junge Welt zu Demonstrationen

Bedenkliche Rückmeldung

In der jungen Welt berichtet Henning von Stoltzenberg den Aktionstag “Solidarisch aus der Krise”. Die Mobilisierung sei knapp an einem Fiasko vorbei geschrammt.

Das Organisationsbündnis wertete den Aktionstag in einer Mitteilung trotzig als Erfolg: »Die Demonstrationen zeigen, dass viele Menschen sich in der Krise nicht spalten lassen und sich eine sozial-ökologische Wende wünschen.« Zu dem veranstaltenden Bündnis zählten die Organisationen Campact und ATTAC, die Umweltverbände BUND und Greenpeace, der Paritätische Gesamtverband und die Bürgerbewegung Finanzwende sowie die Gewerkschaften Verdi und GEW.

In der Nachbereitung der Proteste dürfte in den beteiligten Organisationen die Frage gestellt werden, warum Millionen von der Teuerung betroffene Menschen nicht den Weg zu diesen Veranstaltungen gefunden haben. 2018 hatten allein in Berlin über 200.000 Menschen unter dem Motto »Unteilbar – Solidarität statt Ausgrenzung« demonstriert. Nun wurde von einem fast identischen Aufruferkreis in einer deutlich angespannteren Krisenlage allenfalls ein Zehntel dieser Mobilisierung erreicht – eine bedenkliche Rückmeldung aus der Bevölkerung.

https://www.jungewelt.de/artikel/437218.protestbewegung-bedenkliche-r%C3%BCckmeldung.html

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