Bilanz der Sicherheitskonferenz: Die entfremdeten Verbündeten
Das große transatlantische Gewitter blieb dieses Mal aus. Stattdessen stellen Europäer und Amerikaner ernüchtert fest: Jeder kümmert sich um eigene Prioritäten. Europa muss rasch für die eigene Sicherheit sorgen. Washington drängt auf Gefolgschaft.
Die Kluft zwischen den USA und den Europäern, von der Bundeskanzler Friedrich Merz gleich zu Beginn der Sicherheitskonferenz zutreffend gesprochen hat, ist in München offenkundiger denn je geworden. Zwar warb US-Außenminister Marco Rubio für eine „neue transatlantische“ Zukunft, die Washington gerne mit „seinen ältesten Freunden“ beschreiten wolle. Doch sollten die Europäer in wesentlichen Themenfeldern den Vorgaben Donald Trumps nicht folgen, wären sie für die USA keine „starken Partner“.
Bilanz der Sicherheitskonferenz: Die entfremdeten Verbündeten