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Mittwoch, 22. Februar 2012  

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Bundeswehreinsatz gegen Atomkraftgegner geplant

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(27.10.2010/hg/dpa)

Wer gegen den anstehenden Castortransport nach Gorleben demonstriert, muss damit rechnen, es nicht nur mit der Polizei sondern auch mit der Bundeswehr zu tun zu bekommen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des Grünen-Abgeordneten Christian Ströbele hervor.

„Die Bundeswehr hat Anträgen des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres und Sport und des Bundesministeriums des Inneren nach Unterstützungsleistungen im Rahmen der Amtshilfe (Atikel 35 Absatz 1 des Grundgesetzes) zugesagt“, heißt es in der Antwort.(1) Anders als in Heiligendamm ist diesmal der Einsatz von Tornado-Aufklärungsfliegern zur Beobachtung der Demonstrierenden laut Bundesregierung nicht vorgesehen.

Trotzdem hält die Nichtregierungsorganisation Robin Wood das Signal für „politisch brisant – die Bundeswehr wird gegen die Menschen im Land eingesetzt, um die Interessen der Atomlobby durchzusetzen.“ (2) Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) stört, dass statt auf eine politische Lösung nur noch auf 16.500 Polizisten und nun sogar auf die Bundeswehr gesetzt werde.

„Schwarz-Gelb provoziert die Bevölkerung durch die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke und den weiteren Ausbau Gorlebens als Atommüllendlager und schickt den aufbegehrenden Bürgerinnen und Bürgern Polizei und Bundeswehr auf den Hals. Das ist ein politisches Armutszeugnis. Wir sagen Nein zu einer derartigen Eskalation und fordern politische Lösungen ein: noch ist es Zeit, den Castor-Transport abzusagen”, sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. (3)


(1)  http://www.kernenergiedebatte.de/pdfs/2010_10_08_absicherung_castor_bundesbehorden_antwort_.pdf

(2) http://www.robinwood.de/blog/

(3) http://www.bi-luechow-dannenberg.de/chronologisch/pressemitteilungen/bundeswehr-gegen-castor-demonstranten
 

Kurzmeldungen im Überblick

Bundespräsidentenwahl: Georg Schramm will nicht kandidieren

(22.02.2012/hg/dpa)

Der Kabarettist Georg Schramm will nicht für das Bundespräsidentenamt kandidieren. Das sagte seine Frau Isa Fritz der taz am Mittwoch. Der 62-jährige Schramm war vom Linken-Jugendverband Solid und der Piratenpartei als Gegenkandidat zu Joachim Gauck ins Gespräch gebracht worden. Der frühere Linke-Vorsitzende Oskar Lafontaine hatte von einem „interessanten Vorschlag“ gesprochen.

Einem Bericht der taz zufolge hat sich Schramm überrascht und beeindruckt über die Diskussion um ihn gezeigt. In einer Stellungnahme habe er aber bekundet, er wolle weiterhin mit „Mitteln [ ... ]


Afghanistan: Viele Tote bei Protesten gegen Koranverbrennung

(22.02.2012/hg/dpa)

Die Proteste gegen Koranverbrennungen durch US-Soldaten in Afghanistan sind eskaliert: Bei Zusammenstößen wurde am Mittwoch der Tod von mindestens sieben Demonstranten gemeldet.

Die Regierung der nördlich von Kabul gelegenen Provinz Parwan teilte mit, im Distrikt Schinwari seien sechs Menschen getötet und 13 verletzt worden. Aus Sicherheitskreisen im ostafghanischen Dschalalabad hieß es, bei Zusammenstößen in der Hauptstadt der Provinz Nangarhar sei ein Demonstrant ums Leben gekommen.

In Parwan hätten die Demonstranten versucht, die Distriktverwaltung zu stürmen, u [ ... ]


Veteranentag stößt auf geteiltes Echo

(16.02.2012/hg/dpa)

Der Vorstoß für einen Veteranentag zum Heldengedenken bei der Bundeswehr stößt in der Opposition auf Vorbehalte. „Das wäre bei uns eher künstlich aufgesetzt“, sagte der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rainer Arnold, am Donnerstag.

Zustimmend äußerten sich hingegen die Soldatenverbände. Auch der Wehrbeauftragte Hellmut Königshaus (FDP) befürwortet einen Ehrentag für Bundeswehr-Soldaten, die vorgeschlagene Kopplung an den Volkstrauertag lehnt er jedoch ab.

Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) hatte auf seiner USA-Reise e [ ... ]


Vor der Präsidentschaftswahl: Gewalt im Jemen eskaliert

(16.02.2012/hg/dpa)

Wenige Tage vor der geplanten Präsidentschaftswahl hat es im Jemen Gefechte und Terroranschläge gegeben. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen soll ein angeblicher Al-Qaeda-Kommandeur namens Tarik al-Dhahab von seinem Halbbruder Hasam getötet worden sein. Hasam habe eine jüngste Aktion der Truppe seines Bruders in der Stadt Radda missbilligt, heißt es.

Al-Dhahab hatte im vergangenen Monat zusammen mit etlichen Kämpfern die Stadt Radaa, 150 Kilometer südöstlich von Sanaa, unter seine Kontrolle gebracht. Nach einer Versöhnungskonferenz, bei der unter anderem die Freilas [ ... ]


Wieder NATO-Massaker in Afghanistan. Acht Kinder getötet

(15.02.2012/hg/dpa)

Ein Massaker der NATO -Truppen an der afghanischen Zivilbevölkerung hat die dortige Einsatzleitung zu einem Schuldeingeständnis genötigt.

Nachdem in der vergangenen Woche wieder einmal acht Kinder bei einem Luftangriff in der ostafghanischen Provinz Kapisa ums Leben gekommen waren, hat Isaf-Kommandeur John Allen nach einer Mitteilung vom Mittwoch den Angehörigen der Opfer sein Bedauern ausgedrückt. Er sicherte zu, solche Vorfälle künftig zu vermeiden. Es werde untersucht, wie es zu dem Bombardement mit zivilen Opfern kommen konnte.

Eine zivile afghanische Untersuchun [ ... ]


Euro-Volksentscheid: Seehofer von CSU kritisiert

(15.02.2012/hg/dpa)

Die CSU-Europagruppe geht deutlich auf Distanz zur Forderung von Parteichef Horst Seehofer, die Bürger in Deutschland über die sogenannte Euro-Rettung abstimmen zu lassen. „Währungsfragen haben – mit Verlaub – in Volksabstimmungen nichts zu suchen“, sagte Europagruppenchef Markus Ferber nach Beratungen der CSU-Europaparlamentarier der Nachrichtenagentur dpa.

Seehofer hatte am Montag gefordert, nach schweizerischem Vorbild bundesweite Volksentscheide einzuführen. Infrage kämen Volksentscheide für grundlegende Fragen wie die Abgabe von Souveränitätsrechten an d [ ... ]