Corona-Impfung

Corona-Enquete-Kommission: Fachleute uneins über Impf-Folgen für Kinder und Schwangere

Kinderarzt: Corona-Impfungen von Kindern falsch, Geburtenrückgang als „Warnzeichen“ für Impfung Schwangerer / Ehemaliger Stiko-Vorsitzender: „keine Bedenken zur Impfung von Schwangeren“ / Epidemiologe: Corona-Präparate haben „vergleichbares Risikoprofil“ wie andere Impfstoffe

(Diese Meldung ist eine Übernahme von Multipolar)

Mediziner sind sich weiterhin nicht über die Folgen der Corona-Impfungen für Kinder und Schwangere einig. Bei der jüngsten Tagung (26. Juni) der vom Land Brandenburg eingesetzten Corona-Enquete-Kommission, äußerten Ärzte und Wissenschaftler verschiedene Ansichten zur Sicherheit der Präparate. Sucharit Bhakdi, Facharzt für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie, sagte, keiner dieser Impfstoffe sei „jemals in einer ordentlichen klinischen Studie geprüft worden“ (Aufzeichnung ab 1:11:43). Es handle sich um „das größte Medizin-Verbrechen aller Zeiten“. Der Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin Albrecht Jahn kritisierte, die Corona-Impfungen bei Kindern seien „kontraindiziert“ (ab 0:53:11) gewesen. Sie „erkrankten nicht schwer, sie gaben auch die Erkrankung nicht weiter“.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) habe sich dem politischen Druck aus dem Gesundheitsministerium gebeugt, sagte Jahn weiter. Die Verantwortung habe beim damaligen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gelegen. Die Stiko empfahl die Impfung von Kindern im August 2021 und von Schwangeren einen Monat später. Die Impfung von Schwangeren bezeichnete Jahn als „die folgenschwerste und folgenreichste Fehlentscheidung in der neueren Medizingeschichte“: Sie habe „die meisten Todesopfer gefordert in Form von Kindern, die nicht geboren wurden“. Die modifizierte RNA verbreite sich in allen Organen, durchdringe die Plazenta und reichere sich im Baby an. In Deutschland sei zudem ein Geburtenrückgang zu verzeichnen, den der Arzt als „Warnzeichen“ versteht. Im Juni 2025 hatte er sich mit rund 80 Personen per offenem Brief an den Stiko-Vorsitzenden Reinhard Berner gewandt.

Klaus Überla, Professor am Uniklinikum Erlangen und Direktor des Virologischen Instituts sowie ehemaliger Vorsitzender der Stiko, sagte, es gebe „auch heute noch keine Bedenken zur Impfung von Schwangeren“ (ab 2:17:50). Überla war an den Impfempfehlungen für COVID-19 beteiligt. Zu einer ähnlichen Einschätzung gelangte Klaus Stöhr, ehemaliger WHO-Forschungskoordinator: Mittlerweile lägen große, belastbare Feldstudien vor, welche unter Beweis stellten, dass es keine erhöhte Sterblichkeit unter den Müttern gebe (ab 2:10:08). Eine Zunahme an Frühgeburten oder Missbildungen von Kindern sei ebenfalls nicht zu verzeichnen.

Rechtsanwalt Ralf Ludwig machte darauf aufmerksam, dass die Stiko 2021 selbst festgehalten habe, dass Schwangere aus den Zulassungsstudien ausgeschlossen waren (ab 1:30:50). Es habe Hinweise auf „methodische Mängel“ sowohl bei der Zulassung als auch bei der Empfehlung durch die Stiko gegeben. Das Land Brandenburg empfehle noch heute die Impfung von Schwangeren. Der Abgeordnete Christian Dorst (BSW) wollte von Überla wissen, weshalb das bei einer endemischen Lage der Fall sei. Dieser antwortete: Es gebe weiterhin eine Impfempfehlung für Risikopersonen, hierzu zählten auch Schwangere (ab 3:14:19).

Überla sagte, aus seiner Sicht sei die Gefährlichkeit von mRNA-Impfungen generell „hochspekulativ“ (ab 2:17:50). Er griff das Beispiel eines Freiwilligen auf, der sich 217-mal einen derartigen Impfstoff „gegönnt“ habe. Zudem wies er auf eine Studie hin, welche der Corona-Impfung hohen Erfolg bescheinige: Sie habe 160.000 Menschen in Deutschland das Leben gerettet (ab 4:59:07). Auch Stöhr drückte sein Unverständnis für die Ablehnung von mRNA-Präparaten aus, da die Daten einen anderen Schluss zuließen. Er räumte allerdings Nebenwirkungen und Komplikationen ein: „Und es sind auch Menschen an der Impfung gestorben“, sagte er (ab 4:46:03). Komplikationen seien jedoch „bei allen Impfstoffen möglich“. Die zugelassenen Impfstoffe in Deutschland hätten alle ein vergleichbares Risikoprofil.

Andreas Radbruch, Seniorprofessor an der Berliner Charité, äußerte Kritik an bestimmten politischen Maßnahmen: Der gute Schutz von Genesenen sei relativ schnell klar gewesen (ab 0:34:45). Eine durchgestandene Infektion komme drei mRNA-Impfungen gleich. Das Immunsystem sei zudem adaptiv, fortlaufende Booster-Impfungen erzielten daher kaum noch Wirksamkeit.

Die Amtsärztin und Leiterin des Gesundheitsamtes Potsdam-Mittelmark, Katharina Sandau, nahm während der Corona-Krise selbst Impfungen vor. Als die Impfkampagne voranschritt und auch jüngere Personen zu ihr kamen, reagierten diese häufig nicht „dankbar“ (ab 0:43:48), sondern schilderten, dass sie aus „beruflicher, sozialer, praktischer Erwägung sich für die Impfung entscheiden mussten“. Einige hätten sich „nicht primär aus medizinischer Überzeugung“ impfen lassen. Zweifel seien mit „Aufklärung, Zeit und Respekt“ zu begegnen, erklärte Sandau. Der ausgeübte Druck habe das Vertrauen in Impfungen allgemein erschüttert. Die Kommunikation politischer Entscheidungen spiele bei dieser Entwicklung „eine große Rolle“.

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