junge Welt zur Geschichtspolitik

Absurde Faktenverdrehung

Der Botschafter der Russischen Föderation in Deutschland schreibt über die Anerkennung des “Holodomors” als angeblichen Völkermord an den Ukrainern. In einem Gastbeitrag stellt er klar:

Die Fehler und tragischen Konsequenzen der Hungersnot in der UdSSR wurden bereits 1933 offiziell zugegeben. Die Sowjetregierung organisierte eine großangelegte Nahrungsmittelhilfe für Regionen, die am härtesten vom Hunger betroffen waren, die Ukraine inklusive.

Dass man die für zahlreiche Völker der UdSSR gemeinsame Tragödie der Hungersnot zu Beginn der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts als eine gezielte Ausmerzung einer bestimmten Bevölkerungsgruppe aufgrund ihrer ethnischen (ukrainischen) Zugehörigkeit darstellt und dabei millionenfache Opfer anderer Nationalitäten übersieht, ist unvertretbar und unanständig. Mit diesem Narrativ, das mit Objektivität nichts zu tun hat, verfolgt man das Ziel, antirussische Stimmungen zu schüren und in diesem Sinne die Geschichte aktiv und russophob zu revidieren.

https://www.jungewelt.de/artikel/439522.kampf-um-die-geschichte-absurde-faktenverdrehung.html

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