Freitag zum Verfassungsreferendum in Chile

Referendum in Chile gescheitert: Regierung will zweites Verfassungskonvent

Die Linke ist mit ihrem Verfassungsentwurf in Chile gescheitert. Dabei ging es bei der Abstimmung auch um die Politik der Regierung, mit der nicht nur die Rechte unzufrieden ist.

Die Ablehnung des Verfassungsentwurfs bedeutet freilich keineswegs, dass eine Mehrheit der Chilenen die Verfassung aus Zeiten der Militärdiktatur behalten will. Am Tag nach der Abstimmung veröffentlichte das Umfrageinstitut Ipsos eine Umfrage, nach der weiter 78 Prozent der chilenischen Bevölkerung eine neue Verfassung wünscht. Wovon auch die Regierung überzeugt ist. Der Auftrag sei klar, so der Präsident, man solle nun eine Verfassung entwerfen, die die Chilenen vereint. Dies lege das Abstimmungsergebnis vom Oktober 2021 nahe, als sich knapp 80 Prozent der Stimmberechtigten für eine neue Charta aussprachen.

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