19 Tote bei schwerem Grubenunglück in der Türkei

(11.12.2009/dpa/hg)

Bei einer Methangas-Explosion in einem Kohlebergwerk im Westen der Türkei sind in der Nacht zum Freitag 19 Bergleute getötet worden.

„Die Rettungsteams haben die Unglücksstelle erreicht. Leider sind alle Arbeiter tot“, sagte der türkische Arbeitsminister Ömer Dincer am Freitag. Die Explosion geschah in einer Tiefe von etwa 200 Metern bei Mustafakemalpascha, in der Nähe der Stadt Bursa.

Die Rettungsmannschaften hatten wegen der hohen Gaskonzentration die Verschütteten zunächst nicht erreichen können. Sie pumpten Frischluft in den Schacht. Mehrere Helfer wurden wegen Gasvergiftungen behandelt.

Der Minister sagte: „Es wird geraume Zeit dauern, bis alle Leichen geborgen sind“.

Die türkischen Bergwerke gelten als unsicher. Immer wieder kommt es zu tödlichen Unfällen, die auf Verstöße gegen Sicherheitsbestimmungen und die Verwendung veralteter Arbeitsgeräte zurückgehen sollen.

Das schwerste Unglück der vergangenen Jahre ereignete sich 1992 in einem Bergwerk in der Provinz Zonguldak am Schwarzen Meer. Bei einer Gasexplosion kamen damals 263 Menschen ums Leben.

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