Das Virus-Déjà-vu
Rund um ein paar „Hanta-Virus“-Infektionen beginnt sich eine neue anschwellende Panikwelle aufzutürmen — die Frage ist, ob wir uns ein zweites Mal übertölpeln lassen.
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Es begann mit ein paar Pressemeldungen, die man leicht übersehen konnte, wenn man nicht ständig die Medien verfolgte. Virus-Ausbrüche auf einem Schiff, sogar Tote. Forschungen an Patienten in einem Münchner Krankenhaus, das auch schon vor sechs Jahren in einem ähnlichen Zusammenhang eine Rolle spielte. Vielfach auch Dementis. Es bestehe kein Anlass, eine neue große Pandemie zu befürchten. Aber das sollte uns nicht beruhigen. Auch Corona hat mal klein angefangen und entwickelte sich dann binnen Wochen zum schlimmste Angriff auf unsere Freiheitsrechte und unsere Wirtschaft, die die Nachkriegsgesellschaft je gesehen hat. Die Frage ist, ob wir Bürger seither dazugelernt haben. Ob der Vertrauensverlust der etablierten Politik und Enthüllungen wie die RKI-Files ausreichen, damit wir uns diesmal nicht mehr die Butter vom Brot nehmen lassen. Werden wir als gebrannte Kinder wieder entschlossen ins Feuer langen, wenn uns dies von einer Einheitsfront aus smarten Fernsehwissenschaftlern, repressionsfreudigen Politikern und fügsamen Nachbarn suggeriert wird? Man kann mit Recht daran zweifeln, dass die Durchschnittsbevölkerung seit 2020 wirklich klüger geworden ist. Wenn es diesmal anders ausgehen soll, braucht es vor allem präzise Sachinformationen, die der Autor in seinem Beitrag liefert.
