Weltpolitik

Planspiel für die Weltherrschaft

Es gibt Kreise, die gerne Planspiele veranstalten, etwa zum Thema Pandemie, die Namen tragen wie »Event 201« oder »Dark Winter«. Wer über eventuell mit solchen Simulationsübungen verknüpfte Pläne zur Ausweitung von Macht und Reichtum berichtet, wird gerne als Verschwörungstheoretiker gebrandmarkt. Versetzen wir uns einmal in die Lage dieser Kreise und durchdenken ein solches Planspiel.

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Foto: graphical designer Quelle: pixabay Lizenz
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Stellen wir uns einmal vor: Sie und ich und eine kleine Gruppe weiterer Menschen sind unermesslich reich. Jeder Einzelne verfügt über Multimilliarden bis Multibillionen US-Dollar. Dieses Geld liegt nicht einfach auf unseren Konten herum – denn da erfüllt es keinen Zweck. Stattdessen haben wir es investiert – in Biotechnologie-, Digital-, Pharma-, Lebensmitteltechnologiekonzerne und -unternehmen sowie in Land und diverse Finanzprodukte. Wir haben ein breit gestreutes Portfolio und finanzieren die Entwicklung neuer Technologien, die zum Beispiel die Produktion neuartiger Pharmazeutika und »Lebensmittel« ermöglichen.

Allerdings stehen wir damit vor einer Reihe von Problemen. Zum einen ist der Markt für herkömmliche Produkte begrenzt. Das Wirtschaftssystem erfordert aber, immer mehr Produkte auf den Markt zu bringen und immer größere Umsätze zu generieren. Deshalb sind ständig neue Produkte nötig, die wir bereits fleißig entwickeln. Diese zu vermarkten, ist aufgrund rechtlicher Hürden oft langwierig bis hin zu unmöglich. Was die Lebensmittel angeht, stehen wir vor dem Problem, dass der Wert von etwa acht Billionen US-Dollar jährlich, den die globale Lebensmittelproduktion ausmacht, hauptsächlich von kleinen und mittelständischen Landwirten abgeschöpft wird. Diese Bauern behindern somit die Abschöpfung dieses Wertes durch uns. Da Menschen Gewohnheitstiere sind, erschwert die Landwirtschaft es uns zudem, neue Produkte auf den Markt zu bringen – Fleisch aus dem Labor, alternative Proteine aus Insekten –, für die wir aber einen Absatzmarkt brauchen. Davon abgesehen ermöglichen die Bauern eine dezentrale Lebensmittelversorgung, die uns aufgrund unseres nächsten Problems im Weg ist.

Denn das von uns im Laufe von Jahrzehnten aufgebaute Finanzsystem steht am Rande seines Kollapses. Schulden sind ins Unermessliche aufgebläht worden, das Geld verliert zunehmend an Wert, immer wieder entstehen gigantische Finanzspekulationsblasen. Implodiert das System, wird das nicht nur die ganze westliche Welt in ein Chaos stürzen – es wird die Unzufriedenheit der Menschen so weit erhöhen, dass die Gefahr der Rebellion gegen uns dramatisch steigt.

Wir müssen also das System tiefgreifend transformieren. Und das auf eine Weise, die uns in all unseren Bereichen weiteres Wachstum ermöglicht, die Finanzströme langfristig in unserem Interesse neu ordnet und unsere Macht festigt. Gleichzeitig müssen wir eine Revolution des Pöbels verhindern, indem wir seine Abhängigkeit von uns auch durch eine in unseren Händen monopolisierte Lebensmittelversorgung zementieren, sodass Aufstände in Zukunft gänzlich unmöglich sind. Wir müssen also all diese Bereiche miteinander kombinieren.

Die Lösung: Gesundheitskrise

Dazu nutzen wir das Thema Gesundheit als vereinheitlichenden Schirm und gleichermaßen Trojanisches Pferd. Folglich konstruieren wir eine Pandemie, welche die ganze Welt heimsucht, die Akzeptanz für drastische Maßnahmen erzeugt und gleichzeitig schwerwiegende Veränderungen unausweichlich erscheinen lässt.

