Was im Iran geschieht
Ursprünglich ökonomisch motivierte Proteste Teheraner Händler wurden von ausländischen Geheimdiensten mit Regime-Change-Absichten instrumentalisiert.
Im Iran scheint ein bekanntes „Spiel“ abzulaufen: Sanktionen von westlicher Seite verschlechtern die wirtschaftliche Situation in einem Land. Sobald das erste Ziel erreicht ist und Unruhen in der Bevölkerung tatsächlich ausbrechen, werden die „Aufständischen“ von außen unterstützt und angetrieben — zum nächsten Ziel, dem Sturz der Regierung. Klar ist, dass westliche Geheimdienste aus Israel, Großbritannien und den USA im Iran schon lange am Werkeln sind. Karin Leukefeld, eine langjährige aufmerksame Beobachterin des Geschehens im Nahen und Mittleren Osten, erklärt, wie die deutschen Medien nach eigenen Vorgaben eigentlich berichten sollten — und wirft dann einen konkreten Blick auf den Iran. Leitmedien in Funk und Fernsehen und große Tageszeitungen im deutschsprachigen Raum gelten als maßgebliche Instanzen. Erstaunlich ist es allerdings, dass sie in der Berichterstattung über zahlreiche Krisen und Kriege ihren eigenen und auch internationalen Regeln nicht gerecht werden.