Overton-Magazin zum Cum-Ex-Skandal

Gellendes Schweigen

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Da findet die Polizei 200.000 Euro (und ein wenig mehr) in einem Schließfach und der Spiegel schweigt. Mehr als einen Tag. Dann geht das nicht mehr, und der Funk bei dem SPD-Seeheimer Kahrs wird in Frageform vermeldet.

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Erst um 19:29 Uhr, mehr als einen Tag nachdem andere Medien lang und breit von dieser Geschichte berichteten, zog Spiegel Online nach – allerdings hinter der Bezahlschranke. »Bunkerte Johannes Kahrs 200.000 Euro im Bankschließfach?«, titelte man mit generöser Verzögerung – gerade so, als ob es da noch offene Fragen gäbe. Glaubt man den Berichterstattungen der Anderen, den offiziellen Stellungnahmen, so ist in der Angelegenheit eine Sache wohl recht sicher: Kahrs ist da nicht reingestolpert. Er steckt mittendrin. Aber der Spiegel suggerierte, dass es so schlimm vielleicht gar nicht ist. Einen Bundeskanzler aus dem Amt zu schreiben: Das könnte die schöne Zusammenarbeit zwischen Politik und Medienbetrieb wirklich nachhaltig stören – da hält man sich lieber zurück.

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