Problematisch ist hier: Krankheitserreger sind unsichtbar. Wenn Menschen überall auf der Welt krank werden, ist das an sich nichts Ungewöhnliches. Wir müssen diese Krankheiten dieselbe Ursache haben, nämlich einen einzigen Erreger. Dazu nutzen wir den PCR-Test, der eine unsichtbare Gefahr sichtbar macht. Dieser Test hat für uns eine Reihe von Vorteilen.

So kann er durch gezielte Auswahl der Primer – kurze DNA- oder RNA-Stränge, die bei der Verfielfältigung als Startmolekül dienen – so eingestellt werden, dass er auf vollkommen harmlose Genabschnitte positiv ausschlägt und das Vorliegen einer bestimmten Krankheit suggeriert. Weiter- hin weist der Test selbst im besten Fall lediglich nach, ob bestimmte Genabschnitte in dem beprobten Material vorliegen, kann aber damit keine Infektion mit einem Er- reger nachweisen. Indem wir den Cyclethreshold (Ct)-Wert – also jenen Wert, der über die Anzahl der Replikation ausgewählter Genabschnitte bestimmt – möglichst hoch ansetzen, können wir auch geringfügige Genmengen als eine Gefahr darstellen und schließlich sogar abgetötete Erreger oder Erregerfragmente als Vorliegen einer Krankheit verkaufen.

Diesen PCR-Test, mit dem man bereits dem Erfinder Dr. Kary Mullis zufolge »alles in jedem« nachweisen kann, nehmen wir als Grundlage eines umfassenden Monitoringsystems. Wir untersuchen ständig die Umwelt – etwa Abwasser – auf Krankheiten, ebenso wie Tiere und Menschen, entweder anlasslos oder bei selbst geringfügigem »Verdacht«. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass wir jederzeit eine Krankheit finden können, wenn wir eine Pandemie brauchen. Die von uns kontrollierten Medien tun das Übrige, um den Eindruck einer Pandemie zu verstärken. Denn irgendwo stirbt ja immer jemand an einer Krankheit. Wenn wir das medial richtig verkaufen, können wir eine Angstkulisse aufbauen – und Angst ist für die Umsetzung unseres Plans ein entscheidender Faktor. Sie sichert die »Folgebereitschaft« der Massen und fördert die Akzeptanz auch drastischer Eingriffe in die Grundrechte.

Bei diesem Vorhaben müssen wir uns selbstredend die Wissenschaft dienstbar machen, um ein koordiniertes behördliches Vorgehen zu garantieren. Denn weltweit müssen die Behörden auf gleiche Weise reagieren, um den Eindruck eines Notfalls zu erwecken. Das heißt, Regierungen müssen ihre Gesetzgebung aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse gestalten.

Gleichschaltung der Institutionen

Wissenschaft ist aber kein monolithischer Block. Es gibt widersprüchliche Ergebnisse, vielfältige Begründungen für Krankheiten, unterschiedliche Ansichten, was Ansteckung, Gefahr und Behandlungsmethoden betrifft. Daher muss die Wissenschaft gleichgeschaltet werden. Dazu haben wir eine Ideologie ins Leben gerufen, die wir in alle staatlichen und internationalen Institutionen einbringen: »One Health«.

Eine Ideologie, die nach einem ganzheitlichen Medizinkonzept klingt, das Umwelt, Mensch und Tier gleichermaßen einschließt, findet bei den meisten Menschen Anklang und stößt auf hohe Akzeptanz. Ihr zufolge ist Gesundheit nicht von jedem Einzelnen allein abhängig, sondern bezieht Umweltfaktoren wie Verschmutzung sowie sozio-ökonomische und psychologische Aspekte ein. Klingt gut – und soll gut klingen.

