

Merkel geißelt Terror

(28.07.2016/hg/dpa) Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Anschläge von Würzburg und Ansbach als „islamistischen Terror“ verurteilt und Konsequenzen aus den jüngsten Gewalttaten in Aussicht gestellt. „Diese Anschläge sind erschütternd, bedrückend und auch deprimierend“, sagte sie am Donnerstag vor Journalisten in Berlin. „Es werden zivilisatorische Tabus gebrochen. Die Taten geschehen an Orten, wo jeder von uns sein könnte.“ Zugleich sicherte Merkel zu, dass die Behörden alles tun würden, um die Taten aufzuklären. Sie kündigte unter anderem ein besseres Frühwarn [ ... ]


Türkei verlangt von Deutschland Auslieferung von Gülen-Anhängern

(28.07.2016/hg/dpa) Nach dem Putschversuch in der Türkei fordert die islamisch-konservative Regierung von Deutschland die Auslieferung türkischer Gülen-Anhänger. Damit droht neuer Streit zwischen Ankara und Berlin. Per Notstands-Dekret ordnete Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan die Schließung von mehr als 100 Medien an. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ermahnte Erdogan am Donnerstag zu mehr Zurückhaltung im Umgang mit Gegnern. Sie zeigte sich besorgt über die jüngsten Entwicklungen in der Türkei, in der seit Donnerstag vergangener Woche der Ausnahmezustand gilt. In einem Rech [ ... ]


Öffentlicher Appell an die deutsche Bundesregierung sowie die Institutionen des Europarates, der OSZE und der NATO

(26.07.2016/hg) IALANA (International Association of Lawyers against Nuclear Arms) hat eine Stellungnahme zur Verhängung des Ausnahmezustandes in der Türkei abgegeben, die unter anderem an sämtliche Mitglieder des Bundestages versandt werden wird.   Als das türkische Verfassungsgericht Ende Februar 2016 die angeordnete Untersuchungshaft gegen zwei Journalisten aufhob, die die Unterstützung militanter Islamisten in Syrien durch türkische Stellen aufgedeckt hatten, drohte der türkische Präsident Erdogan den Richtern: „Ich sage es offen und klar, ich akzeptiere das nicht und füg [ ... ]


Innenminister Herrmann: Islamistisches Motiv des Bombenanschlags

(25.07.2016/hg/dpa) Der Bombenanschlag im fränkischen Ansbach hat nach Ansicht von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) vermutlich einen islamistischen Hintergrund. Man müsse davon ausgehen, dass die Motivation des Täters nicht völlig unabhängig von islamistischem Gedankengut gesehen werden müsse, sagte Herrmann am Montag in Nürnberg. In der Unterkunft des Täters seien zwei Handys gefunden worden mit mehreren weiteren Sim-Karten sowie ein Laptop, sagte Herrmann. Eine erste Auswertung habe Hinweise darauf gegeben, dass Gewaltvideos mit islamistischer Ausrichtung und salafistis [ ... ]


Türkei: Festnahme von 42 Journalisten angeordnet

(25.07.2016/hg/dpa) Bei den Massenfestnahmen nach dem Putschversuch in der Türkei gehen die Behörden nun auch gegen Journalisten vor. Die Istanbuler Staatsanwaltschaft ordnete am Montag im Zusammenhang mit den Ermittlungen zum Putschversuch die Festnahme von 42 Journalisten an, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete. Darunter ist die prominente Regierungskritikerin Nazli Ilicak. Die Nachrichtenagentur DHA berichtete, die Ermittlungen richteten sich gegen Medien aus dem Netzwerk des Predigers Fethullah Gülen. Die Regierung macht Gülen für den Putschversuch verantwortlich.  [ ... ]


Afghanistan: Taliban auf dem Vormarsch

(21.07.2016/hgdpa) In Afghanistan hat nach Berichten aus Sicherheitskreisen die Gewalt wieder stark zugenommen. Demnach bedrängen die Taliban vor allem die Nordprovinz Kundus schwer. Dort war bis Herbst 2013 die Bundeswehr stationiert. Schon seit Montag gibt es schwere Gefechte im Bezirk Kala-e Sal. Am Donnerstagmorgen fiel angeblich das Zentrum des Bezirks Dascht-e Artschi an die Islamisten. In Kala-e Sal hätten die Aufständischen in der Nacht das Gebäude der Bezirksregierung sowie das Polizeihauptquartier eingenommen, sagte ein Provinzratsmitglied, Amruddin Wali. Gefechte dauerten an.  [ ... ]