Overton-Magazin zum Ukraine-Krieg

Wann ist das Niedermetzeln von Gefangenen ein Kriegsverbrechen?

Nach dem Rückzug der russischen Armee aus Cherson gibt es Berichte über getötete russische Soldaten, die sich zuvor ergeben haben sollen. Florian Rötzer fasst über die Vorfälle zusammen, was bisher bekannt ist und was Videos zeigen (sollen):

Rohini Haar, medizinischer Berater von den Physicians for Human Rights, erklärte gegenüber der NYT, dass die meisten Gefangenen in den Kopf geschossen wurden. Als die Soldaten sich ergaben und hinlegten, scheinen sie unbewaffnet gewesen zu sein, die Arme hatten sie hinter dem Kopf oder ausgestreckt. Es seien Nicht-Kämpfer oder Kriegsgefangene gewesen. Sie zu erschießen, sei ein Kriegsverbrechen. Wenn die russischen Soldaten aber nur vorgegeben hätten, sich zu ergeben, um dann zu schießen, so Iva Vukusic, eine Expertin für Kriegsverbrechen, dann sei dies ein Kriegsverbrechen. Und wenn die Soldaten während und gleich nach der Schießerei in der Hitze des Gefechts auch getötet worden seien, sei es hingegen kein Kriegsverbrechen, wenn etwas später als Rache schon.

 

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