Telepolis zu Lebensmittelpreisen

Erdbeerberge und Spargelflut: Ernten für die Tonne?

Hohe Preise für Grundnahrungsmittel und damit verbunden eine geringe Nachfrage nach Erdbeeren und Spargel sorgen dafür, dass viele Früchte und Stangen auf den Feldern bleiben.

Laut Statistischem Bundesamt ging der Umsatz im Lebensmitteleinzelhandel im April 2022 gegenüber dem Vormonat um 7,7 Prozent zurück. Dies sei der größte Umsatzeinbruch im Vergleich zu einem Vormonat seit 1994, hieß es. Auch im Vergleich zum Vorjahr ging der Umsatz mit Lebensmitteln im Einzelhandel inflationsbereinigt um 6,5 Prozent zurück.

Aufgrund der rasch steigenden Lebensmittelpreise greifen die Verbraucher vermehrt zu Handelsmarken und preisreduzierten Angeboten. Durch Kaufzurückhaltung versuchen sie, die extreme Teuerung teilweise aufzufangen.

Die Preise im Lebensmitteleinzelhandel spiegeln bei Weitem nicht den Anstieg der Preise für Agrarrohstoffe in den letzten 18 Monaten wider, erklären Marktforscher. Die Hersteller von Lebensmitteln und Getränken in der Euro-Zone hätten ihre Preise seit Anfang 2021 um durchschnittlich 14 Prozent erhöht. Die größten Preissteigerungen sind bei Produkten des täglichen Bedarfs wie Öle und Fette (plus 53 Prozent), Mehle (plus 28 Prozent) und Nudeln (plus 19 Prozent) zu verzeichnen.

https://www.heise.de/tp/features/Erdbeerberge-und-Spargelflut-Ernten-fuer-die-Tonne-7132525.html

Drucken

Drucken

Teilen

Voriger Artikel Multipolar zum Ukraine-Krieg Ein Moderator sieht rot
Nächster Artikel Nachdenkseiten zu Mietpreisen Unerschwingliche Mieten? Hintergründe und Lösungen