hintergrund_old_english
Dienstag, 28. Juni 2016  

POLITIK

Inland
EU
Welt

WIRTSCHAFT

Inland
Welt
Finanzwelt

HINTERGRUND

Umwelt
Kriege
Terrorismus
Twitter oder Facebook?
Aus Gründen des Datenschutzes und der Sicherheit verzichtet Hintergrund ganz bewusst auf das Angebot sozialer Netzwerke.Von Facebook wissen wir, dass es seine Nutzer aktiv ausspäht.

Österreich: Europarat fordert mehr Anstrengungen gegen Kinderhandel

Drucken E-Mail

(12.10.2015/hg/dpa)

Der Europarat hat mehr Anstrengungen Österreichs im Kampf gegen Kinderhandel und einen besseren Schutz für Opfer von Menschenhändlern verlangt. Junge Menschen würden von kriminellen Banden oft zu Straftaten gezwungen, und sollten dafür nicht bestraft werden, heißt es in dem Österreich-Bericht der Expertengruppe gegen Menschenhandel (Greta), der am Montag in Straßburg veröffentlicht wurde. Für den Kampf gegen Kinderhandel sollte die Regierung in Wien mehr Geld und geschultes Personal zur Verfügung stellen. Auch sollten Richter für derartige Fälle geschult werden.

Amtliche Statistiken sind lückenhaft. Von der Polizei wurden 2014 fünf Opfer von Kinderhandel registriert. Die wichtigste Hilfsorganisation für Migranten (LEFÖ) konnte nach eigenen Zahlen 2013 genau 247 Opfern von Menschenhandel helfen, 2012 waren es 232 Personen.

Betroffen sind zumeist Frauen aus Osteuropa, Afrika und Asien, die zur Prostitution gezwungen werden. Kinder müssen oft betteln, oder arbeiten in Privathaushalten als moderne Sklaven. Sie gehören überwiegend zur Gemeinde der Roma, zumeist aus Bosnien-Herzegowina. Die Greta-Experten berichten über Sklavenarbeit in der Landwirtschaft, im Baugewerbe, und auch bei ausländischen Diplomaten, die in Österreich tätig sind. Als neuen Trend haben sie irreführende Anwerbungen über soziale Medien und das Internet festgestellt, auch würden neuerdings Männer und Transsexuelle aus Lateinamerika zur Prostitution gezwungen.

Die Greta-Europaratsexperten prüfen die Lage in den 47 Mitgliedsländern des Europarates, der nicht mit der EU zu verwechseln ist. Zum Europarat gehören auch die Schweiz und die Türkei, und osteuropäische Länder wie die Ukraine und Russland. Wichtigste Aufgabe der Staatenorganisation in Straßburg ist es, die Einhaltung der Menschenrechte zu überwachen.

 

Kurzmeldungen im Überblick

Ukraine-Konflikt: EU-Außenbeauftragte fordert Härte gegenüber Russland

(28.06.2016/hg/dpa) Im spannungsgeladenen Verhältnis zu Russland plädiert die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini für eine Mischung aus Kooperation und Härte. „Die EU und Russland sind voneinander abhängig“, schreibt Mogherini in einem Strategiepapier für den EU-Gipfel, das der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. „Wenn unsere Interessen sich überschneiden“, sollten beide Seiten zusammenarbeiten. Im Ukraine-Konflikt müsse die EU hingegen hart bleiben. „Wir werden weder Russlands illegale Annexion der Krim anerkennen noch die Destabilisierung der Ostukraine hinnehmen“, sch [ ... ]


Israel und Türkei unterzeichnen Versöhnungsabkommen

(28.06.2016/hg/dpa) Nach monatelangen „Normalisierungsgesprächen“ haben Israel und die Türkei am Dienstag ein Versöhnungsabkommen unterzeichnet. Der Generaldirektor des israelischen Außenministeriums, Dore Gold, signierte den Vertrag in Jerusalem. Der Staatssekretär des türkischen Außenministeriums, Feridun Sinirlioglu, habe das Abkommen mit Israel am Dienstag in Ankara unterschrieben, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf diplomatische Kreise. Das türkische Parlament müsse die Vereinbarung noch bestätigen. Die am Montag verkündete Vereinbarun [ ... ]


Ukraine: US-geführtes Militärmanöver „Rapid Trident“ hat begonnen

(27.06.2016/hg/dpa) Im Westen der Ex-Sowjetrepublik Ukraine hat das jährliche US-geführte Militärmanöver „Rapid Trident“ („Schneller Dreizack“) begonnen. Bis zum 8. Juli üben rund 1800 Soldaten aus vierzehn Staaten einschließlich des Gastlandes mit schwerer Kriegstechnik, wie Präsidialamtssprecher Andrej Lyssenko am Montag in Kiew mitteilte. Mit insgesamt vierhundert Soldaten stellen die USA und Kanada den größten Teil ausländischer Truppenkontingente. Für die Ukraine nehmen vor allem erfahrene Kämpfer aus dem Kriegsgebiet im Osten teil, teilte die prowestliche Führung i [ ... ]


Erdoğan bedauert Abschuss von russischem Kampfjet - Anzeige wegen Militäreinsatz

(27.06.2016/hg/dpa) Nach Moskauer Angaben hat sich der türkische Präsident Recep Ayyip Erdoğan für den Abschuss eines russischen Kampfflugzeugs entschuldigt. Erdoğan habe an den russischen Präsidenten Wladimir Putin geschrieben, dass der Abschuss keine Absicht gewesen sei. Das sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Montag in Moskau. In der Türkei kündigte die Regierung eine eigene Erklärung an. Die türkische Luftwaffe hatte im vergangenen November ein russisches Kampflugzeug Suchoi Su-24 abgeschossen, das aus Syrien angeblich kurz in den Luftraum der Türkei eingedrungen war. Ein Pilo [ ... ]


Nach US-Vorgabe: Merkel will Militärausgaben massiv erhöhen

(23.06.2016/hg/dpa) Bundeskanzlerin Angela Merkel will die deutschen Militärausgaben massiv erhöhen. Nach den deutsch-polnischen Regierungskonsultationen bekannte sie sich am Mittwoch ausdrücklich zu dem NATO-Ziel, zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Verteidigung auszugeben. Angesichts neuer Bedrohungen könne dieses Ziel „auf mittlere und längere Sicht nicht nur auf dem Papier stehen“, sagte die CDU-Chefin. Derzeit gibt Deutschland 1,2 Prozent des BIP für die Bundeswehr und ihre Ausrüstung aus – Washington fordert schon seit langem eine deutliche Erhöhung des deuts [ ... ]


Medienbericht: CIA-Rebellen übergeben russischen Panzer an al-Qaida

(23.06.2016/hg) Laut örtlichen Medienberichten musste sich die syrische Terrorgruppe Harakat Nour al-Din al-Zenki von einer besonders kostbaren Kriegsbeute trennen. Vor zwei Wochen hatten die Kämpfer der Gruppe im Norden Aleppos einen russischen T-90 Panzer von der syrischen Armee erobert, und die Trophäe anschließend stolz auf Twitter präsentiert. Russland hatte Ende vergangenen Jahres eine begrenzte Anzahl dieser modernen Panzer nach Syrien verlegt. Doch nun soll die vom Westen als „moderat“ bezeichnete Terrorgruppe das Kriegsgerät der Nusra-Front, der syrische al-Qaida-Ableger,  [ ... ]