USA: Strafverschärfung für „Millenium Bomber“

(25.10.2012/dpa)

Der aus Algerien stammende Achmed Ressam muss wegen angeblicher Terrorpläne in den USA für 37 Jahre hinter Gittern.  Ein Bundesgericht in Seattle (US-Bundesstaat Washington) setzte am Mittwoch das Strafmaß fest, wie die Seattle Times berichtete.

Der sogenannte „Millennium Bomber“ war bereits 2001 von einer Jury wegen Verschwörung zu Terroranschlägen sowie Besitzes und Transportes tödlicher Sprengstoffe für schuldig gesprochen worden. Demnach soll er unter anderem einen Anschlag auf den Flughafen von Los Angeles in der Silvesternacht 2000 geplant haben .

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Der Fall ging über Jahre durch die Instanzen, nachdem ein Richter zunächst eine geringere Strafe von 22 Jahren verhängt hatte. Die Staatsanwaltschaft forderte mindestens 65 Jahre Haft.

Ressam, der ein Ausbildungslager der Al Qaeda besucht haben soll, war Mitte Dezember 1999 bei der Einreise aus Kanada in die USA festgenommen worden. In seinem Mietwagen fand die Polizei Sprengstoff und Zündvorrichtungen für drei Bomben. Der Mann hatte nach seiner Festnahme zunächst mit den Ermittlern kooperiert. Im Gegenzug für eine Strafmilderung wollte er Informationen über mutmaßliche Terroristen mitteilen, nahm davon aber später Abstand.

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