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Vor Sonnenuntergang

MDR KULTUR - Hörspiel

Von Gerhart Hauptmann

Durch die Beziehung zu der jungen Kindergärtnerin Inken Peters vermochte der über siebzigjährige Unternehmer Matthias Clausen die Lebenskrise zu überwinden, in die er in Folge des Todes seiner Ehefrau geraten war. Seine Familie steht dieser Beziehung distanziert gegenüber. Sie versucht, Inken zur Umsiedlung in eine andere Gegend zu bewegen bzw. ihre Familie zu verleumden.
Da diese Bemühungen nicht zur Lösung des beargwöhnten Verhältnisses führen, wird gegen den Vater ein Verfahren zur Entmündigung eingeleitet. Als er darüber in Kenntnis gesetzt wird, verfällt er dem Wahnsinn und nimmt sich das Leben.
Gerthart Hauptmann, 15. November 1862 – 6. Juni 1946, hatte zunächst u.a. Bildhauerei an der Breslauer Königlichen Kunst- und Gewerbeschule studiert und die Zeichenklasse der Königlichen Akademie in Dresden besucht, ehe er mit der „novellistischen Studie“ „Bahnwärter Thiel“ (1888) das erste bedeutende Erzählwerk des deutschen Naturalismus schuf und mit dramatischen und sozialkritischen Theaterstücken wie „Die Weber“ (1892) oder „Die Ratten“ (1911) seinen literarischen Ruhm begründete.
Sein Werk umfasst mehr als 40 Dramen, Gedichte, Prosa und Essays. 1912 wurde ihm der Nobelpreis für Literatur verliehen. „Vor Sonnenuntergang“, am 16. Februar 1932 am Deutschen Theater in Berlin uraufgeführt, wurde mehrfach verfilmt und als Hörspiel adaptiert.

Regie: Walter Niklaus
Bearbeitung: Ulrich Griebel
Komponist: Günter Neubert
Produktion: Rundfunk der DDR 1985

Sprecher:
Günter Grabbert – Matthias Clausen
Ursula Werner – Inken Peters
Peter Sodann – Dr. Steynitz
Horst Schönemann – Geiger
Gert Gütschow – Hanefeldt
Regina Jeske – Bettina Clausen
Carla Valerius – Frau Peters
Lutz Riemann – Ebisch
Marylu Poolman – Paula Clothilde Clausen
Friedhelm Eberle – Wolfgang Clausen
Jörg Lichtenstein – Egmont Clausen
Ellen Hellwig – Othilie Klamroth
Hilmar Eichhorn – Erich Klamroth
Wolf Goette – Pastor

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