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Britische und israelische Angriffsvorbereitungen gegen den Iran. Krieg rückt näher

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Von REDAKTION, 3. November 2011 -

Großbritannien bereitet sich nach Darstellung der Zeitung The Guardian auf einen Militärangriff gegen Ziele im Iran vor. Es gehe um die Unterstützung eines möglichen US-Angriffes. Britische Militärstrategen untersuchen demnach, wo Schiffe und U-Boote der Royal Navy stationiert werden könnten, um Tomahawk-Marschflugkörper auf Ziele im Iran abzuschießen.

Wenn die USA sich für einen Angriff entschieden, würden sie um militärische Hilfe aus Großbritannien nachsuchen und sie auch erhalten, berichtet die renommierte Zeitung unter Berufung auf Quellen im Londoner Verteidigungsministerium weiter. Dort gehe man weiter davon aus, dass die Amerikaner unter anderem um die Nutzung der britischen Militärbasis Diego Garcia im Indischen Ozean bitten werden.

Der Iran habe sich „überraschend widerstandsfähig“ gegen die Sanktionen des Westens gezeigt, zitiert der Guardian eine Quelle aus dem Umfeld der britischen Regierung. Die USA und Israel hatten im vergangenen Jahr Berichten zufolge versucht, mit dem Computerwurm Stuxnet die Nuklearanlagen des Iran zu manipulieren. Der Schaden sei inzwischen wieder behoben, schreibt der Guardian weiter.

Westliche Diplomaten gingen sogar davon aus, dass in der „Atomstadt“ Ghom inzwischen noch leistungsfähigere Anlagen installiert worden seien. Innerhalb der nächsten zwölf Monate könnte das Material zur Herstellung einer Atombombe so gut versteckt sein, dass es mit Flugkörpern nicht mehr erreichbar sei, zitiert die Zeitung eine weitere Quelle und leistet damit ihren Beitrag, um den anstehenden Militärschlag zu rechtfertigen.

Auch in Israel bereiten sich die Regierenden auf einen Angriff auf den Iran vor. Das Land testete am Mittwoch einen nach eigenen Angaben neuartigen Raketenantrieb. Dabei handelte es sich nach unbestätigten Berichten um eine Interkontinentalrakete, die Atomsprengköpfe bis in den Iran tragen könne. Zugleich berichtete die Luftwaffe von erfolgreichem Training für Einsätze gegen weit entfernte Ziele.

Am Donnerstag folgte im Großraum Tel Aviv ein Luftalarm. Die Armee teilte mit, bei der Routineübung sei es um die Reaktion auf mögliche Raketenangriffe gegangen. Durch einen Bericht der Tageszeitung Haaretz ist außerdem bekannt geworden, dass Ministerpräsident Benjamin Netanjahu im Kabinett um Unterstützung für einen Angriff auf Ziele im Iran wirbt. Der frühere Chef des Geheimdienstes Mossad, Meir Dagan, bezeichnete eine Bombardierung des Irans als „idiotisch“ und wurde dafür von Finanzminister Juval Steinitz bezichtigt, einen unverantwortlichen Umgang mit Staatsgeheimnissen zu betreiben.

Die iranische Führung scheint die westlichen Kriegsvorbereitungen ernst zu nehmen. Im Falle eines israelischen Angriffs ist der Iran nach den Worten von Außenminister Ali Akbar Salehi „immer bereit zum Krieg“. Gegenüber der Hürriyet Daily News sagte er aber auch, Drohungen seien für sein Land nicht neu.  (mit dpa)
 

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