Im Zweifel ostdeutsch: Die OAZ freut sich über den Neuzugang Florian Warweg
Der Journalismus hierzulande ist zu nah an der Macht und zu westdeutsch geprägt. Warum die OAZ bewusst gegen den Konsens anschreiben wird.
Liebe Leserinnen, liebe Leser, erlauben Sie, dass ich mich vorstelle: Mein Name ist Dorian Baganz, ich bin Chefredakteur der bald erscheinenden Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung (OAZ). Derzeit bauen wir von Dresden ausgehend die Redaktionen der neuen jüngeren Schwester der Berliner Zeitung auf. Weil wir finden, dass es höchste Zeit für ein Medium ist, das „im Zweifel ostdeutsch“ berichtet.
Der US-Journalist Gay Talese hat gesagt: „Der perfekte Journalist ist ein Fremder.“ Das ist eine Maxime, an die sich alle in unserer Branche halten sollten. Aber die Realität sieht anders aus. Viele Journalisten haben zu kurze Drähte in die Zentren der Macht. So ist es zu erklären, dass der Journalismus heute eine Vermittlerrolle zwischen Politik und Gesellschaft einnimmt, statt Regierende, wenn nötig, fundamental zu kritisieren.
Im Zweifel ostdeutsch: Die OAZ freut sich über den Neuzugang Florian Warweg