In Wirklichkeit aber nutzen wir das One-Health-Konzept lediglich dazu, eine ständige Gefahr zu propagieren, die von Krankheitserregern in unserer Umwelt ausgeht. Dazu überwachen wir permanent die Umwelt, alle Tiere und so viele Menschen wie möglich, um neue »Krankheitserreger« zu detektieren – mittels PCR-basierten Monitorings. Dies ermöglicht in der Folge die Verhängung drastischer Maßnahmen, wobei zu diesem Zweck, falls nötig, auch militärische Mittel zum Einsatz kommen. Hier steht nicht die Resilienz des Einzelnen und von Gruppen, nicht das Immunsystem im Fokus, sondern beständige Biosicherheit. Das bedeutet: Abschottung der Menschen voneinander, der Menschen von Tieren und aller von der Umwelt. Desinfektion und ständiges Testen sind Bestandteile eines Regimes, das den Weg ebnen soll für den finalen Schritt: die dauerhafte Impfung.

Diese Ideologie bringen wir nun über von uns finanzierte Stiftungen in die Wissenschaft ein. Wir fördern Stipendien, Doktorarbeiten, Forschungsprojekte und -einrichtungen sowie ganze Studiengänge überall auf der Welt. Die daraus hervor- gehenden Wissenschaftler bringen wir in die Institutionen – zunächst nationale, wie zum Beispiel das Robert Koch-Institut, und von dort in die internationalen Organisationen WHO, FAO, WOAH und UNEP, die wir praktischerweise auch finanzieren. Diese bilden die sogenannte Quadripartite – die Vierergruppe –, die Strategiepapiere erarbeitet, die ein rechtliches und politisches Vorgehen darlegen, um die Ideologie von One Health auf die Regierungsebene zu bringen. Sie machen Vorgaben, denen die Nationalstaaten Folge leisten, und deren Personal steht den Regierungen beratend zur Seite.

Einen Sonderfall stellt hier die EU dar, da deren Mitgliedstaaten beim Thema Gesundheit – insbesondere in Bezug auf Tiere – keine Souveränität mehr haben. Sie müssen die Vorgaben der EU umsetzen. Das bedeutet aber auch, dass wir unsere sogenannten Experten nur in die EU ein- schleusen müssen, um den gesamten EU- Raum gleichzuschalten.

Nun stellt sich die Frage, unter welchen Bedingungen eine Pandemie ausgerufen werden kann. Hier ist die Definition der WHO entscheidend. Diese erforderte zur Ausrufung einer Pandemie lange Zeit das Auftreten einer Krankheit, die sich über Ländergrenzen hinweg verbreitet und eine erhöhte Anzahl von Hospitalisierungen und Todesfällen mit sich bringt. Wir mussten allerdings feststellen, dass ein solches Szenario nie eintritt. Denn eine epidemiologische Grundregel lautet: Krankheitserreger können entweder besonders tödlich sein oder sich besonders weit verbreiten, aber nie beides gleichzeitig. 2009 dann haben wir die Definition anlässlich der Schweinegrippe geändert. Das Erfordernis einer er- höhten Sterblichkeit oder Hospitalisierung entfiel, und so konnten wir die Schweinegrippe zur Pandemie erklären. Das ermöglichte es uns 2020 auch, die Corona-Pandemie auszurufen.

Dies wiederum gab uns die Gelegenheit, die Pandemie-Definition weiter aufzuweichen. Denn die sogenannte Corona- Pandemie war uns Anlass, auf der Ebene der WHO einen Pandemievertrag zu verabschieden, dem sich die meisten Mitgliedstaaten unterwerfen. Auf dessen Grundlage kann eine Pandemie nun schon ausgerufen werden, wenn lediglich »das Risiko« einer länderübergreifenden Verbreitung eines Erregers, »das Risiko« erhöhter Sterblichkeit oder Hospitalisierungen und/oder »das Risiko« der Gefährdung des globalen Warenverkehrs besteht. Worin das Risiko be- steht, bestimmen jene, die über die Definitionsmacht verfügen. Und das sind natürlich wir. Dieses Risiko muss sich dabei nicht verwirklichen. Auf der Grund- lage eines ständigen Monitorings mittels PCR-Test können wir nun einen dauerhaften Ausnahmezustand verhängen, der es uns ermöglicht, alle demokratischen Institutionen auszuhebeln und alle Kontrollmechanismen zu umgehen.

