Wenn das Volk gefährlich wird
Ein Journalist warnt in einem neuen Buch davor, „falsch“ zu wählen. Mark Schieritz, Vize-Ressortchef für Politik bei der Hamburger ZEIT, fragt ganz offen, ob viele Bürger nicht vielleicht „zu dumm für die Demokratie“ seien. Die „liberale Ordnung“ solle deshalb vor solch irregeleitetem Volkswillen „geschützt“ werden.
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Im US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 hielt Hillary Clinton eine Rede vor Verfechtern von Homosexuellenrechten. Dabei nannte sie „die Hälfte der Anhänger von Trump (…) rassistisch, schwulenfeindlich, fremdenfeindlich, islamfeindlich“. Mark Schieritz zufolge hätten diese Worte für große Turbulenzen in der Öffentlichkeit gesorgt und „die Dynamik des Wahlkampfs verändert“. Die Rede sei in die Geschichte eingegangen. Ihretwegen habe Clinton die Wahlen verloren. Tatsächlich ist von dieser Rede kaum mehr eine Spur zu finden, mit Sicherheit spielte sie beim Ausgang der Wahlen so gut wie keine Rolle. Allein Donald Trump hoffte, dass diese Beleidigungen Hillary Stimmen kosten könnten.