Der geeignete Kandidat

Die nächste Pandemie wird die einer Variante der Vogelgrippe sein – die klassischerweise vom Erreger H5N1 ausgelöst wird. Diese stellt aus verschiedenen Gründen den geeigneten Kandidaten dar.

Die sogenannte Vogelgrippe haben wir in der Vergangenheit bereits als Ursache einer potenziell tödlichen Pandemie etabliert. Immer wieder haben wir vor einer möglichen Zoonose gewarnt und ein Überspringen des Erregers auf andere Arten behauptet – zuletzt auf Milchkühe und Landwirte im Jahr 2024. Wir kommunizieren ein Sterberisiko für Vögel von 100 Prozent, für Menschen von 60 Prozent. Worauf beruhen diese Einschätzungen? Nun, in der ersten Hälfte des Jahres 2025 sind weltweit fünf Menschen zumindest vermeintlich an Vogelgrippe erkrankt. Von diesen sind drei gestorben. Das macht einen Anteil von 60 Prozent. Ob diese Menschen tatsächlich an Vogelgrippe gestorben sind, ob sie überhaupt krank waren oder ob es nicht andere Ursachen für ihren Tod gab, spielt dabei keine Rolle. Wir haben es nicht überprüft. Wir überprüfen es ja auch bei toten Vögeln nicht. Hat der PCR-Test zuvor positiv ausgeschlagen, dann gelten sowohl Mensch als auch Tier als an Vogelgrippe gestorben – andere Ursachen werden gar nicht erst untersucht.

Die nächste Pandemie muss zwingend eine Zoonose sein, die alle Arten gleichzeitig betreffen kann – und hier ist die Vogelgrippe aufgrund unserer Propagandaarbeit, die wir bereits geleistet haben, der optimale Kandidat. Diese artübergreifende Ausbreitung ist wichtig, weil wir auf diese Weise bisher getrennte Bewirtschaftungsfelder vereinen können. Bislang traten Krankheiten immer nur entweder beim Menschen oder bei bestimmten Tierarten auf. Das limitierte die Vermarktungsmöglichkeiten der Gegenmittel. Die Vogelgrippe hingegen vereint diese bisher getrennten Felder und ermöglicht die Anwendung einheitlicher Maßnahmen bis hin zu Impfungen von Mensch und Tier – ein gigantischer Geschäftszweig, der letztlich auch bestehende rechtliche Hürden für Dauerimpfungen – in der EU wird nicht regulär gegen Vogelgrippe geimpft – zum Einsturz bringen könnte.

Den vollständigen Text lesen Sie in der  aktuellen Ausgabe 5/6 2026 unseres Magazins, das im Bahnhofsbuchhandel, im gut sortierten Zeitungschriftenhandel und in ausgewählten Lebensmittelgeschäften erhältlich ist. Sie können das Heft auch auf dieser Website (Abo oder Einzelheft) bestellen.

FELIX FEISTEL, Jahrgang 1992, studierte Rechtswissenschaften mit dem Schwerpunkt Völker- und Europarecht. Schon während seines Studiums war er als Journalist tätig; seit seinem Staatsexamen arbeitet er hauptberuflich als freier Journalist und Autor. So schreibt er für manova.news, die Freie Medienakademie sowie auf seinem eigenen Telegram-Kanal. Eine Ausbildung zum Traumatherapeuten nach der Identitätsorientierten Psychotraumatheorie (IoPT) erweiterte sein Verständnis von den Hintergründen der Geschehnisse auf der Welt.

 

Felix Feistel

Corona Next Level
Wie die nächste »Pandemie« vorbereitet wird

ISBN 978-3-910568-28-0

120 Seiten

14,80 €

 

 

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